Epbach

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Epbach
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Blick von Waldenburg über das obere Tal des Epbachs auf den Ostteil der Hohenloher Ebene. Im Tal die Ober- und die Untermühle des Städtchens mit ihrem Mühlteich.

Blick von Waldenburg über das obere Tal des Epbachs auf den Ostteil der Hohenloher Ebene. Im Tal die Ober- und die Untermühle des Städtchens mit ihrem Mühlteich.

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2386786
Lage Baden-Württemberg
  Hohenlohekreis
Flusssystem Rhein
Abfluss über Ohrn → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle im beginnenden Hangwald Brunnenhölzle, ca. 200 m östlich von Waldenburg-Ziegelhütte
49° 10′ 41″ N, 9° 38′ 49″ O49.1781833333339.6469611111111465
Quellhöhe ca. 465 m ü. NN[1]
Mündung ca. 100 m westsüdwestlich der dortigen Epbachbrücke in Öhringen-Cappel von rechts in die Ohrn49.1982194444449.5288416666667229Koordinaten: 49° 11′ 54″ N, 9° 31′ 44″ O
49° 11′ 54″ N, 9° 31′ 44″ O49.1982194444449.5288416666667229
Mündungshöhe ca. 229 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 236 m
Länge 16,7 km[2]
Einzugsgebiet 30,9 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [3]
Mittelstädte Öhringen
Kleinstädte Waldenburg, Neuenstein

Der Epbach ist ein Bach im Hohenlohekreis im nördlichen Baden-Württemberg, der nach knapp 17 km Lauf im Ortsteil Cappel der Stadt Öhringen von rechts und Osten in die Ohrn mündet.

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Ursprung

Der Epbach entspringt auf etwa 465 m ü. NN in den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen an einer Waldweg-Mehrfachgabel im beginnenden Hangwald Brunnenhölzle, ca. 200 m östlich von Waldenburg-Ziegelhütte. Hier, an der oberen Stufenkante der Waldenburger Berge im Bereich eines sehr flachen Sattels, jenseits dessen keine 400 m weiter im Westsüdwesten der oberste Lauf der Bibers sich nach Süden kehrt, hat er sich eine schmale nordnordöstlich orientierte Waldschlucht gegraben.

Oberlauf bis zum Teilungsbauwerk

Keine 600 m nach der Quelle und etwa 70 m tiefer grenzt der Hangbach erstmals an die Wiesenflur am Ostabhang des Waldenburger Nordsporns. Nach über einem Kilometer Lauf tritt er endgültig aus dem Wald und passiert rechts die Waldenburger Obermühle, nach etwa 1,5 km durchfließt er die zwei zusammen etwa 1,1 ha großen Mühlweiher der Untermühle. Erst nach etwa 2,7 km hat er den Berghang, an dessen Fuß zuletzt Äcker lagen, auf etwa 355 m ü. NN ganz hinter sich gelassen und fließt nun recht flach und unverdolt im Brühl durchs Waldenburg-Kupferzeller Industriegebiet, wo er unter der Bahnlinie der Bahnstrecke Crailsheim–Heilbronn durchzieht; auf einem kurzen Stück ist er hier Grenzgewässer zur Gemeinde Kupferzell. Der Epbach setzt hier zu einer langsamen Linkskurve an, läuft unter der A 6 durch, die das Industriegebiet im Norden begrenzt. Er läuft dann in sehr gerade gezogener, von einem fast gehölzlosen Grünstreifen begleiteter Rinne in fast westlicher Richtung durch Ackerland zwischen der Autobahn im Süden und dem näheren Teil der Domäne Hohebuch hindurch. Nach insgesamt etwa 5 km Lauf und mit einem Einzugsgebiet von inzwischen etwa 5 km² erreicht er nun dicht an einem Feldweg auf etwa 342 m ü. NN ein Teilungsbauwerk.

