Erfindung des Radios

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der der Erfindung des Radios in technischer Hinsicht und seinem Anfang als Medium. Zur Entwicklung des Strukturen des Hörfunks: ↑ siehe Geschichte des Hörfunks.
Geschichte der Erfindung des Radios (Zeittafel)
1820 H. C. Ørsted - Erste Beobachtung von Elektro-
   magnetismus
, weitere Erforschung durch
   A.-M. Ampere, F. Arago und M. Faraday.
1861 J. P. Reis - Erster drahtgebundenerSprech-/
   Hörapparat, Basis späterer Telefone & Kopfhörer.
1873 J. C. Maxwell - Wellentheorie
1881 C. Ader - Erfindung des drahtgebundenen
   Hörfunk, dem Theatrophon.
1886 T. Calzecchi-Onesti - Erfindet ersten Kohärer.
1888 H. Hertz - Nachweis der von Maxwell voraus-
   gesagten elektromagnetischen Wellen, dabei
   gelingt eine 10 Meter weite Übertragung.
1892 D. E. Hughes - Erste drahtlose elektro-
   magnetische Morsesignalübertragung.
1893 N. Tesla - Führt seine drahtlose Übertragung
   vor.
1895 A. S. Popow - Gelingt Übertragung 190 m weit.
1901 G. Marconi - Gelingt Übertragung von einem
   Morsesignal über den Atlantik.
1906 G. W. Pickard - Patent für erstes Detektorbau-
   teil
auf Halbleiterbasis. (Ablösung des Kohärer)
V. Poulsen - Stellt Lichtbogensender vor,
   überträgt als erster Sprache & Musik.
R. Fessenden - Erste Übertragung von
   Sprache & Musik mit Programmcharakter.
1909 C. D. Herrold - Erster Nachrichten-Sender.
1910 Frz. Post- & Telegraph - Erster Zeitzeichen-
   Sender auf dem Eiffelturm.
1916 F. Conrad - Erstes Hörfunkprogramm.
1919 H. Schotanus à Steringa Idzerda - Erste
   kommerzielle Radiostation.
1926 NBC - Erste nationale (landesweit sendende)
   Radiostation Nordamerikas.
1929 Radio Moskau - Erste internationale Radio-
   station.

Die Geschichte der Erfindung des Radios (Latein radius ‚Strahl‘) ist eine Reihe von Ereignissen im Zeitraum des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie ist Bestandteil der Technikgeschichte ist und als auditives Tertiärmedium ebenso der Mediengeschichte.[1]

Rezeption[Bearbeiten]

Die Erfindung des Radios basiert in technischer Hinsicht auf:

und in medialer Hinsicht auf Medien u. a.:

Technische Aspekte[Bearbeiten]

Der rasante Aufstieg vom Hörfunk (schweizerdeutsch Rundspruch, englisch radio broadcast) beeinflusste in den 1920er und 1930er Jahren wiederum die Forcierung der Entwicklung besserer Sende- und Empfangs- und Aufzeichnungstechnik für das Radio.

Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse über elektromagnetische Wellen, insbesondere über Radiowellen entstand eine Wissenschaftsdisziplin, die

Die Entwicklung des Radios hatte Einfluss auf die

Außerdem wurde die Entstehung mehrerer Funkdienste, vor allem per Sprechfunk wie dem

Aspekte als Medium[Bearbeiten]

Die Erfindung des Radios ermöglichte die Entstehung des Radio bzw. Hörfunk als One-to-All-Medium und die Entwicklung zum ersten elektronischen Massenmedium, das erstmals

  • breitenwirksam (hohe mediale Reichweite),
  • unabhängig von gesellschaftlichem Stand,
  • ohne spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten genutzt werden konnte sowie
  • Empfängsgeräte kostengünstig industriell oder im Selbstbau herzustellen waren.

Durch die einfache Möglichkeit der Teilhabe an diesem Medium ergaben sich auch neue Perspektiven der Teilhabe der Bevölkerung am gesellschaftlichen Leben bzw. politischen Wirken.

Diese Eigenschaften des Mediums Radio bzw. Hörfunk waren in Tragweite einschließlich ihrer Bewertung unter damals zeitgenössischen Autoren der 1920er Jahre u.a. in Deutschland wie z.B. H. Bredow und anderen umstritten bzw. unterschiedlich kommentiert.[2]

Mit dem Medium Radio bzw. Hörfunk beschäftigten sich mehrere Radiotheorien.

Entwicklung der Übertragungstechnik[Bearbeiten]

Naturwissenschaftliche Grundlagen[Bearbeiten]

Beitragende Wissenschaftler

Beobachtungen[Bearbeiten]

Um für die heutige Nachrichtentechnik, einschließlich der Hörfunktechnik eine drahtlose Übertragung von Tönen zu ermöglichen, waren die Erkenntnisse des 18. und 19. Jahrhunderts, vor allem aus zwei Gebieten der Wissenschaft wichtig, der Physik und der Mathematik. Die ersten Beobachtungen magnetischer Auffälligkeiten erfolgen durch Hans Christian Ørsted, André-Marie Ampère und François Arago.

Theorien[Bearbeiten]

Der britische Universalgelehrte Michael Faraday beschrieb in seinem Buch „Historical Sketch of Electro-Magnetism" die Beobachtungen von Ørsted, Ampère und Arago und fasste erste schlussfolgernde Theorien dieser Wissenschaftler zusammen. Mit diesem wissenschaftlichen Werk legte Faraday zusammen mit seinen erfolgreichen und sehr umfangreichen Experimenten zur Elektrizität und zum Magnetismus die wissenschaftliche Grundlage für viele technische Erfindungen.

An Faradays Arbeiten knüpfte der schottische Physiker James Clerk Maxwell an, indem er sie systematisierte und sie in Differentialgleichungen visualisierte. Maxwell erforschte auch die theoretischen Grundlagen der Übertragung von Informationen, woraus 1864–1873 eine umfassende Betrachtung – die Wellentheorie entstand. Dargestellt in den nach ihm benannten Maxwellsche Gleichungen, welche die mögliche Existenz von sich bewegenden schwingenden elektrischen und magnetischen Feldern, voraussagte.

Wissenschaftle Versuche

Versuche[Bearbeiten]

Der Physiker und Mathematiker, Professor Heinrich Hertz überprüfte 1886 bis 1888 Maxwells wissenschaftliche Darlegungen durch Experimente. Er entwickelte dafür einen Oszillator, einem Apparat zur Erzeugung von elektrischer Schwingungen, womit Hertz die Richtigkeit Maxwells vorausgesagter Wellentheorie sowie die Existenz elektromagnetischer Wellen, nachweisen konnte. Durch die Sende- und Empfangsversuche mit seinem Oszillator gelang Hertz 1888 die erste Übertragung über eine Distanz von 10 Metern. Für seine Oszillator-Versuche benutzte er abwechselnd – mehrere bereits vorhandene Apparaturen, beispielsweise Funkeninduktoren, Leidener Flaschen und Spulen (Reiss bzw. Knochenhauer)[3]

Mit seinem eigenen Werk und der Bestätigung der Arbeiten seiner wissenschaftlichen Kollegen von Ørsted bis Maxwell, ist Heinrich Hertz Wegbereiter der drahtlosen Übertragungen für die Telegraphie und das Radio. Die Maßeinheit, die die Frequenz beispielsweise auf der Skala von Funkgeräten und Radios dargestellt, trägt seinen Namen – Hertz (Hz).

Signalerzeugung[Bearbeiten]

Erfindungen zur Schallwandlung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mikrophon

Die erste Aufgabe eines Hörfunksenders ist die Signalerzeugung. Zu ihr gehört neben der Schallaufzeichnung die Schallwandlung, die Schallwellen der Töne (Sprache, Musik) in Elektrizität umzuwandeln. Auch hier waren Erkenntnisse vor allem der Forschung in der Physik, speziell über elektrischen Magnetismus und über die Akustik, grundlegend für die Entwicklung wichtig. Zu erwähnen sind Joseph Henry, Hendrik Antoon Lorentz, Charles Augustin de Coulomb und Hermann von Helmholtz.

1861 erfand der Physiker Johann Philipp Reis als Erster einen brauchbaren Apparat mit der Fähigkeit der Umwandlung von Schall in einen schwachen elektrischen Strom und umgekehrt. Das Reis’sche Telephon funktionierte nach dem Vorbild des menschlichen Ohres folgendermaßen (siehe Bild oben):

  • Mit dem Sprechen in einen Schalltrichter (ähnlich dem Gehörgang) durch eine Tierhaut als Membran (ähnlich dem Trommelfell) verschlossenen ist, entstanden durch den Schalldruck verstärkt Luftwirbel bzw. -bewegungen, die die Membran in Schwingungen versetzten und damit ein Platinplättchen von einer rückstellenden Feder weg drücken konnten.
  • Die Bewegungen lösten einen Strom aus, der über einen Draht abgeleitet wurde.
  • Die Rückwandlung (das Hören) erfolgte über eine sich im gleichen Takt bewegende Stricknadel aus Eisen. Sie befand sich in einer um sie herum aus Kupferdaht gewickelten Spule, durch die der eben von der Sprecheinheit (dem Kontaktmikrophon) erzeugte Strom floss und die Bewegung der Nadel verursachte. Hier diente nun ein Holzkästchen, in dem diese Gerätschaft angebracht war, zur Verstärkung (quasi wie der Eingangs-Trichter) der zu hörenden Schallwellen. Reis nannte seine Erfindung Telephon. Allerdings wurde zu dieser Zeit in Reis’ Heimatland Deutschland nicht den Wert dieser Apparatur erkannt, sodass seine Erfindung letztendlich nur als Grundlage für weitere Schöpfungen Anderer diente. Die Erfindung erreichte internationalen Bekanntheitsgrad, weil Reis zahlreiche Demonstrationsmodelle, die er von Johann Valentin Albert herstellen ließ, zahlreich, auch in den USA verkaufte.

Eine Weiterentwicklung der Sprecheinheit des Reis’schen Telephons, dem Mikrophon, erzielte neben Alexander Graham Bell im Jahre 1876, ein Jahr später, der Deutsch-Amerikaner Emil Berliner, Absolvent des Cooper-Institutes. In Bells Firma erreichte Berliner seine Verbesserung mit der Ergänzung eines Stücks Graphit, ähnlich der, wie sie in dieser Zeit bereits in Elektromotoren Anwendung fand. Als eigentlicher Erfinder des Kohlemikrofons gilt aber Professor David Edward Hughes, ein US-amerikanisch-britischer Wissenschaftler, der ebenfalls wie Bell von Johann Philipp Reis einen Musterapparat abkaufte und dessen Prinzip des Kontaktmikrofphons weiter verbesserte.

