Enkhuizen
Flagge |
Wappen |
| Provinz | Nordholland |
| Bürgermeister | Jan Baas (PvdA) |
| Sitz der Gemeinde | Enkhuizen |
| Fläche – Land – Wasser |
14,31 km² 12,53 km² 1,78 km² |
| CBS-Code | 0388 |
| Einwohner | 18.322 (1. Jan. 2013[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 1280 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 42′ N, 5° 17′ O52.7036111111115.29Koordinaten: 52° 42′ N, 5° 17′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | N302, N506 |
| Vorwahl | 0228 |
| Postleitzahlen | 1600–1602 |
| Website | www.enkhuizen.nl |
Enkhuizen (
anhören?/i) (Westfriesisch: Henkhúze) ist eine niederländische Stadt im Norden der Provinz Nordholland der Region West-Friesland. Die Orte Oosterdijk und Westeinde gehören ebenfalls zur Gemeinde Enkhuizen.
Inhaltsverzeichnis |
Lage und Wirtschaft [Bearbeiten]
Enkhuizen ist ein beliebter Ausflugshafen im nördlichen Teil des IJsselmeeres. In den Sommermonaten gibt es auch regelmäßige Schiffsverbindungen nach Stavoren und Urk. Die Stadt hat eine Eisenbahnverbindung über Hoorn, Purmerend und Zaanstad mit Amsterdam. Über den Mitteldeich (Houtribdijk), der das IJsselmeer vom Markermeer trennt, führt eine Straße nach Lelystad.
Für die Enkhuizer Wirtschaft ist die Fischerei nicht mehr von Bedeutung, im Gegensatz zum Tourismus (Wassersport, Innenstadt). Der Ackerbau ist ebenfalls sehr wichtig: es wird in der Gegend sehr viel Kohl und anderes Gemüse angebaut; auch züchtet man Zierblumen und -pflanzen. Der Handel, auch die Ausfuhr, der Saat dieser Gewächse ist umfangreich.
Geschichte [Bearbeiten]
Um das Jahr 1000 gab es hier bereits eine Siedlung. Im Jahre 1296 wurde das schon bedeutende Dorf Enkhuizen bei einem Streit, der Graf Floris V. das Leben kostete, zum Teil niedergebrannt. Der Ort erhielt 1355 das Stadtrecht. Es war im Mittelalter mehrmals Ausgangspunkt von Streitigkeiten zwischen den Friesen, den Holländern und dem Herzogtum Geldern. Enkhuizen entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Heringfischerei; immer neue Häfen wurden angelegt und um 1600 waren 300 der insgesamt 500 Heringfangschiffe Hollands von Enkhuizen aus aktiv. Als 1603 die Niederländische Ostindien-Kompanie errichtet wurde, richtete diese auch in Enkhuizen eine Niederlassung ein. Die Stadt wurde damit auch ein großer Seehafen. Am Ende ihrer Blütezeit im Jahr 1652 war Enkhuizen für die damaligen Verhältnisse mit über 25.000 Einwohnern eine Großstadt. Der Stadtkern war damals größer als jetzt; das Kuhtor und Reste der Stadtmauern liegen in einem Gebiet, welche jetzt Außenviertel sind.
Der Rückfall wurde durch die Handelskonkurrenz im Inland (Amsterdam) und Ausland (England) verursacht. Enkhuizen wurde, wie Monnickendam, Edam, Hoorn und Medemblik, eine der so genannten „toten“ Städte an der Zuidersee. Erst mit dem Aufkommen des Gartenbaus und des Tourismus um 1900 erholte sich die Gemeinde wieder davon. Heute profitiert die Stadt im Sommerhalbjahr vor allem vom Wassertourismus.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bedeutende Bauwerke [Bearbeiten]
- Drommedaristoren (1540)
- Stadhuis (Rathaus, 17. Jahrhundert)
- Zuiderkerk (15. Jahrhundert)
- Westerkerk (15. Jahrhundert)
- Koepoort (1649)
- viele Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Museen [Bearbeiten]
- Zuiderzeemuseum (Binnen- und Buitenmuseum)
- Waagmuseum (Lokales; moderne Kunst; oft Wechselausstellungen)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Dirck Gerritz Pomp (1544-1608), Seefahrer und Entdecker
- Johannes Antonides van der Linden (1609-1664), Mediziner, Botaniker und Bibliothekar
- Paulus Potter (1625-1654), Maler
- Leo J. Elders (* 1926), Theologe
- Gerrit Zalm (*1952), Politiker
Personen, die in Enkhuizen gewirkt haben [Bearbeiten]
- Jan Huygen van Linschoten (* 1563 Haarlem, † Enkhuizen), Kaufmann, Autor und Entdecker
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ 22.02.2013 – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
Weblinks [Bearbeiten]
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