Vom Teilungsbauwerk bis zum Kesselbach

Das Teilungsbauwerk leitet bei normalem Wasserstand den Abfluss durch ein links abgehendes unterirdisches Rohr in Richtung Südwesten unter der A 6 hindurch aufs Gelände der Waldenburger Kläranlage beim Fischhaus. Bei Hochwasser wird der Überschuss in gerader Linie weitergeleitet und fließt dann in den oberen Sall-Zufluss Hirschbach.[4][5] Das Gelände der Kläranlage durchquert der Bach wieder offen und wechselt anschließend wieder auf die Südseite der Bahntrasse. Danach fließt ihm von links der Bauzenbach zu, der, wie sein eigener oberster Lauf durch eine nordöstliche, hier durch eine nördlich laufende Erosionsbucht an der einen Seite des Waldenburger Nordsporns der Waldenburger Berge naht. Gleich darauf fließt der Epbach in den Teich beim Waldenburger Rebbichshof ein und tritt noch im Siedlungsbereich des Weilers aufs Gebiet der Stadt Neuenstein über. Künftig zieht er im Wesentlichen in westlicher Richtung vor dem Fuß der Waldenburger Berge im Süden der Hohenloher Ebene zu seiner Mündung. Auf den nächsten gut drei Kilometern gräbt sich der Bach langsam eine recht schmale Wiesenmulde, treu begleitet von der Bahnstrecke auf dem rechten Hügel. Rechts am Hang liegen nacheinander die drei kleinen Neuensteiner Weiler Pfaffenweiler, Hohrain und Obereppach. Mehrfach gehen kurze Nebengräben ab, das Wasser wenigstens des letzten in Untereppach versorgte früher eine Mühle. In Untereppach mündet von links der Kesselbach; am linken Hang über dem Zulauf liegt eine Mineralquelle im Unterkeuper.

Vom Kesselbach bis zur Mündung

Wenig danach passiert er den Weiler Eichhof am rechten Hang, sein Tal wird von der L 1036 überspannt und er tritt ins Weichbild der Kleinstadt und früheren Residenz Neuenstein ein. In seiner hier als Park angelegten Mulde fließt auf einem Abschnitt ein Seitenast, und er passiert den Schleifsee zu seiner Rechten sowie das Schloss Neuenstein, das im Westen und Süden von der großen Wasserfläche eines Kunstteichs umgeben ist, durch den ihm der Bernbach von rechts zufließt. Am Ortsrand von Neuenstein mündet von links der längste seiner Zuflüsse, der 4,5 km lange Eschelbach. Nach der Bernardtsmühle an seinem Lauf tritt er aufs Gebiet der Stadt Öhringen über. In dessen Dorf Eckartsweiler erreicht ihn mit dem Weinsbach sein einzig bedeutender rechter Zufluss. Keinen Kilometer weiter erreicht er die Ortsgrenze von Cappel, wo der Epbach nach einem Lauf von 16,7 km ungefähr auf 229 m ü. NN von rechts und in südöstlicher Richtung in die Ohrn mündet, die nach vorangehendem Nordlauf nun hier nach Westen dreht.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Epbach hat ein Einzugsgebiet von 30,9 km² Größe, das sich in Ost-West–Richtung etwa dreimal so weit erstreckt wie in Nord-Süd-Richtung. Im Norden grenzt das Epbach-Einzugsgebiet an das des lange nahen und fast parallelen Hirschbachs, der über die Sall abfließt. Im Osten konkurriert der Kupferzell-Westernacher Kupfer-Zufluss Rinnenbach, der nur etwa 200 m östlich des oberen Epbach-Laufs im Waldenburger Industriegebiet entsteht. Die Konkurrenten auf dem kurzen südöstlichen Teil der Wasserscheide sind Beltersroter Bach (zur Kupfer) und Goldbach (zur Bibers). Im Süden folgen als Konkurrenten die Bibers selbst, der Michelbach und der Söllbach, im Westen der Maßholderbach (die letzten drei zur Ohrn). Alle genannten konkurrierenden Vorfluter entwässern letztlich ebenfalls in den Kocher.

Den größten Anteil am Einzugsgebiet hat Neuenstein, einen kleineren östlich davon Waldenburg, den geringsten Öhringen im Westen.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Von der Quelle zur Mündung, erhoben aus LUBW-FG10/LUBW-SG10 und TK25. Wo möglich und sinnvoll mit Namen, Mündungsseite, Mündungsort und Länge. Gewässerverläufe, -längen, -flächen und Einzugsgebiete bevorzugt nach LUBW, Namen bevorzugt nach TK25. Längen auf volle hundert Meter, Flächen auf Zehntelshektar gerundet. Kursivierte Gewässernamen und Teile davon nach den Quellen, unkursivierte Bezeichnungen sind keine offiziellen oder gängigen Namen.