Das Mikrophon als Schallwandler erlebte durch Henry Hunnings noch eine weitere Qualitätssteigerung in puncto Sprachverständlichkeit mit dem Einsatz von noch feineren Körpern als Stückchen und Stäbchen, den Kohlekörnern. Letztlich konstruierte Anthony C. White 1890 (eingetragen als US-Patent 485311 am 1. November 1892) das erste Prinzip des Studiomikrophons, welches drei Jahrzehnte bei Radioübertragungen in aller Welt Anwendung fand, in Telefonapparaten noch sogar bis in die 1970er Jahre. Der Werkstoff Graphit wurde später durch Elektrographit mit besseren Eigenschaften ersetzt.

Erfindungen zur Schallaufzeichnung[Bearbeiten]

1877 stellte Thomas Alva Edison einen Zinnfolienphonographen, sein erstes brauchbares und noch rein mechanisch arbeitendes Verfahren zur Tonaufzeichnung, vor. Später wurde der Phonograph durch Emil Berliners Grammophon abgelöst. Mit dem Telegraphon dem Vorläufer von Tonbandgeräten entwickelte Valdemar Poulsen in weiteres Verfahren zur Aufzeichnung. Er erreichte dafür das Patent 1898.

Diese Apparate hatten für das spätere Radio große Bedeutung, weil so z. B. Musik, Reden oder Hörspiele aufgezeichnet und völlig unabhängig von Aufnahmeort und -zeit sowie beliebig oft gesendet werden konnten. Damit gab es eine Alternative zur aufwendigeren Direktübertragung von Tonwerken, die vom Studio oder andernorts sofort übertragen werden mussten.

Signalübertragung[Bearbeiten]

Pionierleistungen[Bearbeiten]

Die zweite Aufgabe eines Hörfunksender ist es, die mittels Schallwandlung erzeugten bzw. durch Schallaufzeichnung gespeicherten Signale zum Empfänger zu transportieren. Mitte des 19. Jahrhunderts begann eine besondere Zeit für die gesamte Nachrichtentechnik, speziell des Funks mit vielen Erfindungen und Versuchen mit der Zielsetzung der drahtlosen Übertragung. Die erste bekannte Möglichkeit der drahtlosen Übertragung war die der Induktion. Damit waren aber nur kurze Strecken im Bereich einiger Zentimeter zu überbrücken und damit keine akzeptable Reichweite zur Aussendung von Informationssignalen erlaubte.

Die Pioniere der drahtlosen Übertragung waren nicht nur Wissenschaftler, sondern zunehmend Ingenieure und auch Laien. Diese Phase war geprägt von Teilerfolgen, zu frühen Entwicklungen, Parallelentwicklungen und Fehlversuchen. Auffällig war außerdem, dass letztlich niemand es allein schaffte, weder für die Telegraphie- noch für Rundfunktechnik erfolgreich zu sein. Der Erfinder italienisch-irischer Abstammung Guglielmo Marconi äußerte sich dementsprechend:[4]

My chief trouble was that the idea was so elementary, so simple in logic that it seemed difficult to believe no one else had thought of putting it in practice

David Edward Hughes entwickelte, wie erwähnt das Reiss´sche Telephon weiter. Er ergänzte die Sprecheinheit des Apparat mit Stäbchen aus Graphit. 1878 begann er dann Experimente mit einem auf Induktion basierenden eigenen Sprech-Apparat, den er mit diesem Kohlemikrofon bestückte. Als Ergebnis präsentierte er im Februar 1880 der Royal Society ein Gerät, das vorher gesprochene Worte wiedergab. Damit fand durch Hughes erstmals eine Übertragung von Sprachsignalen, die jedoch noch nicht als Sprache, sondern eher als Lärm identifiziert werden konnten, statt. Es folgten in den nächsten Jahren weitere Erfinder mit ähnlichen Apparaten, wie der US-Amerikaner Nathan Stubblefield und der Brasilianer Roberto Landell de Moura. Jedoch gelang auch ihnen nicht der Durchbruch.

4 Monate nach der Präsentation Hughes gelang am 3. Juni 1880 Alexander Graham Bell und Charles Sumner Tainter eine Vorführung, einer in puncto Qualität und Reichweite der Induktion, erheblich überlegeneren Technik. Diese wesentlich effektivere Möglichkeit der drahtlosen Übertragung, funktionierte mittels gebündelter Lichtstrahlen. Bell und Tainter konstruierten quasi ein Lichttelephon und erfanden dazu das Photophon. Obwohl das die weltweit erste erfolgreiche drahtlose Übertragung von verständlicher Sprache überhaupt war, setzte sich diese Technik nicht durch und erlangte so, weder für die Entwicklung des Telephon, der Telegraphie oder für des Radios, keinerlei künftige Bedeutung. Allerdings findet das Prinzip in anderer Form in der gegenwärtigen Nachrichtentechnik beispielsweise als Optokoppler und im optischen Richtfunk durchaus Anwendung.

Zeichnung der Versuchsanordnung von Branly mit seinem Kohärer/Fritter

1886 erfand der italienische Professor für Physik Temistocle Calzecchi-Onesti ein sehr wichtiges Bauteil für den Empfang – den Kohärer, auch als Fritter bezeichnet. Ein recht einfaches Gerät, das wie der Dipol von Hertz auf ausgesendete Radiowellen im physikalischen Sinn reagierte, was aus Elektroden und einem Glasrohr gefüllt mit Eisenspänen bestand, die beim Feilen des Metalls anfallen. Die frühe Erfindung des Italieners wurde jedoch kaum beachtet und hatte wie beispielsweise das Telephon von Reiss, keinen direkten Einfluss auf die Entwicklung.

Auch D. E. Hughes entwickelte einen Kohärer, den er für einen ebenfalls von ihm konstruierten Empfänger verwendete. In einem Antwortbrief von ihm, den das von 1861 bis 1952 erschienene, renommierte britische Technikmagazin „The Electrician“ 1899 veröffentlichte, beschreibt Hughes seine durchgeführten Experimente zwischen 1879 und 1896. Demzufolge arbeitete er bei den Tests nicht mehr an der Übertragung mittels elektromagnetischer Induktion, sondern mit einem nach dem Vorbild des Oszillator von Hertz weiterentwickelten, sogenannten Knall-Funkensender (engl. spark-gap transmitter bzw. spark-gap radio). Sender und Empfänger der übertragenen Morsesignale, befanden innerhalb Hughes Londoner Wohnung in der Great Portland Street, aber in getrennten Räumen. Anfänglich bewältigte die Versuchsanordnung von Hughes, bereits 1892 eine Distanz von 15 m, was er im Freien bis auf 500 m steigern konnte[5]

Nikola Tesla, ein serbischer Wissenschaftler und Ingenieur begann sich 1891 mit dem Thema der Radioübertragung zu beschäftigen. 1893 präsentierte er Übertragungsgeräte, die beachtliche Reichweiten aufzeigten, aber auch noch immer „stumm“, ohne Sprache blieben. Sein Beitrag sind für die Entwicklung des Radios, durch seine Versuche zuverlässig herstellbare, stabile Funkfrequenzen und seine umfassenden Publikationen und Patente. Allerdings vernichtete 1895 ein Feuer seine fertige Anlage. Auch der britischer Physiker Oliver Lodge konnte 1894 der „Royal Society“ eine Apparatur mit einem Kohärer (einer Verbesserung des 1890 vom Physikprofessor Édouard Branly entwickelten Kohärers) vorstellen, übertrug allerdings ebenso wie Tesla noch reine Funksignale. Sein Empfängerkonzept, das er zusammen mit Alexander Muirhead entwickelte, war mit dem erwähnten Kohärer eine Konstruktion eines brauchbaren Empfängers, der für die drahtlose Funksignalübertragung einen beachtbaren Erfolg darstellte. Er verkaufte die Ergebnisse der Forschung 1912 an Marcony. Sein Verdienst waren neben seinen technischen Experimenten und er den englischen Begriff des Coherers für Branlys Erfindung prägte, die Publizierung der Möglichkeiten sowie des damals bisher erreichten Erfolge der drahtlosen Übertragung.[6] Ebenfalls 1894 führte der indische Physiker, Jagadish Chandra Bose das Ertönen einer Glocke bzw. Klingel, „ferngesteuert einschaltete“ durch eine Funkübertragung über etwa 1,6 Kilometer vor.

1895 präsentiere Guglielmo Marconi sein erstes drahtloses Übertragungsgerät, mit einer um 1 Kilometer weiteren Entfernung als Boses ferngesteuerter Glocke. Im Sommer 1895 entdeckte er bei weiteren Versuchen in den Schweizer Alpen im Walliser Ort Salvan, dass Radiowellen, entgegen der bisherigen Lehrmeinung sich nicht nur gradlinig ausbreiten.[6] Sein Knallfunkensender funktionierte nach folgendem Prinzip:

  • Der erste Kondensator wurde mit bis zu 100 Kilovolt aufgeladen.
  • Sprang der Funke über, entstand mit dem Kondensator auf der anderen Seite eine Parallelschaltung und es entstand der Sendestrom, der über die Antenne abgegeben wurde.
  • Um den Vorgang zu wiederholen um erneut zu senden, musste aber erst entladen werden. Dies passierte durch einen Widerstand im Stromkreis des ersten Kondensators und verursachte einen sehr lauten donnerhaften Knall.
  • Dass dieser nacheinander stattfindende Prozess Aufladen-Senden-Entladen noch nicht sehr effektiv sein konnte, ist leicht zu verstehen. Und ein akzeptabler Wirkungsgrad konnte nur durch sehr hohe Spannungen erzeugt werden. Außerdem ermöglicht dieses Prinzip der Knall-Funkensender, nur eine unvollständige, gedämpfte Übertragung und war damit ungeeignet Sprache zu senden. Auch die Weiterentwicklung zum Lösch-Funkensender änderte nichts daran.
Marconis Geräte, mit denen er es 1901 schaffte, über den Atlantik zu funken

Aus den Äußerungen von Marconis Tochter Degna geht nicht hervor, wessen Kohärer ihr Vater speziell für seine Empfangsversuche verwendete, Zitat: a tube of glass with pulverized metal based on much that was already published by Hughes, Calzecchi-Omesti, Branly and Lodge.[4] Was bestätigt, das Marconi sie alle kannte. In seiner Denkschrift (Lecture) Wireless telegraphic communication[7] zur Verleihung des Nobelpreises an ihn schrieb er 1909 jedoch, dass er den Kohärer von Branly anfänglich zwar verwendete, dieser sich für ihn als nicht brauchbar herausstellte. Welchen er stattdessen benutzte, ist nicht veröffentlicht. Er beschreibt in dieser Nobel-Lecture seine Versuchsapparatur des Senders, die eine auf Weiterentwicklung des Hertz’schen Oszillators durch den italienischen Physiker Augusto Righi wäre, sowie der Kohärer sei nun aufgrund seiner selbst durchgeführten Materialwechsel von Nickel/Silber zu zwei Silberkontakten verbessert. Im Jahre 1897 schaffte Marconi mit seiner ausgewählten Technik eine drahtlose Übertragung über die Distanz von fünf Kilometern. 1899 gelang ihm die Überbrückung des Ärmelkanals und 1901 des gesamten Atlantiks, bei der er den Morsecode eines Buchstaben, den des S übertrug.

