Intrada

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Intrada (von it. entrata = Eintreten; engl.: entry; frz.: entrée; span.: entrada), auch Intrade bezeichnet in der Musik ein (meist kurzes) instrumentales Eröffnungsstück.

Intraden kamen im 16. Jahrhundert auf und wurden im 17. Jahrhundert weiterentwickelt. Sie dienten ursprünglich zur Eröffnung von Festlichkeiten, insbesondere zur Begleitung des Ein- oder Aufzugs hochgestellter Persönlichkeiten. Der Prototyp dieser Gattung, der auch mit Bezeichnungen wie Aufzug oder Signal tituliert wurde, wurde meist von Trompeten (auch als Tusch) gespielt und war durch einfache Motivik, geradtaktigen marschartigen Rhythmus und häufige Tonwiederholungen gekennzeichnet.

Daneben bildeten sich weitere Typen der Intrada aus:

Der Eröffnungscharakter rückt die Intrada in die Nähe von Introduktion, Ouvertüre und Praeludium, doch tritt im Gegensatz zu diesen Bezeichnungen der Name Intrada bereits Ende des 17. Jahrhunderts zurück.

Im 20. Jahrhundert wurde die Bezeichnung Intrada vereinzelt wieder aufgegriffen (z.B. von Joseph Ahrens, Carl Orff, Ernst Pepping).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Willibald Gurlitt, Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.):: Riemann Musik Lexikon (Sachteil). B.Schott’s Söhne, Mainz 1967, S. 414 f.
  •  Marc Honegger, Günther Massenkeil (Hrsg.): Das große Lexikon der Musik (Band 4). Herder, Freiburg im Breisgau 1987, ISBN 3-451-20948-9, S. 197.