Englischer Gruß

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Der Englische Gruß von Veit Stoß in der Nürnberger Lorenzkirche
Der Englische Gruß von Veit Stoß in der Nürnberger Lorenzkirche

Der Englische Gruß ist seit dem Mittelalter die Bezeichnung für die Grußworte des Erzengels Gabriel, als er der Jungfrau Maria verkündigte, dass sie den Messias (Jesus Christus) gebären werde. Die Bezeichnung des Grußes als „englisch“ ist von „Engel“ abgeleitet; mit der englischen Sprache hat der Ausdruck nichts zu tun.

Die entsprechenden Verse stehen in der Bibel bei Lukas 1, ab Vers 28 („Gegrüßt seist du, Maria ...“). Auf Lateinisch beginnen die Grußworte mit „Ave Maria, gratia plena, dominus tecum“. Sie sind auch ein bekanntes katholisches Gebet, das Ave Maria, geworden. Das Angelusgebet, das in der katholischen Kirche morgens, mittags und abends gebetet wird, erinnert ebenfalls an den Englischen Gruß.

[Bearbeiten] Darstellung in der Kunst

Die Szene mit Maria und dem Erzengel wurde auch oft in Bildern und Plastiken dargestellt. Die Szene stellt üblicherweise Maria und den Erzengel im Innenraum eines Hauses dar, wohl als Symbol für Marias Innerlichkeit, Keuschheit und Jungfräulichkeit (vgl. hortus conclusus). Der Engel streckt Maria eine Lilie, das Symbol der Jungfräulichkeit hin, während die Gesten des Mädchens Überraschung und Berührtsein ausdrücken. Manchmal wird Maria auch in einem Buch blätternd dargestellt, womit die Verbindung der Geburt des Messias mit den Zusagen im Alten Testament) unterstrichen wird. In vielen Darstellungen erscheint auch der Heilige Geist in Gestalt einer Taube, um auf die jungfräuliche Empfängnis hinzuweisen. In anderen Bildern wird die Empfängnis durch einen Maria treffenden Lichtstrahl dargestellt.

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