Wer und vor allem wann letztendlich Mikrofon, Kohärer und Hörer sowie die weiteren Bauteile erstmals erfolgreich zusammensetzte und so den ersten einen funktionierenden morse-signalübertragenden Sender und -empfänger konstruierte, ist bis in die Gegenwart unklar geblieben. Ein möglicher Anwärter könnte der aus Madrid stammende Offizier Julio Cervera Baviera (* 1854; † um 1929) angesichts seiner beachtlichen Übertragung zwischen Alicante und Ibiza von 1902[8] sein, der nach der Beendigung einer Zusammenarbeit mit Marconi als Assistent, in Spanien selbst entsprechende Patente 1899 anmeldete.

Aber auch die Apparaturen Alexander Popows, die schon am 7. Mai 1895 in der Staatlichen Universität Sankt Petersburg über 190 m übertrugen, müssen in Betracht gezogen werden. Im Dezember 1895 veröffentlichte Popow seine Gerätebeschreibung ausführlich in einer russischen Fachzeitschrift. Am 24. März 1896 übermittelte seine Versuchsanordnung die Worte „Heinrich Hertz“, also 13 Buchstaben an eine 250 Meter entfernte Empfangsstation. In Frankreich arbeitete er mit Eugène Ducretet, der auch Sendeversuche unternahm, und mit Édouard Branly, dessen Kohärer er für seinen Empfänger verwendete, zusammen. Popow leitete auch Experimente mit seiner Apparatur auf Schiffen der russischen Flotte und kam 1900 auf die Rekordentfernung von 112 Kilometern. Für die Pionierleistungen empfing Popow Ehrungen auf dem Internationalen Elektrizitätskongress 1900 in Paris.

Ton-Sendeversuche[Bearbeiten]

Da Knall- und Löschfunkensender nur einen Teil der Wellen in gedämpfter Form sendeten, konnten sie zwar Morsesignale übertragen, aber noch nicht zur Grundlage der ersten erfolgreichen Ton-Sendeversuche werden. Erst der britische Physiker, William Du Bois Duddell unternahm erfolgversprechende Experimente mit Lichtbögen. Im Dezember 1900 stellte er seine „Singing Arc Lamp“ vor. Der Physiker und Ingenieur Valdemar Poulsen aus Dänemark, damals bekannt bereits durch sein erfundenes Telegraphon, entwickelte 1902 aus Duddels Lamp einen Lichtbogensender. Im Unterschied zum Knall-Funkensender wurden zwei andere Elektroden eingesetzt. Eine luft- oder wassergekühlte starre, positive und aus Kupfer sowie eine negative aus Kohlenstoff, die sich um die erste dreht. Mittels Gleichstrom, der über Drosselspulen zu den Elektroden geführt wird, entsteht dort ein Lichtbogen. Parallel zu den Polen des Bogens ist wie bereits bei der Funkenstrecke der gedämpften Sender eine Induktionsspule geschaltet, die dann die erzeugte Sendeenergie über die Antenne abführt.

Poulsen und sein Mitstreiter Peder Oluf Pedersen ein Physiker, verbesserten gemeinsam bis 1904 den Kohärer als Empfangsbauteil zum sogenannten „Tikker“ (dt. sinngemäß: Klopfer) einer Art Unterbrecher, laut Literatur auch Schleifer[9] genannt, wodurch die mittels Lichtbogensender gesendeten gesprochenen Worte als Summton wahrgenommen wurden. Somit fand nachweislich mit diesem Verfahren, das noch in puncto Übertragungsqualität verfeinert wurde, der Empfang nun von drahtlos übertragenen Tonsignalen statt. Der Lichtbogensender ermöglichte das durch Aussenden von ungedämpfter Signale.[10] Dieses nun erstmals mögliche, gleichmäßige Senden revolutionierte aber auch die übrige drahtlose Nachrichtentechnik, da Telegraphie- bzw. Morsesignale wesentlich deutlicher und störungsfreier übertragen werden konnten.

Das US-amerikanische National Bureau of Standards konstatierte die durch Poulsens Technik erreichte sprunghafte Erhöhung von Effektivität folgendermaßen: „the arc is the most widely used transmitting apparatus for high-power, long-distance work. It is estimated that the arc is now responsible for 80 per cent of all the energy actually radiated into space for radio purposes during a given time, leaving amateur stations out of consideration[11].“ Das in den USA bekannte Technik-Magazin Popular Mechanics titelte 1907: „Poulson wireless progressing” „dass Valdemar Poulsen nach seiner bisher längsten erreichten Übertragungsweite von Tönen über 760 Meilen (entspricht ungefähr der Entfernung zwischen Kopenhagen und den im Atlantik liegenden Färöer-Inseln) – in kürze ein Pedant zu seinem Sender Lungby in Dänemark in den USA errichteten wird, um nun die Übertragung von Tonsignalen über den gesamten Atlantik zu ermöglichen“ (Popular Mechanics: Juni 1907).[12]

Die industrielle Fertigung der Sender von Poulsen unter seiner Lizenz, übernahmen vor allem für Europa hauptsächlich die Firmen C. Lorenz AG und Telefunken. Sie sorgten damit für eine hohe Verbreitung der Technik besonders in Deutschland, Polen und Österreich.

Reginald Fessenden und Charles P. Steinmetz sowie Ernst Fredrik Werner Alexanderson begingen einen anderen Weg und konstruierten Maschinensender, die ursprünglich als Alternatoren bezeichnet wurden und mittels eines Motors, der einen Generator antrieb, Funkwellen erzeugten. Die erste Firma, die diese Alternatoren für die Maschinensender herstellte, war General Electric aus den USA. Der letzte noch funktionierende Sender (Rufzeichen SAQ) dieser Art steht als Museumssender im südwestschwedischen Grimeton

Entwicklung der Empfangstechnik[Bearbeiten]

Die Technik[Bearbeiten]

Detektor-Empfänger[Bearbeiten]

Die einfachste Form einer Schaltung des Detektorprinzip. Das größte der 5 Elemente in der Abb. ist die Schwingkreis-Spule mit einem Gleiter (slide) zur Sendereinstellung
Hochohmiger Kopfhörer für den Rundfunkempfang, eine Kapsel ist geöffnet und zeigt die Magnetspule.

Bereits die Empfänger bei den Funk- bzw. Telegraphieversuchen von Branly, Popow, Marconi und einiger anderer funktionierten zwar schon nach dem gleichen Prinzip des einfachsten Geradeausempfängers, des Einkreiser, aber noch ohne einen Kristalldetektor-Schwingkreis. Das Induktor-Empfangsbauteil des Kohärers bzw. Fritters besaß jedoch eine zu geringe Empfindlichkeit, um damit Sprache oder gar Musik empfangen zu können.

Der deutsche Physiker Ferdinand Braun beobachtete eine Anomalie von elektrischer Leitfähigkeit bei nichtmetallischen Werkstoffen wie Bleisulfid entgegen dem Ohmschen Gesetz. Er entdeckte und beschrieb mit seiner Veröffentlichung 1874 „Ueber die Stromleitung durch Schwefelmetalle“, weltweit erstmals den Gleichrichtereffekt von Halbleitern. Vermutlich weil Braun später mit Marconi an Experimenten zur drahtlosen Telegraphie zusammenarbeitete und beide an Sendern experimentierten die nicht zur Übermittlung von Tonsignalen vorgesehen waren, flossen Ferdinand Brauns beachtliche Ergebnisse seiner frühen Halbleiterforschung in diese Experimente nicht ein.[13] Ob Braun die Chance, wenn Halbleiterkristalle bereits in ihre Empfängern eingesetzt worden wären, nicht erkannte oder ob ihn etwas anderes daran hinderte zuverlässige und empfindlichere Kristalle anstatt des Kohärer zu verwenden, ist nicht bekannt. So hatten weder Braun noch Marconi direkten Einfluss auf die Entwicklung der empfängerseitigen Rundfunktechnik.

Erst mit den Experimenten des US-amerikanisches Ingenieur Greenleaf Whittier Pickard ab 1902, kam ein Ersatz des Kohärers durch ein neues stabileres Bauteil, das eines Halbleiter-Detektor in Frage. Parallel zu Pickard forschte auch Jagadish Chandra Bose auf diesem Gebiet und patentierte 1904 seinen Galenit-Detektor. Pickard experimentierte neben dem Galenit auch mit Pyrit, insgesamt fand er über 250 Werkstoffe mit Halbleitereigenschaften. 1906 meldete er sein erstes Patent an, das U.S.-Patent 836531 mit dem Namen Means for receiving intelligence communicated mittels seines Siliziumdetectors, einem Glasröhrchen in dem sich eine kleine Menge von Silizium sowie von den Polen des Materials jeweils ein hinführender verstellbarer und ein wegführender starrer Kontakte befand. Es folgten ungefähr sieben weitere, in denen er andere Werkstoffe bzw. Kombinationen derer, anwandte. 1907 gelang Pickard einen noch effektiveren Halbleiter-Detektor herzustellen, der aus einer Kombination aus Zinkit und Calchopyrit (Kupfer-Eisensulfid) bestand. Dafür entwickelter er auch einen neuen Halter in einer Röhrchen mit wesentlich kleinerem Durchmesser als der bisherigen Glasröhrchen. Der Detektor erhielt den Namen „Perikon” auch Pericon, (Perfect Pickard contact) und Pickard gründete zur Produktion eine eigene Firma, die „Wireless Speciality Apparatus Company” in Boston.

Einen weiteren populären Detektor entwickelte 1907 Henry Harrison Chase Dunwoody. Auch zu erwähnten ist, dass Ferdinand Braun zwar zeitlich nach Pickard doch noch ein Patent für einen Detektor-Baustein anmeldete, dies aber nur in Deutschland (Patent DE 178871) tun konnte.