Ursprung des Epbach auf etwa 465 m ü. NN an einer Waldweg-Mehrfachgabel im beginnenden Hangwald Brunnenhölzle, ca. 200 m östlich von Waldenburg-Ziegelhütte.

  • Durchfließt RiverIcon-SmallLake.svg RiverIcon-SmallLake.svg zwei Mühlteiche an der Waldenburger Untermühle, zusammen etwa 1,1 ha.[6]
  • Intermittierender Zufluss vom Butzen herab, von links kurz vor der ersten Bahnunterquerung, 0,8 km.
  • Teilungsbauwerk beim Gewann Fasanenhof zum Hirschbach.
  • Bauzenbach, von links beim Rebbigshof, 2,0 km und 1,8 km².
  • Durchfließt RiverIcon-SmallLake.svg einen 0,4 ha großen Teich unmittelbar vor dem Rebbichshof.
  • Hangbach vom Heiligenbrunnen herab, von rechts, 0,3 km.
  • Passiert an dessen rechter Seite RiverIcon-SmallLake.svg einen 0,4 ha großen Teich zu Füßen von Neuenstein-Pfaffenweiler.
  • Abgang nach links des Schutzwiesenbachs, der nach 0,3 km bei Neuenstein-Hohrain wieder in den Bach zurückfließt.
  • Abgang nach links eines Nebengrabens, der nach 0,1 km bei Neuenstein-Obereppach wieder zurück wieder in den Bach zurückfließt.
  • Hangbach durch Obereppach, von rechts, 0,3 km.
  • Abgang nach rechts des etwa 0,3 km langen Untereppacher Mühlkanals, endet blind ohne erkennbaren Rückfluss.
  • Kesselbach, von links in Untereppach an der Epbachbrücke der K 2356 Neuenstein–Kesselfeld, 3,0 km und 2,8 km².
  • Abgang nach rechts eines 0,4 km langen Parallelgrabens in der Bachaue, der noch im beginnenden Park von Neuenstein wieder zurückfließt.
  • Passiert den RiverIcon-SmallLake.svg 0,2 ha großen Schleifsee nach dem Rückfluss des Parallelgrabens.
  • Bernbach, von rechts in Neuenstein unterhalb des Schlossparks, 1,2 km.. Durchfließt kurz zuvor im Schlosspark den RiverIcon-SmallLake.svg 0,7 ha großen Kunstteich.
  • Abgang nach rechts gleich danach der 0,4 km langen Parallelverdolung in Neuenstein, die nach dem Sportplatz zurückfließt.
  • Zufluss aus dem Weidenfeld, von links kurz vor dem Rückfluss der Verdolung in de Epbach selbst, 0,9 km.
  • Eschelbach, von links gegenüber dem Neuensteiner Tennisplatz, 4,5 km und 5,2 km².
  • Zufluss aus einer Mulde unterhalb des Gewanns Riedweg, von rechts unterhalb des Tennisplatzes, 0,8 km.[7]
  • Bach durch die Haberklinge, von rechts kurz vor Öhringen-Eckartsweiler, 1,2 km.
  • Weinsbach, von rechts in Eckartsweiler an der Brücke des Wachwegs, 2,6 km und 4,1 km².
  • Abgang nach rechts kurz vor Öhringen-Cappel eines 0,4–0,5 km langen Kanals, der im beginnenden Ortsbereich wieder zurückfließt.[8] Zwischen beiden Armen RiverIcon-SmallLake.svg ein 0,3 ha großer Teich.

Mündung des Epbachs nach einem Lauf von 16,7 km etwas westlich der Öhringen-Cappeler Epbachbrücke von rechts in die Ohrn.

