Eren Derdiyok

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eren Derdiyok

Eren Derdiyok (2008)

Spielerinformationen
Geburtstag 12. Juni 1988
Geburtsort BaselSchweiz
Größe 191 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1992–2005 BSC Old Boys Basel
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2006
2006–2007
2007–2009
2009–2012
2012–
2013–
BSC Old Boys Basel
FC Basel U-21
FC Basel
Bayer 04 Leverkusen
TSG 1899 Hoffenheim
→ Bayer 04 Leverkusen (Leihe)
18 (10)
18 (10)
63 (17)
90 (24)
19 0(1)
14 0(1)
Nationalmannschaft2
2006–2007
2007–2009
2007–
Schweiz U-19
Schweiz U-21
Schweiz
13 0(9)
7 0(8)
46 0(8)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 4. April 2014
2 Stand: 18. März 2014

Eren Derdiyok (* 12. Juni 1988 in Basel) ist ein Schweizer Fussballspieler kurdischer Abstammung, der auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt.[1] Seit 2012 steht er beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag, spielt derzeit aber auf Leihbasis bei Bayer 04 Leverkusen.

Karriere[Bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Eren Derdiyoks Eltern stammen aus dem (alevitisch-)kurdischen Siedlungsgebiet im Südosten der Türkei.[2] Sein Bruder Enver spielte auch Fussball. Er wurde in Basel geboren und spielte ab dem vierten Lebensjahr beim Basler Fussballclub BSC Old Boys Basel, für den er 2005 auch im Cup gegen den FC Basel spielte und dabei ein Tor erzielte.[3] 2006 wechselte er zum FC Basel und kam seither in der Schweizer Super League zum Einsatz.

Am 6. April 2008 gewann Derdiyok mit dem FC Basel den Swisscom Cup und somit seinen ersten Titel. Er spielte von Beginn an und traf zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 31. Minute. Zur Pause wurde er ausgewechselt.

Zur Saison 2009/10 wechselte Derdiyok zu Bayer 04 Leverkusen[4] in die deutsche Bundesliga, wo er am ersten Spieltag der Saison sein Debüt gab und gleich ein Tor erzielte. Er konnte sich als Vertreter für den langzeitverletzten Patrick Helmes gegen Theofanis Gekas durchsetzen und hatte mit seinen guten Leistungen Anteil an der Herbstmeisterschaft Leverkusens. Infolgedessen blieb er auch nach Helmes’ Genesung Stammspieler. Am Ende verpasste Bayer die Qualifikation zur Championsleague. In seinem zweiten Jahr gehörte Derdiyok lange erneut zur ersten Elf, kam in der zweiten Saisonhälfte aber zunehmend als Einwechselspieler zum Einsatz. Mit 32 Einsätzen war er dennoch mit Abstand der am häufigsten eingesetzte Stürmer der Mannschaft, die am Ende der Saison 2010/11 Vizemeister wurde.

Zur Saison 2012/13 wechselte Derdiyok zur TSG 1899 Hoffenheim. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2016.[5]

Allerdings litt seine Leistung und die vieler anderer 1899-Profis unter den hohen Ansprüchen und schließlich wurde er mit mehreren Profis der ersten Mannschaft von dem neuen Trainer Gisdol in die sogenannte "Trainingsgruppe 2" degradiert. Am 30. August 2013 kehre Derdiyok schließlich bis zum Ende der Saison 2013/14 auf Leihbasis zu Bayer 04 Leverkusen zurück.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 24. Januar 2008 bekam Derdiyok seinen ersten Einsatz für die Schweizer A-Nationalmannschaft bei der 1:2-Niederlage am 6. Februar gegen England im Wembley-Stadion. Bei seinem Debüt schoss er in der 57. Minute sein erstes Tor für die Nationalmannschaft zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz stand er im Aufgebot der Schweiz und kam zu drei Einsätzen.

Am 26. Mai 2012 erzielte Derdiyok drei Tore beim überraschenden 5:3-Sieg gegen die deutsche Nationalmannschaft, dem ersten Schweizer Sieg gegen die Deutschen seit 1956 .[7]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

FC Basel
Bayer Leverkusen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EM-08.info
  2. Eren Derdiyok im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Die alten Knaben von Basel, kurzpass.ch vom 25. Juni 2011
  4. Kicker: Projekt Zukunft läuft - Eren Derdiyok sagt Ja!, 17. November 2008
  5. Eren Derdiyok verstärkt die Offensiv-Abteilung der TSG
  6. Eren Derdiyok wechselt auf Leihbasis zu Bayer Leverkusen
  7. Deutschland verliert 3:5 gegen die Schweiz, 26. Mai 2012