G. W. Pickard schuf mit seinen umfassenden Versuchen zum Baustein des Detektors die Grundlage für den ersten fähigen und stabill funktionierenden Radioempfänger – dem Detektorapparat der auch Kristallempfänger genannt wurde. Zu beachten ist, dass Anfang des 20. Jahrhunderts der Begriff Detektor sich lediglich auf den Baustein (z.B. cat's whisker detector) an sich bezog. In der Folge wurde aber auch der gesamte Empfänger – der mit einem Detektorbaustein ausgestattet war und nach dem Detektorprinzip arbeitete, als Detektor bezeichnet. Der Detektorempfänger gehört zur Gruppe der Geradeausempfänger.[14][15][16][17]

Die Idee zur Schallwandlung von Johann Philipp Reis mit der Erfindung seines Telephon – gestattete durch seine Bauweise sowohl das Hineinsprechen wie auch das Hören des soeben gesprochenen. Zwar erkannte im nächsten Jahrzehnt auch Werner von Siemens dieses Prinzip und entwarf ein Bauteil mit hufeisenförmigen Magneten – zur Wiedergabe von Tönen. Er reichte dafür sogar 1877 in Deutschland eine Patentanmeldung ein, jedoch war diese frühe Erfindung noch nicht umsetztbar. So fand eine „erneute” Erfindung der ersten Kopf- bzw. Ohrhörer und Lautsprecher auf Basis von Reis und Siemens Entwicklungen statt.[18]

Am unmittelbaren Beginn des 20. Jahrhunderts existierten dann alle Bauteile, die ein Empfangsapparat benötigte. Diese fünf Teile mussten vom Stromfluss her gesehen, lediglich in einem Kreis zusammengeschlossen werden:

1. eine Antenne,
2. eine Empfangsspule (tuning coil),
3. einen Gleichrichter aus Silizium, Galenit, Pyrit oder anderen Werkstoffen (detector),
4. einem Erdanschluß der Masse (ground) und letztlich
5. einen oder mehrere Bügelhörer (phones), je nachdem wie viele Personen mit dem Apparat hören wollten.
Kristalldetektor, angebracht auf einer senkrechten Schiebspule, deren Gleiter (slide) zur Senderabstimmung dient, 1925 Fa. Jahnke Mechanische Werkstatt, Berlin N31
Zeichnung einer Audion-Röhre die 1909 patentiert wurde, mit der Kugelform und der damals zeitgenössischen Fassung (E12), an die technische Verwandtschaft zur Glühlampe erinnernd.

Später kamen als Weiterentwicklung der Empfänger, noch ein bis zwei Kondensatoren und ein Widerstand hinzu. Ein besonderer Vorteil dieses Apparates war, dass er keinen Strom benötigte und seine notwendige Energie durch sein Wirkungsprinzip selbst aus der ausgesendeten Energie des Radiosenders gewann. Allerdings konnte die Wiedergabe nur mit Kopfhörern und nicht mit Lautsprechern erfolgen. Und es war anfänglich nur Ortempfang möglich. Der Fernempfang war und ist für Funkamateure und Radiobastler ein lohnendes Ziel.

Bis in die Gegenwart werden DX-Wettkämpfe mit Kristallempfängern ausgetragen, in denen sie ihre Geschicklichkeit bei der Anfertigung und Auswahl ihrer Geräte und Bauteile messen. Ebenfalls gibt es weltweit heute noch, industriell gefertigte kleine Bausätze, mit denen dieser einfache Empfänger aufgebaut werden kann. Der bekannteste Baukasten in Deutschland war fast 50 Jahre lang der „Radiomann" der Franckhschen Verlagsbuchhandlung (später Kosmos) in Stuttgart.

Audion-Empfänger[Bearbeiten]

Einen leistungsstärkeren Geradeausempfänger entwickelte der aus dem Mittleren Westen der USA stammende Lee De Forest. 1907 patentierte er das Audion (Kunstwort lat. audio=hören + n), wie er seine Erfindung nannte. Das wichtigste neue Bauteil gegenüber dem Detektor war eine Triode. Lee De Forest hatte sie entwickelt, nachdem John Ambrose Fleming die erste Elektronenröhre, eine Diode erfand. Robert von Lieben schuf in Europa parallel zu Lee De Forest eine ähnliche Röhre die ebenfalls zur Verstärkung eingesetzt werden konnte, die sogenannte Liebenröhre.

Das erste Audion das eine hohe Verbreitung im deutschsprachigen Raum erzielte war der ab 1926 in Serie produzierte Ortsempfänger OE 333 der Firma Loewe Radio GmbH. Siegmund Loewe entwickelte zusammen mit Manfred von Ardenne zu diesem Einkreis-Audion 2 Elektronenröhren, die ähnlich wie heutige integrierte Schaltkreise beide zwei kombinierte Bauelemente darstellten, in die jeweils neben den Bauteilen für die eigentlichen Röhrenfunktionen von Trioden bereits die für eine Empfangs- bzw. eine Verstärkerschaltung entsprechend benötigten Widerstände und Kondensatoren integriert wurden. Um auch außerhalb von Städten mit Sendestationen Hörfunksender empfangen zu können, fertigte die Firma Loewe noch ein weiteres Modell, einen Fernemfänger.

Eine weitere erhebliche Verbesserung der Geradeausempfänger waren die Mehrkreiser. Das hieß das zum ersten Schwingkreis aus Empfangsspule und Kondensator weitere als signalverstärkende, selektierende oder filternde Eingangskreise voran- oder zur Verstärkung des hörbaren Signales nachgestellt wurden. In Falle nur eines zusätzlichen Kreises war das ein Zweikreiser, bei weiteren – ein Mehrkreisempfänger bzw. je nach der Gesamtzahl der Kreise Drei-, Vier-, Fünfkreiser usw..

Dieses Verfahren zusätzlicher Kreise konnte sowohl beim Detektor wie auch beim Audion vor allem zur Verbesserung von Lautstärke oder/und Empfangsqualität verwendet werden. Besser werdende Elektronenröhren und später auch Transistoren ermöglichten eine höhere Anzahl von Kreisen. Beim Detektor waren allerdings mehr als 3 Kreise unüblich.

Obwohl die Überlagerungsempfänger zum Ende der 1930er Jahre begannen das Audion abzulösen, wurden daneben weiterhin noch bis in die 1970er Jahre Radios mit Audionschaltungen industriell hergestellt. Bei Radio- und Funkamateuren sind Audion-Empfängerschaltungen als Selbstbau (englisch homebrew) oder in Form von Bausätzen bis in die Gegenwart beliebt. Speziell ein Rückkopplungs-Audion ermöglicht neben hoher Trennschärfe auch den Empfang von SSB-Sendern, für die ein Überlagerungsempfänger eine zusätzliche Empfangseinrichtung benötigt.

Zeichnung des Radiola-Superhets AR-812, 1924 von der Fa. RCA Victor Co. Inc., New York
Foliendrehkondensator zur Sendereinstellung in der Form eines Quetschters

Übergang zum Superhet-Empfänger[Bearbeiten]

Bereits etwa ab dem Jahr 1918 begann die Entwicklung noch einer weiteren Empfängergruppe, der Superhet- bzw. Überlagerungsempfänger. Vom anfänglichen langen Kunstwort Superheterodyne (lat. super = über; altgriech. hetero = verschieden und dynamis = Kraft) blieb bis zur Gegenwart das Wort Super bzw. Radio-Super als Bezeichnung für diese Gruppe übrig.

Wegen der wesentlich einfacheren Bauweise der Geradeausempfänger konnte sich jedoch der Super lange Zeit nicht durchsetzen und so waren die Geradeausempfänger Detektor und Audion in den ersten zwei Jahrzehnten des Radiozeitalters, vorerst die Favoriten bei der Hörerschaft. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in Europa mutmaßlich wegen der nicht vorhandenen Rohstoffe und Geldmangels zu einer steigenden erneuten Beliebtheit von Audion und auch nochmals vom Detektor. Abzulesen anhand einer Konjunktur von Veröffentlichungen vieler Selbstbauanleitungen dieser beiden Typen in Zeitschriften und anderen Publikationen für Technik, in deutschsprachigen Ländern beispielsweise Radio RIM aus München. Genaue Verkaufszahlen können dies allerdings nicht belegen, da Angaben über den Schwarzmarkt, einem Vertriebsweg in dieser Zeit u. a. von Technik sowie dem Eigenbau nicht vorhanden sind.

Der aufkommende UKW-Rundfunk beendete jedoch allmählich die industrielle Weiterentwicklung von Geradeausempfängern endgültig, da dieser Wellenbereich mit Ausnahme eines Superregenerativempfänger, dem sogenannten Pendelaudion bzw. Pendelempfänger nur von einem Superhet(erodyne)-Apparat empfangen werden konnte.

Das Design[Bearbeiten]

Die Formenpalette der frühen Geräte reichte von der einfachsten Brettschaltung über die Kasten- und Pultform bis hin zur Kathedrale, einer von den Kirchenfenstern angeregten Frontansicht und Gehäuseart.

Das Aussehen der Radioapparate wurde schon bei den ersten Geräten immer anspruchsvoller. Besonders ab dem Zeitpunkt, als die Wiedergabe nicht mehr nur ausschließlich über Kopfhörer, sondern auch über Trichter und Lautsprecher technisch möglich wurde und diese neuen Bauteile als zu gestaltende Elemente hinzukamen. Schmuckvolle Verzierungen, aufwendige Holzinlets, Furnierklebearbeiten und Stoffblenden machten das Radio oft zu wahren Prunkobjekten. Auch in der Größe gab es keine Grenzen. Vom Tischgerät bis zum Musikschrank war alles vertreten. Die Einführung des Drehkondensators war nicht nur ein weiterer technischer Fortschritt, sondern ermöglichte durch den erheblich verringerten Plarzbedarf für das Element zur Sendersuche auch eine weitere Veränderung sowie Vereinfachung des Gehäusebaus und der Anordnung von Bedienelementen eines Empfängers. Das Radio entwickelte sich so in mehreren Schritten vom anfänglich rein den technischen Notwendigkeiten angepassten Laborapparates mehr zu einem formschönen Möbelstück.

Der Beginn des Hörfunks[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte des Hörfunks

Entwicklung der Vorläufer[Bearbeiten]

Teatrophon[Bearbeiten]

Das drahtgebundene Vorbild des Hörfunks war das von Clément Ader erfundene Theatrophon. Bereits 1890 übertrug die Société générale des téléphones per Telephonhörer Opernwerke aus Paris und erweiterte das Programm um Übertragungen von Theaterstücken, Nachrichten, Werken des neuen Genre der Hörspiele, Sprachlehrgängen bis hin zu Börsenberichten. Ebenso erfolgreich wurde diese Technik in Großbritannien (Electrophone) und Ungarn (Telefon Hírmondó) sowie in Schweden, Belgien, der Schweiz und Portugal eingesetzt. Hingegen fand das drahtgebunde Radio aus der Telefonleitung in Deutschland, Österreich und in Übersee weniger Resonanz. Doch durch den sich entwickelnden Hörfunk hatte dieses Medium in dieser Form nach 1920 kaum eine Überlebenschance, obwohl es sogar stereophon senden konnte.

Drahtfunk[Bearbeiten]

Dafür fand ein dem Teatrophon ähnliches Verfahren, der Drahtfunk während und nach dem Zweiten Weltkrieg Anwendung. Im Unterschied zum Teatrophon erzeugte der Drahtfunk in der Regel aber kein eigenes Programm, sondern war lediglich neben der drahtlosen Ausstrahlung einer bestehenden Hörfunkanstalt ein weiterer Übertragungsweg. Im Krieg diente Drahtfunk zur Luftschutzwarnung. Nach Kriegsende erfolgte beispielsweise in Berlin die Einrichtung des Vorläufers vom RIAS , dem Drahtfunk im Amerikanischen Sektor DIAS, dessen Hörfunkprogramm über das Telefonnetz übertragen wurde. Während in dieser Zeit neben Deutschland auch in Österreich je drei öffentlich-rechtliche Programme über Drahtfunk zu empfangen waren, wurde ihr Betrieb jedoch nach 20 Jahren eingestellt.

