Erching (Moselle)

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Erching
Wappen von Erching
Erching (Frankreich)
Erching
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Volmunster
Gemeindeverband Pays de Bitche.
Koordinaten 49° 7′ N, 7° 16′ O49.1111111111117.2630555555556302Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 16′ O
Höhe 268–392 m
Fläche 6,76 km²
Einwohner 424 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 63 Einw./km²
Postleitzahl 57720
INSEE-Code

Erching (deutsch Erchingen) ist eine französische Gemeinde mit 424 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Erching liegt im Bitscher Land an der Grenze zum Saarland, etwa auf halbem Weg zwischen Sarreguemines und Bitche.

Der Ortsteil Guiderkirch liegt im Tal der Bickenalb. Der Hauptort Erching liegt etwas nordwestlich am Ende eines Seitentales.

Geschichte[Bearbeiten]

Erching vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs

Auf der Gemarkung wurden fünf gallo-römische Gebäude gefunden.

Erching wird 1150, Guiderkirch (deutsch Güderkirchen) 1315 als Rudelkirchen erstmals erwähnt. Seit 1790 gehören die Ortschaften zum Kanton Volmunster

In den Jahren 1944 und 1945, insbesondere in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges, war Erching Schauplatz schwerster Kriegshandlungen. Von November 1944 bis März 1945 verlief die Hauptkampflinie mitten durch Erching und Guiderkirch. Am 23. Februar 1945 führte schließlich ein Angriff der US-Luftwaffe zur vollständigen Zerstörung. Ein Drittel der damaligen Dorfbevölkerung kam bei den Angriffen ums Leben. Das Tagebuch der Erchingerin Anne Scheyer liefert eine ergreifende Darstellung dieser Zeit.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 382 346 369 428 425 473 440

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ein Denkmal neben der Bürgermeisterei erinnert an die Ereignisse des 23. Februar 1945.
  • Durch Guiderkirch führt der Europäische Mühlenradweg von Zweibrücken-Ixheim über Hornbach und Volmunster und weiter über Peppenkum zurück nach Ixheim.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Anne Scheyer: Les Quatorze Vendredis. Metz 1993.

Weblinks[Bearbeiten]