Erbsen (Adelebsen)

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51.5833333333339.8055555555556195Koordinaten: 51° 35′ 0″ N, 9° 48′ 20″ O

Erbsen
Flecken Adelebsen
Höhe: 195 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37139
Vorwahl: 05506

Erbsen ist wie Barterode, Eberhausen, Güntersen, Lödingsen und Wibbecke eine der 6 Ortschaften um den Flecken Adelebsen und gehört zum Landkreis Göttingen. Das Dorf mit seinen rund 400 Einwohnern liegt etwa 12 km westlich von Göttingen im südlichen Teil Niedersachsens.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit wann der Ort Erbsen besteht, ist nicht bekannt. Die erste schriftliche Erwähnung ist aus der Zeit zwischen 826 und 876 in den Traditiones Corbeienses als Erpeshusen überliefert, die jedoch nur in einer Abschrift des 15. Jahrhunderts erhalten ist. Die Zuordnung zu Erbsen ist jedoch nicht unumstritten, die Urkunden der Traditiones Corbeienses könnten sich auch auf eine Wüstung bei Driburg beziehen. Die nächstältere Erwähnung stammt aus dem Zeitraum 1015 bis 1036 und befindet sich in der Vita Meinwerci. Der Ortsname wird dort Erpessun geschrieben. Es handelt sich um einen der in der Region sehr häufigen Ortsnamen mit der schon früh zu -sen bzw. -sun verkürzten Endung -hausen und einem alten Personennamen Erp als Bestimmungswort.[1]

Die alte Ortslage im Tal westlich des Hopfenberges wurde nach 1920 im Norden um ein durch die Bahn abgegrenzt davon liegendes Neubaugebiet entlang der Landstraße erweitert, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein weiteres Baugebiet Auf dem Höbel zwischen der alten Ortslage und der Bahn erschlossen.[2]

Am 1. Januar 1973 wurde Erbsen in den Flecken Adelebsen eingegliedert.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten]

Kirche St. Vitus

Eine Kirche in Erbsen wird 1446 erstmals erwähnt.[4] Die heutige Pfarrkirche St. Vitus wurde auf dem Kirchberg, einem Bergsporn des Hopfenberges, südlich außerhalb des Ortes errichtet. Sie ist im Kern mittelalterlich, wurde aber im 17. Jahrhundert umgebaut und später erweitert. Es handelt sich um einen Bruchsteinbau mit neoromanischer Rundapsis im Osten und einem dachreiterartigen schmalen Glockenturm im Westen. Das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Fachwerk-Pfarrhaus mit Nebengebäuden wurde 1795 auch auf dem Kirchberg angelegt.[2]

Sport und Vereine[Bearbeiten]

1964 wurde der SV Erbsen e.V. gegründet. Heute gibt es den FC Lindenberg Adelebsen e.V. von 2001, er ist Bezirksoberligist (Frauen) bzw. Kreisligist (1. Herren).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB). Teil IV, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, ISBN 3-89534-494-X, S. 133f.
  2. a b  Peter Ferdinand Lufen: Landkreis Göttingen, Teil 1. Altkreis Münden mit den Gemeinden Adelebsen, Bovenden und Rosdorf. In: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. 5.2, CW Niemeyer, Hameln 1993, ISBN 3-87585-251-6, S. 84f.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.
  4. Philipp Meyer: Die Pastoren der Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippes seit der Reformation, 2 Bde., Göttingen 1941/42, Bd. 1, S. 270: kerken to Erpsen, Urkunde im Freiherrlich von Adelebsenschen Archiv.