Enrico Gasparri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Enrico Kardinal Gasparri (ca. 1939)

Enrico Kardinal Gasparri (* 25. Juli 1871 in Ussita, Provinz Macerata, Italien; † 20. Mai 1946 in Rom) war ein vatikanischer Diplomat und Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Enrico Gasparri empfing 10. August 1894 das Sakrament der Priesterweihe. Er studierte in Rom Theologie und Philosophie. 1915 wurde er von Papst Benedikt XV. zum Titularerzbischof von Sebastea ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 12. Dezember 1915 der spätere Kardinal Vittori Amedeo Ranuzzi de’ Bianchi. Gasparri wurde 1916 Internuntius von Kolumbien und später Apostolischer Nuntius von Kolumbien (1917) und Brasilien (1920).

Beim Konsistorium vom 14. Dezember 1925 wurde Enrico Gasparri durch Pius XI. zum Kardinal kreiert und erhielt kurz darauf als Kardinalpriester die Titelkirche San Bartolomeo all’Isola. Im Dezember 1933 erhob ihn der gleiche Pontifex zum Kardinalbischof von Velletri, nachdem er ihn bereits im Mai d. J. als Präfekt an die Spitze der Apostolischen Signatur berufen hatte. Diese Aufgabe erfüllte Kardinal Gasparri bis zu seinem Tod 1946.

Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri, welcher 1929 die Lateranverträge unterschrieb, war sein Onkel.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Donato Kardinal Sbarretti Kardinalsubdekan
1942–1946
Eugène Kardinal Tisserant
Bonaventura Kardinal Cerretti Kardinalbischof von Velletri
1933–1946
Clemente Kardinal Micara
Bonaventura Kardinal Cerretti Präfekt der Apostolischen Signatur
1933–1946
Massimo Kardinal Massimi