Orte und Siedlungsplätze am Lauf[Bearbeiten]

Hohenlohekreis

  • Stadt Waldenburg
    • Obermühle (Weiler, links)
    • Untermühle (Weiler, links)
    • Am Bahnhof (Industriegebiet)
  • Kupferzell (nur kurzzeitig rechter Gebietsanrainer)
  • Stadt Waldenburg
    • Am Bahnhof (Industriegebiet)
    • Rebbigshof (Weiler)
  • Stadt Neuenstein
    • Rebbigshof (Weiler) ?[9]
    • Hohrain (Weiler, vor allem rechts)
    • Obereppach (Weiler, rechts)
    • Untereppach (Weiler)
    • Eichhof (Weiler, rechts)
    • Neuenstein (Zentralort)
    • Bernhardsmühle (Gehöft)
  • Stadt Öhringen

Geologie[Bearbeiten]

Der Lauf des Epbachs beginnt an einem Sattel in den Unteren Bunten Mergeln (Steigerwald-Formation), der zwei Hochflächen im Kieselsandstein (Hassberge-Formation) verbindet. Auf der in Fließrichtung linken steht die Waldenburger Kernstadt, rechts die Wälder auf dem Friedrichsberg. Der Epbach erreicht sehr schnell den Gipskeuper (Grabfeld-Formation), im Gelände kenntlich am unruhigen Hang. In diesem fließt er, noch ehe er die Übermühle erreicht, schon in einem Auenlehmstreifen, der sich im Waldenburger Industriegebiet am Hangfuß stark verbreitert. Am heutigen Teilungsbauwerk setzt sich dieser hier wieder sehr schmale Talfüllungsstreifen in beständiger Richtung fort zum oberen Hirschbach. Der hier verdolt unter einem Acker nach links geführte Normalablauf des Baches dagegen liegt, wie er nach Unterqueren der Bahnlinie an der Waldenburger Kläranlage wieder ans Tageslicht tritt, nahe dem Bauzenbach-Zufluss von links wieder in einem breiteren Auenlehmbereich. Nach dem Rebbigshof steht in der Talmulde und bald auch schon auf den Hängen der Unterkeuper an, in dem der Bach über den größeren Teil seiner Länge läuft. Etwa ab Eckartsweiler liegt der Talgrund dann im Oberen Muschelkalk, die wieder einsetzende Talfüllung weitet sich bis fast zur Mündung in die Ohrn, wo vermutlich eine Störung mit abwärtiger Tiefscholle das Tal quert.[10]

Etwa 300–400 m südwestlich des Neuensteiner Schlosses ist links des Baches in einem alten Unterkeuper-Steinbruch Lettenkeuper-Hauptsandstein in Flutfacies aufgeschlossen.[11] Auf dieselbe Schicht ging der Abbau in in einem verfallenen Steinbruch rechts des Baches knapp einen Kilometer vor Eckartsweiler. [12]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach dem Höhenlinienbild auf der TK25.
  2. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  3. Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-GEZG (Datensatzeinträge).
  4. Nach fernmündlicher Auskunft von der Waldenburger Gemeindeverwaltung.
  5. Das Höhenlinienbild der TK25 scheint einen natürlichen Talweiterlauf zum oberen Hirschbach nahezulegen, und auch die GK50-SFW zieht den hier schmalen Auenzonenstreifen geradewegs fort zum oberen Hirschbach.
  6. Fläche nach LUBW-SG10
  7. Die LUBW-FG10 zeigt hier eine zuletzt verdolte Trasse, die mit der dort ausgewiesenen Länge nicht zusammengeht. Ein flussabwärtiger Lauf nach der TK25 nördlich und westlich am Rande des Tennisplatzes vorbei ergibt eine stimmige Länge.
  8. Hat eine blinde Fortsetzung nach dem Rückflusszweig.
  9. Der Rebbighof rechnet zu Waldenburg, jedoch läuft die Grenze zwischen den Städten nach den LUBW-Karten mitten durch die Ansiedlung.
  10. Geologie nach GK50-SFW.
  11. Geotopbeschreibung (PDF) im Geotopkataster des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB).
  12. Geotopbeschreibung (PDF) im Geotopkataster des LGRB.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6823 Pfedelbach, 6824 Schwäbisch Hall, 6923 Sulzbach an der Murr, 6924 Gaildorf
  • „GK50-SFW“: Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers

  • der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
    • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
    • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
    • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
    • „LGRB-GTP“: Geotopkataster
    • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000