Telefonrundspruch[Bearbeiten]

Um in noch vorhandenen empfangsschwachen oder völlig senderlosen Gebieten Hörfunksendungen anzubieten, fand vor allem nach dem Kriegsende 1945 auch in weiteren Ländern, die Übertragung von Radioprogrammen von vorhandenen Hörfunksendern via Telefondraht statt. Häufig erfolgte die Aussendung von regulären meist ausgewählten Radioprogrammen gleichzeitig zu der Übertragung einer jeweiligen Hörfunkstation.

Das größte Netz zu diesem Zweck hatte die UdSSR. In der Schweiz, wo es bereits ab 1931 parallel zum drahtlosen Rundspruch den Telefonrundspruch (TRS) vor allem für schwer erreichbare innerhalb eines Sendegebietes liegende Gebirgstäler gab, fand ab 1940 eine Erweiterung um den Hochfrequenz-Telefonrundspruch (HFTR) statt.[19] 1956 erfolgte sogar ein verstärkter Ausbau. Auch in Italien existierte ab 1959 parallel zur terrestrischen Ausstrahlung des RAI-Hörfunks via Drahtfunk, der Filodiffusione.

Diese Dienste per Telefonnetz verloren jedoch mit Beginn von ISDN-Übertragungen und der steigenden Verbreitung des Hörfunks auf UKW-Sendern an Bedeutung, wurden daher in Italien stark reduziert und in der Schweiz weitgehend 1998 abgeschaltet. Nur noch zur Übertragung von Debatten der Räte arbeitet im Schweizer Bundeshaus ein HTFR-System. In Italiens Großstädten sind von der ehemaligen landesweiten Versorgung noch sechs per Draht zu hörende RAI-Kanäle übrig geblieben.

Drahtlose Ausstrahlungen[Bearbeiten]

Zeitsender[Bearbeiten]

Die ehemals (um 1914) am Eiffelturm angebrachte Sende-Antenne. Deren armdicke Hauptseile sind schwarz, die Querseile andersfarbig dargestellt. Unterm damaligen Mast (gelb) befindet sich seitdem ein unterirdisches Sende-Studio, das bis heute genutzt wird.

Die auf bzw. am Pariser Eiffelturm errichtete Sendeanlage begann 1910 die erste regelmäßige Ausstrahlung eines in elektromagnetische Wellen umgewandelten akustischen Zeitsignales im Umkreis von Tausenden Kilometern.[20]

Um 1914 (siehe bearbeitete Fotografie) wurde am Turm eine neue Sende-Antenne bestehend aus 6 armdicken Hauptseilen und 2 mal 3 Querseilen je Seite, die mit einem kleinen Mast vor dem Eiffelturm verbunden waren, errichtet. Sie wurde als T.S.F.-Antenne (drahtlose Telegraphie französisch télégraphie sans fil) bezeichnet. Bedingt des – u. a. durch die große Höhe des Turmes ermöglichten – ständig konstanten nordanlantik- und europaweit empfangbaren Signalpegel, bestand so auch erstmals eine Stabililät in Empfangbarkeit in Frequenz, Signalstärke und -qualität.

Das hatte für die Entwicklung des Radios große Bedeutung, denn dadurch hatten nun Radiopioniere wie auch Radioamateure vor allem in Europa, die Möglichkeit Empfänger zu konstruieren, bestehende zu verbessern oder abzustimmen und den Betrieb auch öffentlichkeitswirksam vorzuführen. Ab 1917 wurden auch von dem im brandenburgischen Nauen westlich von Berlin erbauten Sender, ebenso wie die französische Station europaweit, Zeitzeichen ausgestrahlt (↑ siehe auch: Eiffelturm – Fernmeldetechnische Nutzung).

Erste Versuche mit Programmcharakter[Bearbeiten]

Das erste drahtlos (nach Valdemar Poulsens Sendeexperimenten) ausgestrahlte Hörfunkprogramm der Welt wurde an Heiligabend 1906 gesendet, es bestand aus vorgelesenem Bibeltext, Grammophonmusik und dem live auf Violine gespielten Lied O Holy Night. Dafür benutzte ein Team um den Kanadier Reginald Fessenden einen Maschinensender in Brant Rock im Staat Massachusetts an der Ostküste der USA.[21]

1907 folgten durch Poulsen Versuche höhere Reichweite bei seinen Übertragungen von Tönen zu erreichen. Von anfänglich ca. 60 Kilometern steigerte er die Entfernung auf etwa 1300 km. Letztlich versuchte er mit einer Tonsendung von Lungby bei Kopenhagen in den Osten der USA erstmals den Atlantik zu überwinden.[22] Ab 1909 strahlte Valdemar Poulsen mit seiner Station bei Lyngby/Seeland am Bagsværdsee vom Grammophon abgespielte Musikprogramme aus.[23]

Funk- bzw. Radiotelephonie[Bearbeiten]

Nach den Erfolgen von Poulsen und Fessenden erfolgten zwischen 1906 und 1914 von weiteren Übertragungsversuchen von Tönen sowie Sprache bzw. Musik. So u. a. in Deutschland, größtenteils mit Poulsens Lichtbogensendetechnik. Für diese damals neue Art der Übertragung von Tonsignalen bildeten sich in Abgrenzung zur bestehenden Funk(en)telegrahie im deutschsprachigen Raum die Begriffe Funktelephonie und Radiotelephonie[24], etwa vergleichbar mit den heutigen Begriffen Hör- und Sprechfunk heraus.

Der Berliner Physiker Ernst Walter Ruhmer führte 1906 ein „ Telefongespräch” via Funktelephonie über eine Entfernung von 3 Kilometern. Auch im Seefunk gab es eine Verwendung dieser Technik. Dazu wurden funktelephonische Rufnummern vergeben. Laut Archiv der Deutschen Seewarte enthielt die Nummer einer Seefunk-Station das Rufzeichen, die Sendefrequenz, Wellenlänge und am Ende den Zusatz A zuzüglich der Ziffern 1,2 oder 3. Je nachdem ob der betreffende Sender noch in ungedämpften (A1) bzw. tonmodulierten Wellen (A2) oder in Funktelephonie (A3) ausstrahlte. (z.B. Norddeich Radio «DAN 122.9kH 2440m A?»).[25]

Am Funkerberg bei Königs-Wusterhausen, in Eberswalde und Rheinsberg erfolgten Versuche zur Tonübertragung Deutschlands durch die Reichspost sowie die Firmen C. Lorenz AG und Telefunken.[26][27]

1912 begann das o. g. Norddeich Radio Übertragungen von Sprache (Sprechfunk) zu testen. In Portugal führte Fernando Cardelho de Medeiros 1914 erste erfolgreiche Testversuche durch.[28] Auch Guglielmo Marconi bzw. die Marconi Company in Chelmsford begann 1914 mit Versuchen zur Funktelephonie.[29]

Regelmäßiger Programmbetrieb[Bearbeiten]

1909 nahm mit 14 Watt der erste Nachrichtensender, der ein regelmäßiges Programm ausstrahlte, seinen Betrieb auf. Diese Station in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien schufen der Physiker Charles „Doc“ Herrold und die Studenten seines College of Wireless and Engineering. 1921 erhielt dieser nun als kommerzieller Sender die Kennung KQW, den später CBS[30] übernahm.

1914 brach der Erste Weltkrieg aus, der für die zivile Entwicklung des drahtlosen Funks jäh zum Hemmnis wurde. In verschiedenen Ländern erfolgten zum Teil rigorose Maßnahmen gegen Radiopioniere und -amateure. Sie reichten von Suspendierung von den wenigen bereits erteilten Sende- bzw. Empfangslizenzen bis hin zum Requirieren von den ersten technischen Geräten. Dies betraf vor allem die kriegführenden Nationen, aber selbst in der neutralen Schweiz wurden Lizenzen ausgesetzt.

1916 sendete in Pittsburgh die Station mit dem Amateur-Rufzeichen 8XK von Dr. Frank Conrad, ehemaliger Marineoffizier und Angestellter der Telegraphenfirma Westinghouse Corporation regelmäßig zu Testzwecken Grammophonplatten und live gespielte Klavierstücke. Benachbarte Funker wurden um Rückmeldung über die Funkqualität gebeten. Schnell entwickelte sich die immer freitagabends abgespielte Musik zu einem beliebten Freizeitereignis.[31]

1917 übernahm die Dänische Post & Telegraphie Valdemar Poulsens Lichtbogen-Sendestation Lungby und begann ihre ersten Programmversuche. Hieraus entstand sieben Jahre später Lyngby Radio mit dem Rufzeichen OXZ und diente dann als Nachrichten- bzw. Seefunk-Station.

1919 sendete der niederländische Fabrikant Hanso Schotanus à Steringa Idzerda ab dem 6. November aus seiner privaten Wohnung in Den Haag das erste bekannte regelmäßige Radioprogramm in Europa mit dem Rufzeichen PCGG, immer an vier Tagen der Woche. Bis er 1924 leider aufgeben musste, weil die Finanzierung des Programms auf freiwillige Beiträge der Hörer angewiesen war, die trotz seines beliebten Programms ausblieben. Erschwerend war auch, dass die Zahl der Radiosender stetig zunahm und in den Niederlanden sich zudem eine völlig neuartige Organisationsform des Hörfunks, das sogenannte „Säulenmodell” (Publieke Omroep) von Rundfunk-Vereinen etablierte (↑ siehe auch: Abschnitt dieses Artikels weiter unten Kontrolle).

Einen Monat (ab 1. Dezember 1919) nach der Den Haager PCGG-Station strahlte die Station XWA (Experimental Wireless Apparatus) als erster Sender Kanadas in Montreal sein englischsprachiges Probeprogramm aus. Der Sender gehörte der Marconi's Wireless Telegraph Company of Canada und begann ein kommerzielles Programm im November 1920 mit der Kennung CFCF.[32] Am 8. Juni 1919[33] erfolgte in Deutschland durch die Lorenz A.G. die erste Übertragung aus der Berliner Staatsoper.

1920 nahm über 8XK am 20. August (nun mit dem Rufzeichen KDKA) die erste kommerzielle Radiostation der USA ihren regelmäßigen Betrieb auf.[34] Sieben Tage nach der KDKA eröffnete der erste Radiosender auf der Südhalbkugel in Südamerika in Buenos Aires, Radio Argentina (L.R.O.)[35] mit einer Theater- bzw. Konzertübertragung seinen Betrieb.

