Enspel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Enspel
Enspel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Enspel hervorgehoben
50.6180555555567.8863888888889390Koordinaten: 50° 37′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Westerburg
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 1,46 km²
Einwohner: 300 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57647
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 219
Adresse der Verbandsverwaltung: Neumarkt 1
56457 Westerburg
Webpräsenz: www.enspel.de
Ortsbürgermeister: Dieter Wisser
Lage der Ortsgemeinde Enspel im Westerwaldkreis
Karte

Enspel ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Westerburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Enspel liegt 10 km nordwestlich von Westerburg, auf einer Anhöhe am Westhange des Stöffel, eines Basaltberges. Die Struktur des Ortes ist geprägt durch die nahen Basaltbrüche, in welchen etwa seit dem Jahre 1900 der Abbau des Basaltgesteins betrieben wird. Sehenswert sind die mächtigen Bruchstellen und Gesteinsaufschlüsse im Stöffel.

Geschichte[Bearbeiten]

1261 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Enspels als Encenmulen.[2] Der ursprünglich zur Grafschaft Diez gehörende Ort fiel 1386 durch Erbschaft an das Haus Nassau-Dillenburg. Nach der Gründung des Rheinbundes 1806 wurde Enspel dem neugegründeten Herzogtum Nassau zugeschlagen. Nach dem Deutschen Krieg 1866 kam der Ort mit Nassau zu Preußen. Im 20. Jahrhundert wurde in der Fossiellagerstätte Enspel die Stöffelmaus gefunden.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Enspel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 74
1835 115
1871 112
1905 181
1939 257
Jahr Einwohner
1950 262
1961 255
1970 298
1987 273
2005 280

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Enspel besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Spanischer Schild in Gold und Blau mit Wellenschnitt gespalten. Rechts zwei schwarze gekreuzte Hämmer, ein Kipper- und ein Spalthammer, zusammen mit je einem Balat-Pflasterstein oben und unten. Links ein gezungter, rotbewehrter Löwe in Gold.

Der Löwe ist das Wappentier des Hauses Nassau. Ebenso sind Gold und Blau die Farben der Grafen von Nassau. Hämmer und Pflastersteine repräsentieren den Basaltabbau als wirtschaftliche Grundlage des Ortes. Die Wellenlinie symbolisiert die Hornister.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hellmuth Gensicke: Zur nassauischen Ortsgeschichte. Kirchspiel und Gericht Rotenhain. Nassauische Annalen 1968.
  • Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999.
  • Willi Müller-Behr: 100 Jahre Industrie-Dorf Enspel gestern und heute! Ortsgemeinde Enspel, Enspel 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Enspel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Müller-Behr 1993, S. 16.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen