Episoriculus caudatus

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Episoriculus caudatus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Gattung: Episoriculus
Art: Episoriculus caudatus
Wissenschaftlicher Name
Episoriculus caudatus
(Horsfield, 1851)

Episoriculus caudatus ist eine Spitzmausart aus der Gattung Episoriculus. Sie ist in Südasien im Norden Indiens und in Nepal, in Zentral- und Südchina sowie in Myanmar verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 5,8 bis 7,4 Zentimetern zählt die Art zu den mittelgroßen Spitzmausarten. Der Schwanz erreicht eine Länge von 4,8 bis 6,7 Zentimetern und der Hinterfuß von 1,2 bis 1,6 Zentimetern. Die Rückenfärbung ist zimtbraun mit grauer Schattierung, die Bauchseite ist heller gefärbt. Dabei ist das Fell der Unterart E. c. umbrinus deutlich dunkler braun. Der Schwanz ist im Vergleich zu anderen Arten mit einer Länge von etwas mehr als der Hälfte der Kopf-Rumpf-Länge vergleichsweise kurz. Er ist oberseits einfarbig braun, bei E. c. sacratus mit einem zweiten Braunton, und unterseits weißlich braun gefärbt. Die Oberseiten der Hände und Füße sind ebenfalls weißlich und besitzen einige braune Haare in der Mitte.[1]

Der Schädel hat eine maximale Länge von 17 bis 19 Millimetern und entspricht damit dem von Episoriculus macrurus, besitzt jedoch eine längere und schmalere Schnauze. Die Spitzen der oberen Schneidezähne weisen auffällig große Zwischenräume auf.[1] Das Genom besteht aus einem diploiden Chromosomensatz von 2n = 64 Chromosomen.[2]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiete von Episoriculus caudatus

Episoriculus caudatus ist über weite Teile der Hochgebirge Südasiens, Zentral- und Südchinas und Teilen Südostasiens verbreitet. Das Gebiet reicht in Südasien vom Norden Indiens in Sikkim, Westbengalen und Uttarakhand bis Nepal. In der Volksrepublik China findet sich die Art in den Provinzen Xizang, Sichuan, Gansu und dem Südwesten von Yunnan, zudem lebt die Art im Norden von Myanmar.[3]

Lebensweise[Bearbeiten]

Der bevorzugte Lebensraum von Episoriculus caudatus befindet sich in mittleren Höhenlagen oberhalb von 2.200 Metern, wobei sie in den tieferen Lagen dichte Eichen-Rhododendron-Wälder und in höheren Lagen alpine Weiden besiedelt. Zudem lebt die Art an Waldrändern von Laub- und Nadelwäldern und bevorzugt flussnahe Habitate mit starker Bodenauflage oder steinige Böden mit Gras- und Moosbewuchs. Sie findet sich auch im Bereich von menschlichen Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.[1]

Die Fortpflanzungszeit fällt in zwei Perioden; im April bis Juni bekommen die Weibchen durchschnittlich sechs Jungtiere, im August bis Oktober drei bis fünf Jungtiere.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Episoriculus caudatus wird als eigenständige Art innerhalb der Gattung Episoriculus eingeordnet, die aus vier Arten besteht.[2] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung stammt von Thomas Horsfield aus dem Jahr 1851.[2] Ursprünglich wurde die auf Taiwan endemische Spitzmausart Episoriculus fumidus als Unterart von E. caudatus betrachtet, jedoch später als eigenständige Art beschrieben.[4]

Innerhalb der Art werden neben der Nominatform E. caudatus caudatus mit E. caudatus sacratus und E. caudatus umbrinus insgesamt drei Unterarten unterschieden.[2]

Bedrohung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des relativ großen Verbreitungsgebiets in Asien, ihrer guten Anpassungsfähigkeit und der angenommenen Bestandsgröße als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft.[3] Gefährdungen für die Art sind nicht bekannt und ein signifikanter Rückgang der Populationen wird nicht angenommen, regional kann sie durch Lebensraumveränderungen gefährdet sein.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert S. Hoffmann, Darrin Lunde: Hodgon's Red-Toothed Shrew. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 310.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Episoriculus caudatus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Episoriculus caudatus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: S. Molur, 2008. Abgerufen am 5. Juni 2013

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c d Robert S. Hoffmann, Darrin Lunde: Hodgon's Red-Toothed Shrew. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 310.
  2. a b c d Episoriculus caudatus. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  3. a b c Episoriculus caudatus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: S. Molur, 2008. Abgerufen am 5. Juni 2013
  4. Episoriculus fumidus. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.