1921 (17. November) startete die zweite Radiostation der Südhalbkugel und erste Ozeaniens – der Universitätsradiosender in Dunedin/Neuseeland[36] ihr Programm im Probebetrieb. Im nächsten Jahr setzte sie als erstes Volontariat-Radio der Welt den Betrieb fort und hatte bis 1990 als ein solches Bestand. 1921 begannen auch in Brasilien und Frankreich („Compagnie bzw. Societé Francaise de Radiophonie“ (SFR-P) vom Sender Émetteur de Sainte Assise und Postes, Télégraphes et Téléphones (PTT) vom Sender Eiffelturm[37]) erste Radioübertragungen z. B. von Veranstaltungen. In den USA fanden in vielen großen Städten 28 weitere Eröffnungen von Rundfunksendern statt und noch weiterer 70 Stationen im darauffolgenden Jahr.[38]

1922 (15. Juli) sendeten die französische PTT vom Eiffelturm ihr erstes Rundfunkprogramm. Die erste Radiostation in Uruguay, dem dritten lateinamerikanischen Land mit Rundfunk, nahm im August dieses Jahres ihren Betrieb auf. Dieser Sender mit Technik der General Electric Company strahlte am 1. Oktober 1922 die erste bekannte Fußballsendung und Direktübertragung eines Sportereignisses der Welt aus.[39] Es war die Übertragung aus Montevideo des Fußballländerspieles im Copa América: Uruguay gegen Brasilien.

Am 6. November folgte wie die PTT ebenfalls vom Sender Eiffelturm der erste Privatsender Frankreichs „Radiola“ der von Branly und Ducretet gegründeten „Compagnie bzw. Societé Francaise de Radiophonie“ (SFR-P).[40] Wenige Stunden danach fing in Großbritannien die ursprünglich private BBC zuerst in London über die Station 2LO ein im Studio Savoyen Hill produziertes Programm an zu senden. Einige Tage später folgten Birmingham und Manchester.[41] Die BBC war damit die weltweit erste nationale Rundfunkgesellschaft.

Die Schweiz begann 1922 die erste kommerzielle Nutzung des Rundfunks im deutschsprachigen Raum. Zum einen durch regelmäßige Ausstrahlungen des „Flugplatzsenders Lausanne[42] und in Münchenbuchsee im Kanton Bern, von einem Radiotelegrafiesender der „Marconi Radio Station AG“.

1923 (Mai) strahlte die Firma „Radioslava“ in der Tschechoslowakei ihr erstes regelmäßiges Radioprogramm aus. Im September begann auch Spaniens erster Sender „Radio Iberica“, ein Programm zu übertragen.

Im Oktober folgte in Deutschland die Funk-Stunde A.G. Berlin (eine Tochterfirma der Deutschen Stunde ) mit einem aus dem Berliner Vox-Haus regelmäßig gesendeten Programm. Neben dieser Berliner Aktiengesellschaft wurden durch die Deutsche Stunde in Deutschland weitere Tochtergesellschaften gegründet, um zusätzliche regionale Sender schaffen zu können. In diesem Rahmen folgte München noch im gleichen Jahr mit ersten Radioübertragungen. Die regionalen Tochterfirmen in Deutschland wurden 1925 zu Mitgliedern der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG). Aus ihnen gingen nach 1945 Landessendeanstalten der späteren Bundesrepublik, beispielsweise der SDR hervor.

Österreich eröffnete 1924 mit der RAVAG in Wien am Stubenring den Sendebetrieb des Rundfunks (↑ siehe auch: Tabelle Deutschsprachiger Verbreitung).

Rasanter Anstieg der Hörer mit Lizenzen der Deutschen Reichspost in der Weimarer Republik.

1924 (Dezember) nahm der Rundfunk Sowjet-Russlands, der späteren UdSSR, mit der Station „Москва-Лапа“ (Kennzeichen LM) seinen regelmäßigen Betrieb auf. Der erste Probebetrieb von LM begann bereits 1922. Diese Hörfunkstation war der erste staatliche bzw. volkseigene Sender der Welt und sendete als Radio Moskwa bzw. Radio Moskau ab dem 29. Oktober 1929 als erste weltweite Station ein internationales Programm. Die erste Fremdsprache der mehrsprachigen Sendungen war Deutsch. Die immer noch bestehende Station heißt seit 1991 Stimme Russlands.[43] Als nächste internationale Stationen weiterer Staaten folgten am 25. Dezember 1929 das internationale Programm vom deutschen Weltrundfunksender, 1931 eines von Radio Vatikan, 1932 ein arabisches vom italienischen Radio Bari, 1938 eines von der BBC (dem späteren BBC World Service) und 1942 auch von Voice of America.

1925 nahmen Asiens erste Radiostationen mit Programm in Landessprache, ihren regelmäßigem Betrieb auf. Das waren 3 japanische Sender zuerst die „Tokyo Station“ (JOAK), der Osaka und Nagoya folgten[44] sowie „Colombo Radio“ in Colombo der Hauptstadt des heutigen Inselstaat Sri Lanka.[45]

1929 und in den folgenden zwei Jahren begannen erste Kurzwellen-Stationen mit Programmen in jeweiliger Landessprache zu senden, u. a. in Deutschland der erwähnte Weltrundfunksender und in Großbritannien der BBC Empire Service. Ziel war es, eigene Kolonien oder überseeische Landesteile wie Australien zu erreichen. Aber auch Auswanderern ihre ursprüngliche Heimat näher zu bringen.

Ebenfalls 1929 begannen erste Sender Bildsignale bereits im Dauerbetrieb zu übertragen. Mit einem vom schottischen Ingenieur und Erfinder John Logie Baird Verfahren für das sogenannte mechanische Fernsehen wurde beispielsweise auf einem weiteren Sender, in diesem Fall London II (auf Mittelwelle 1147 kHz) die Tonspur bzw. das dazugehörige Tonsignal gesendet. Einige der von J. L. Bairds entwickelten Fernsehempfänger hießen Televisor (englisch Televizor), ein Begriff der in weitere Sprachen (z. B. russisch Телевизор und spanisch televisor) früh übernommen wurde. Verschiedene dieser ersten Generation von Fernsehapparaten wurden auch so konstruiert, dass sie an einen bereits vorhandenen Rundfunkempfänger angeschlossen werden konnte. Beispiel ist hier der sowjetische Televisor B-2.

Der Rundfunk verbreitete sich über den gesamten Erdball. San Marino war eines der wenigen selbständigen Länder, das erst ab etwa 1975 einen Hörfunksender besaß.

Wellenlängen und deren Bereiche[Bearbeiten]

Grafische Zuordnung von Radiofrequenzen zu Wellenbereichen (Erklärung der Abkürzungen bitte siehe Text)

Eine Wahl des Wellenbereiches (heute auch als Frequenzband bezeichnet) wie der Wellenlänge bzw. Frequenz ist ein wichtiges Kriterium für die Reichweite im nachrichtentechnischen Sinne, also der maximal erreichten Kilometerzahl in der ein Empfang noch möglich ist.

Von der Pionierzeit drahtloser Übertragungsversuche bis zur Zeit des Dauerbetriebes von Rundfunksendern wurden für die Übertragung der Signale, je nach technischem Entwicklungsstand unterschiedliche Frequenzbänder der niederfrequenteren Radiowellen ab 3 Kilohertz genutzt. Es wurden folgende Bereiche/Bänder möglich (in der Reihenfolge ihrer Entdeckung bzw. Nutzung für den Hörfunk):

  • Längstwelle (englisch very low frequency bzw. low band, abgekürzt englisch VLF, 100.000-10.000 Meter, 3-30 kHz)
  • Langwelle (englisch long wave oder low frequency bzw. long wave band, abgekürzt LW/LF, 10.000-1000 Meter, 30-300 kHz)
  • Mittelwelle (englisch medium wave oder frequency bzw. medium wave band, abgekürzt MW/MF, 1000-100 Meter, Hörfunk 526.5-1705 kHz)
  • Kurzwelle (englisch short wave oder frequency bzw. short wave band, abgekürzt KW/SW bzw. SF, 100-10 Meter, 1600-3000 kHz)
  • Ultrakurzwelle (englisch very high frequency bzw. very high frequency band, abgekürzt UKW/VHF, in der Gegenwart auch mit FM (von Frequenzmodulation) gekennzeichnet, 10-1 Meter, Hörfunk etwa 5-3 Meter, 60-110 MHz)

Bei KW, UKW, und VHF besteht bei der Verwendung des Wortes Band eine Begriffsüberschneidung. da Kurzwellen- und teilweise auch Mittelwellen- und UKW-Bereich innerhalb in unterschiedliche Meter-Bänder aufgeteilt ist. Bei UKW besteht die Aufteilung in Frequenzbänder die je nach ihrer Frequenz und ausgesendeter Norm benannt sind, ebenso gibt es bei VHF eine Aufteilung:

  • UKW, MW und KW-Meterbänder, 160 bis 2-Meter-Band, (Beispiel: Tropenband das 120 Meterband),
  • UKW-Bänder CCIR-Band (87,5-108 MHz) sowie OIR-Band (65,8-74 MHz) und das sogenannte Japan bzw. Japanese-Band (76-90 MHz),
  • VHF-Bänder, hier wurden die einzelnen untergeordneten Bänder mit den Römischen Zahlen I - V gekennzeichnet.

Zu der Zeit als Marconi, Popow, Branly, Ducretet, Baviera und andere Pioniere Signale sendeten, bestand anfangs allerdings keine Möglichkeit einen entsprechenden Sende- bzw. Empfangsbereich zu wählen. Es gab weder Bauteile, die einen Bereich noch eine gewünschte Wellenlänge bzw. Frequenz zur Übertragung einstellen konnten. Erst als begonnen wurde, den Schwingkreis mit variablen Spulen zu bestücken, konnte empfängeseitig mit dem Wechsel unterschiedlicher Spulen oder Gruppen von Spulen eine Bestimmung des beabsichtigten Bereiches von Wellenlänge bzw. Frequenz vorgenommen werden. Senderseitige Spulen unterschieden sich erheblich von denen in Empfänger. Die in Rundfunksenders sind in ihren Abmaßen ungleich größer, auch ein Umstecken von Senderspulen war nie möglich, da eine Rundfunkstation permanent jeweils in einer Frequenz bzw. Wellenlänge abstrahlte. Dies galt auch wenn über eine zweite Frequenz des Radiosenders das gleichen Programm abgestrahlt wurde. Ein Qualitätsfaktor bei der Herstellung von Spulen war sowohl für die senderseitigen in Funkhäusern, der empfängerseitigen von Radioapparatherstellern wie für den Empfängerselbstbau von Radioamateuren, die Wahl der Materialien sowie mit welchen handwerklichen Voraussetzungen und welcher Genauigkeit die Spulen gewickelt wurden.

