Enyalios

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Ares-Enyalios wird oft mit seinen Symbolen Schwert, Helm und Schild dargestellt. Darstellungen von Enyalios als eigenständige Gottheit sind nicht bekannt.

Enyalios (altgriechisch Ἐνυάλιος, lateinisch Enyalius, der „Kriegerische“)[1] ist in der Griechische Mythologie in der Regel ein Beiname des Ares, er kommt aber auch als eigenständige Gottheit vor.[2]

Er wird als Gott des Kampfes oder auch als Gott des Schwertes bezeichnet. Nach Erzählungen ist er der Sohn von Ares und Aphrodite und so Bruder von Eros und sein wichtigster Begleiter. Eine andere Darstellung lautet, dass Enyalios bei einer kurzen Beziehung mit dem hübschen Mädchen Aleithina, die Ares verflossen war, herausgekommen ist. Er wird als sehr hübsch, allerdings auch als sehr grausam und kaltblütig dargestellt, ihm werden ebenfalls viele Verflossene nachgesagt, jedoch hatte er keine Nachkommen. Enyalos ist der Zwilling von Enyo und der Bruder der vielen Kinder von Ares und Aphrodite - so ist er Deimos und Phobos sehr verbunden. Oft wird er in einer Rüstung dargestellt, denn er hat den kriegerischen Teil seines Vaters geerbt. Seine Schönheit, die vielmehr die wilde Kraft und den mit ihm in Verbindung gebrachten Sadismus verschönigt und auch verbirgt, wird als ein Erbteil seiner Mutter angesehen.

Enyalios in der Primärliteratur[Bearbeiten]

In der Komödie Der Frieden von Aristophanes wird Enyalios kurz als eigenständiger Dämon des Krieges in der siebten Szene des ersten Aktes genannt.[3]

„Trygäos: (indem er den Göttern, die er nennt, die Spenden ausgießt)
Dem Hermes und den Chariten,
Den Horen und der Kypris und dem Eros dies!
Der Chor: Und Ares - ?
Trygäos: Nein!
Der Chor: Auch Enyalios nicht?
Trygäos: O nein!“

Aristophanes: Der Frieden, 1. Akt, 7.Szene

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://artflx.uchicago.edu/cgi-bin/efts/dicos/woodhouse_test.pl?pageturn=1&pagenumber=1009
  2. Digitale Bibliothek Bd. 18: Lexikon der Antike: Enyalios. , S. 1573, ISBN 978-3-89853-418-5
  3. Projekt.Gutenberg.de- Aristophanes: Der Friede. Abgerufen am 14. März 2010.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]