Bei Verwendung eines empfängerseitigen Paares zweier oder auch mehrerer aufeinander abgestimmter Spulen, ermöglichte eine Veränderung ihrer Lage zueinander, wie der Verdrehung von Spulen gegeneinander – eine bestimmte einzelne Sendestation zu wählen. Dafür wurden verschiedene Mechaniken entwickelt, beispielsweise Kipp- und Schwenkkoppler oder ein Variometer. Die spätere Verwendung eines Wellen(um)schalters ermöglichte zwischen den mit ihm verbundenen Spulen oder Spulengruppen – die für entsprechende Wellenbereiche angepasst waren umzuschalten. Das Wechseln durch Auf- und Abstecken entfiel damit. Abgesehen von der Erfindung einer empfängerseitigen einstellbaren Rückkopplung waren die Neuerungen eines Gleiters auf den Spulen sowie der erwähnten Variometer, aber vor allem variabler Kondensatoren, beispielsweise der Drehkondensatoren, eine noch genauere Möglichkeit der Einstellung der Wellenlänge bzw. Frequenz.

Organisation[Bearbeiten]

Frequenz- bzw. Wellenpläne[Bearbeiten]

Mit der Zunahme der Anzahl von Sendestationen und der gegenseitigen Störungen wurde ein grenzübergreifende Regulierung der Nutzung von Wellenlängen bzw. Frequenzen und deren Bereiche notwendig. Es kam auch zu ersten Absprachen über die jeweilige Nutzung der Wellenlängen. Die erste globale Übereinkunft über eine internationale Zuordnung von Frequenzen für Rundfunkstationen, in den damals genutzten Bereichen der Mittel- und Langwelle erfolgte während der Washingtoner International Radiotelegraph Conference 1927. Eine Normierung ähnlich den späteren Fernsehnormen unterblieb allerdings vorerst.[46]

Kontrolle[Bearbeiten]

Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Radios hatte die Kontrolle des Hörfunks. Sie wirkte in einzelnen Staaten der Erde sehr unterschiedlich, von forcierend bis bremsend. Der Grund für die unterschiedliche Verbreitung des Rundfunks in puncto Sender- wie Hörerzahlen in den USA gegenüber Europa lag vor allem in dem auffällig unterschiedlichen Maß an Überwachung bzw. Kontrolle. Das Entscheidendste war, dass es in Übersee kein staatliches Monopol auf den Hör- bzw. Rundfunk wie in vielen europäischen Ländern gab und dass es außerdem keine staatlich zu verteilenden Empfangslizenzen gab. Monopol bedeutete bereits, wenn zumindest eine Komponente des Rundfunks, Sender oder Programm, das heißt entweder die Gesellschaften der Errichter oder Betreiber von Sendetechnik oder die Programm- und andere Rundfunkgesellschaften, sich in staatlichem Besitz befand oder über die Mehrheit in den Aufsichtsräten der jeweiligen Gesellschaften staatlich kontrolliert wurde. Zusätzlich zur senderseitigen gab es in mehreren europäischen Staaten eine massive Kontrolle, wer, wo und womit empfangen werden durfte.

Empfängerseitige Regularien wurden beispielsweise in den USA in den beiden vom Departement für Handel (engl. Departement of Commerce) erlassenen „Radio Acts“ von 1912 und 1927 gar nicht erwähnt. Auch über Programminhalte gab es keine Regeln. Zum Hauptinhalt gehörten Bestimmungen, unter welchen Bedingungen, zumeist lediglich technischer Details wie Frequenz- und Störstrahlregelungen, Privatmenschen einen Hörfunksender mit Programm betreiben durften. Der Unterschied zwischen Übersee und Europa wird an folgenden Beispielen deutlicher. Während in den USA eine Regierungsbehörde, das dem Departement of Commerce zugeordnete National Bureau of Standards, am 16. März 1922 ein Dokument Construction and Operation of a very simple radio receiving equipment – eine Bauanleitung zum Selbstbau für einen kostengünstigen Radioempfänger samt Antenne zum Materialpreis von 10 bis 15 US-$ – veröffentlichte, wurde im Postministerium in Deutschland zur selben Zeit über die Gestattung lediglich von gemeinschaftlichem Empfang, dem sogenannten Saalfunk,[47] diskutiert. Dieser Auffassung entsprechend, sollten noch nicht einmal Lizenzen zum Empfang an Privathörer ausgegeben werden. Die Diskussionen der deutschen Ministerien für Reichswehr und -post über die Zulassung des Rundfunks gipfelten in einem Streit mit dem Vorwurf „Mißbrauch von Heeresgerät“,[48] da das Militär glaubte, wegen der in seinem Auftrag u. a. von Hans Bredow durchgeführten Tests von Hörfunkübertragungen in Schützengräben, auch das Monopol über den Rundfunk bzw. über die zivile Nutzung der noch vorhandenen Teile der militärischen Rundfunktechnik des Weltkriegs zu haben. In diesem Zusammenhang wurden die ehemaligen deutschen und österreichischen schätzungsweise 100.000 Nachrichtensoldaten des Ersten Weltkriegs, trotz ihrer technischen Kompetenz, von einer demokratischen Mitsprache zur Gestaltung des künftigen Hörfunks in ihren Heimatländern Deutschland und Österreich ausgeschlossen.

Außerdem ist das US-amerikanische Rundfunkwesen überwiegend in Privathand und von Anfang an werbefinanziert. Ein weiterer auffälliger Unterschied zu Europa bestand darin, dass der Rundfunk in den USA wesentlich mehr regionalen Charakter hatte. In den Anfangsjahren gab es noch nicht einmal landesweite Stationen wie die spätere NBC beispielsweise, wohingegen in Europa überregionale staatliche bzw. öffentlich-rechtliche Sendeanstalten oder Sender durch Verträge mit staatlichen Einrichtungen anfingen, den Rundfunkbetrieb auszuführen. Die einzigen staatlichen bzw. staatlich kontrollierten Sendereinrichtungen der USA sind das weltweite militärische Sendernetz des AFN und ein Landessender, der als Fernsehprogramm, Parlamentssitzungen überträgt.

Eine Ausnahme bzw. Sonderstellung ist das einmalige niederländische sogenannte „Säulenmodell“. Das im europäischen Maßstab liberalere Modell hat von seinen Anfängen 1924 bis in die Gegenwart Bestand. Trotz vorhandener staatlicher Zensur und einer gesetzlichen Sendezeitregelung organisieren mehrere hart konkurrierende Vereine mit kirchlichem oder anderweitigem politischen Hintergrund den Rundfunk in diesem Land sehr selbständig. Anfänglich mieteten sie Sender, später bauten sie diese auch selbst, wie z. B. Hilversum 2.[49]

Tabellen[Bearbeiten]

Internationale Verbreitung[Bearbeiten]

In dieser Tabelle ist die internationale Verbreitung bis 1945 dargestellt, Sender gleicher Kontinente sind mit jeweils gleichen Farben gekennzeichnet.

Land / Staat Probe-/ Amateur-
betrieb ab:
Sender bzw. Gründer kommerziel-
ler Betrieb ab:
Code Notiz
DanemarkDänemark Dänemark 1904 V. Poulsen - - Erste Sprachübertragung
Vereinigte Staaten 45Vereinigte Staaten USA 1906 R. Fessenden - - Erste Programmübertragung
USA 1909 Doc Herrold 6XF 1921 KQW Erster Nachrichten-Sender/Dauerbetrieb ab 1909
USA 1916 Dr. Conrad 8XK 1920 KDKA Erster Voll-Programmsender/Dauerbetrieb ab 1916
Dänemark 1917 Poulsen/Dän. Post 1923 OXZ Seefunk
NiederlandeNiederlande Niederlande 1919 Steringa Idzerda 1919 PCCG Voll-Programmsender
Kanada 1868Kanada Kanada 1919 XQA 1920 CFCF
ArgentinienArgentinien Argentinien 1921 Radio Argentina 1921 LRO
Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich 1920 Königs-Wusterhsn. 1923 siehe auch: Funkerberg
UruguayUruguay Uruguay 1922 Radio Montevideo 1922
FrankreichFrankreich Frankreich 1921 Ducretet/Branly und PTT Paris 1922 Name der ersten Programm-Senders: Radio Tour Eiffel (PTT) und Radiola (SFR-P)[50]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1922? BBC Hull 1922 2LO
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1921 Radio Dunedin/Otago 1922[51] DN/4XD Universitätssender, 4XD war 1922-90 ein nichtkommerzieller Volontär-Sender. Erste Radiostation Ozeaniens.
SchweizSchweiz Schweiz 1922 FpS Lausanne 1922
ChileChile Chile 1922 Radio Chilena 1922
KubaKuba Kuba 1922 Luis Casas Romero 1922[52] 2LC/PWX Rádio Sociedade de Cuba
SowjetrusslandSowjetrussland Sowjetrussland 1922 Москва-Лапа[53] 1924 LM (ЛМ) Langwelle auf 3000 Meter
BelgienBelgien Belgien 1922 Georges De Caluwé 1924[54] Radio Antwerpen ("Radio Kerkske"/Kirchlein)
Erster Kurzwellensender
Tschechoslowakei 1918Tschechoslowakei ČSR 1923 Sender Radioslava Prag 1923[55] Programmgesellschaft: Radiojournal
Spanien 1875Spanien Spanien 1923 Radio Iberica 1923 0,5 Kilowatt
Niederlande 1923 Hilversum 1923 siehe auch: Hilversumsche Draatlooze Omroep
China Republik 1912Republik China China 1923 Harbin 1923[56] Radio Corporation of China Eigentum der RCA Erster englischsprachiger Sender in China
OsterreichÖsterreich Österreich 1924? RAVAG Wien 1924
PortugalPortugal Portugal 1924 Abílio Nunes Dos Santos 1925[57] P1AA Radio Lisboa
JapanJapan Japan 1923 Tokyo Station 1925 JOAK Erster landesprachiger Sender Asiens
CeylonCeylon Ceylon 1923 Colombo Radio 1925
NorwegenNorwegen Norwegen 1923 Kringkastingsselskapet 1925[58] Oslo
SchwedenSchweden Schweden 1925 AB Radiotjänst 1925[59]
DanemarkDänemark Dänemark 1925[60] Danmarken Radio 1925 DR 3x täglich
FinnlandFinnland Finnland 1923 Suomen Yleisradio AB 1926[61] OY
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien 1924 URI 1924[62] Unione del Radiophonica Italiana
Jugoslawien Konigreich 1918Jugoslawien Jugoslawien (Königreich) 1924 Radio Beograd-Rakovica 1924 Erster Sender auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens, ↑ siehe auch: Radio Belgrad
Ungarn 1918Ungarn Ungarn 1925 Budapest I 1925 Magyar Telefonhírmondó és Rádió
siehe auch: Magyar Rádió
PolenPolen Polen 1925 Radio Warschau 1925
LettlandLettland Lettland Latvijas Radio 1925[63]
IrlandIrland Irland 1925 Radio Dublin 1926[64][65] 2RN
KroatienKroatien Kroatien 1926 Radio Zagreb 1926 siehe auch: Hrvatska Radiotelevizija
Danzig Freie StadtFreie Stadt Danzig Freie Stadt Danzig 1926 Sender Danzig 1926[66] Programmübernahme von der ORAG
Litauen 1918Litauen Litauen 1926 Radio Kaunas/Radio Kowno 1926[67] Erster litauischsprachiger Sender in Kauen
PolenPolen Polen 1927 Polskie Radio Wilno 1927[68] Erster polnischsprachiger Sender in Wilna (damals zur Zweiten Republik Polen gehörig)
Rumänien KonigreichRumänien Rumänien 1927[69] Radio Bucureşti 1928[70] Amateurbetrieb ab 1927 der Asociaţia Prietenilor (Gesellschaft Freunde d. Radiotelphonie) Radiotelefoniei, ab 1928 kommerzieller Betrieb der Societăţii de Difuziune Radiotelefonic
China Republik 1928Republik China China 1928 Nanjing 1928[71][72] XKM Central Broadcasting Systems Erster chinesischsprachiger Sender in China
SlowenienSlowenien Slowenien 1928 Radio Ljubljana 1928[73]
MarokkoMarokko Marokko Radio Maroc 1928[74] Erster Sender Afrikas, Betreiber: Société Nationale de Radiodiffusion
Sowjetunion 1923Sowjetunion UdSSR 192? Radio Moskau 1929[75] Erster Internationaler Sender mit Übertragungen in Fremdsprachen u. a. in Deutsch, diente zur propagandistischen Information über die UdSSR. 1991 umbenannt in Stimme Russlands
IslandIsland Island 1929? Ríkisútvarpið Reykjavík 1930[76] Ríkisútvarpið RÚV (Icelandic National Broadcasting Service)
VatikanstadtVatikanstadt Vatikan 1931? Radio Vaticana 1931[77] Internationaler Sender
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien 193? Radio Bari 1932 Erste arabischsprachige Radiostation Europas, ein von Bari aus, während der Regierungszeit Benito Mussolinis betriebener Propagandasender insbesondere für den Nahen Osten und Nordafrika[78]
Agypten 1922Ägypten Ägypten 193? Radio Cairo 1934[79] Erster staatlicher Sender Ägyptens
Athiopien 1897Äthiopien Äthiopien  ? 1935[80] Ethiopian Radio Agency
Palastina VölkerbundsmandatVölkerbundsmandat für Palästina Palästina (Brit. Völkerbundsmandat) 193? Sender Ramallah 1936[81] Palestine Broadcasting Service in Englisch, Arabisch u. Hebräisch
Irak 1924Irak Irak 193? Baghdad Radio 1937[82]
Moldauische Autonome Sozialistische SowjetrepublikMoldauische ASSR Moldauische ASSR 193? Radio Tiraspol 1937 Propagandasender der UdSSR in der damaligen Moldauischen Autonomen SSR in Tiraspol, heute Transnistrien
Griechenland Konigreich 1828Königreich Griechenland Griechenland 193? Radiophonikos Stathmos Athinon 1938 siehe auch: Elliniki Radiofonia- Athen
Albanien 1928Albanien Albanien 1938 Radio Shqiptar 1938 errichtet als Propagandasender der italienischen Besatzungsmacht, nach dem Krieg Nutzung und Ausbau durch Albanien
AndorraAndorra Andorra 193? Radio Andorra 1939 Radiophonie du Midi
MonacoMonaco Monaco 194? Radio Monte Carlo 1943 Propagandasender der Deutschen Auslands Rundfunk Gesellschaft Interradio AG[83]
MazedonienMazedonien Mazedonien 1944 Radio Skopje 1944 siehe auch: Skopje
MontenegroMontenegro Montenegro Radio Cetinje 1944[84] siehe auch: Radio Montenegro
KosovoKosovo Kosovo Radio Priština 1944 siehe auch: Hörfunk und Fernsehen in Jugoslawien

Verbreitung deutschsprachiger Sender[Bearbeiten]

siehe auch: Geschichte des Hörfunks in Deutschland, Geschichte des Hörfunks in Österreich und Geschichte des Rundspruchs in der Schweiz

In dieser Tabelle ist die Verbreitung bis 1945 von deutschsprachigen Sendern bzw. Sendungen innerhalb deutschsprachiger Staaten und außerhalb deutschsprachiger Staaten dargestellt.

Stadt / Landes-
teil / Kanton
Probe-/ Amateur
betrieb ab:
Sender kommerziel-
ler Betrieb ab:
Notiz/Leistung/Gründer
SchweizSchweiz Bel-Air bei Geneve 1920 Sender Geneve-Bel-Air (Genf) 26. 6. 1920 Sender des Völkerbunds
Deutsches ReichDeutsches Reich K.-Wusterhsn./Preussen 1920 Königs-Wusterhausen bei Berlin 24. 12. 1920 Testbetrieb bis 1926
siehe auch: Funkerberg
SchweizSchweiz Bern 1920 Sender Bern-Münchenbuchsee 9. 9. 1921 Sender des Völkerbunds 10 Kilowatt
SchweizSchweiz Basel/Basel-Stadt 1920 Sender Zeughaus in St.Jakob/Basel 1920
Deutsches ReichDeutsches Reich Berlin 1923 Funk-Stunde Berlin 29. 10. 1923 0,25 Kilowatt
SchweizSchweiz Kloten/Zürich 1921 Flugplatzsender Kloten-Düben-
dorf
4. 11. 1923[85] Betreiber:
Radioclub Zürich 1 Kilowatt
SchweizSchweiz Lausanne/Vaud(Waadt) 192? Flugplatzsender Lausanne Pro-
grammgesellschaft Utilitas
26. 10. 1922 Kennung: LB2 Musik Pilotenwetter
Flugzeugeinweisungen Nachrichten
SchweizSchweiz Geneve 1922? Flugplatzsender Geneve-Coin-
trin
26. 2. 1923 Kennung: LB1 Musik Pilotenwetter
Flugzeugeinweisungen Nachrichten
Deutsches ReichDeutsches Reich München/Bayern 1923 Deutsche Stunde Bayern 29. 10. 1923 0,25 Kilowatt
Deutsches ReichDeutsches Reich Leipzig/Sachsen 1924 Mitteldeutsche Rundfunk AG 2. 3. 1924
Deutsches ReichDeutsches Reich Frankfurt am Main. 1924 Südwestdeutsche Rundfunk-
dienst AG
1. 4. 1924 1,5 Kilowatt
Deutsches ReichDeutsches Reich Hamburg/Hansestadt 1924 Nordische Rundfunk AG 2. 5. 1924 0,7 Kilowatt
Deutsches ReichDeutsches Reich Stuttgart/Württemberg 1924 Süddeutsche Rundfunk AG 11. 5. 1924 0,25 Kilowatt
Deutsches ReichDeutsches Reich Breslau/Preussen 1924 Funk-Stunde Schlesien 26. 5. 1924
Deutsches ReichDeutsches Reich Münster/Preussen 1924 Westdeutsche Funkstunde 26. 5. 1924 0,7 Kilowatt
Deutsches ReichDeutsches Reich Königsberg/Preussen 1924 Ostmarken Rundfunk AG 14. 6. 1924 0,5 Kilowatt
OsterreichÖsterreich Wien 1923 Stubenring RAVAG 1. 10. 1924 350 Watt
SchweizSchweiz Zürich 1923 Sender Zürich-Höngg
Radio Zürich
23. 10. 1924 ca.0,5-1 Kilowatt Betreiber:
Radiogenossenschaft in Zürich
SchweizSchweiz Basel 1924 Flugplatzsender Basel-Sternenfeld 1924 Musik Pilotenwetter
Flugzeugeinweisungen
SchweizSchweiz Bern 1925 Sender Bern-Münchenbuchsee
Radio Bern
19. 11. 1925[86] ca.1,2 Kilowatt Betreiber:
Radiogenossenschaft Bern
Deutsches ReichDeutsches Reich Königs-Wusterhsn/Preu. 1926 Deutschlandsender I 7. 1.
1926
20 Kilowatt Langwelle Deutsche Welle GmbH
OsterreichÖsterreich Wien 1926 Sender Wien-Rosenhügel 30. 1. 1926 7 Kilowatt RAVAG
Danzig Freie StadtFreie Stadt Danzig Danzig/Freistaat 1926 Sender Danzig 1. 6. 1926 Programmübernahme von der ORAG Königsberg
SchweizSchweiz Basel 1926 Flugplatzsender Basel-Ster-
nenfeld späterer Sender Zeug-
haus in St.Jakob Radio Basel
19. 6. 1926[87][88] Betreiber:
Radiogenossenschaft Basel
OsterreichÖsterreich Innsbruck/Tirol 1927 Sender Innsbruck-Aldrans 02.  6. 1927 RAVAG
OsterreichÖsterreich Linz/Oberösterreich 1927 Sender Linz-Freinberg 24.  6. 1928 RAVAG
Deutsches ReichDeutsches Reich Zeesen/Preussen 1926 Deutschlandsender II 26.  8. 1929 8 Kilowatt Kurzwelle WeltrundfunksenderRadio Moskau ab 1929
SowjetunionSowjetunion Moskau/RSFSR 192? Radio Moskwa 1929 Internationaler Sender „Radio Moskwa“ in Deutscher Sprache
VatikanstadtVatikanstadt Vatikan 193? Radio Vaticana 1936 Erste Ausstrahlungen in Deutscher Sprache
Tschechoslowakei 1918Tschechoslowakei Mělnik/Böhmen 1938 Sender Mělník 1. 5. 1938 Erster deutschsprachiger Sender der Radioslava/Radiojounal in der CSR 140 kW[89]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien BBC (BBC World Service)  ?. 9. 1938 Deutschsprachiger Dienst der BBC (1999 eingestellt). Erwähnenswert sind Sendungen während des Zweiten Weltkrieg wie Frau Wernicke: Kommentare einer „Volksjenossin”[90]
LiechtensteinLiechtenstein Vaduz 1938 Sender Vaduz 15. 10. 1938 Erster Sender Liechtensteins
BelgienBelgien Belgien 1945 Ab 1961 erster eigener Sender in Lüttich 1. 10. 1945 Erste deutschsprachige Sendung des Belgischen Rundfunks[91]

Öffentliche Ehrungen[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

Erfindung-Komplianz.png

Im öffentlichen Bewusstsein wird Guglielmo Marconi, berühmt für seine Entfernungsrekorde drahtloser Telegrafie-Verbindungen, häufig auch die Erfindung des Radios zugeschrieben. Doch bei seinem ersten Transatlantik-Funkversuch 1901 sendete er lediglich ein S in Form eines Morsebuchstaben durch das Eintippen von den 3 kurzen Signalen: · · ·, also kein Popows Versuchen ähnliches Tonsignal. Fragwürdig ist auch, warum Marconi bereits im Juni 1896 ein Patent, das er mit der Nummer 12039 für „Transmitting Electrical Impulses and Signals, and an Apparatus therefor“ am 2. Juli 1897 als britische Patent bekam, lediglich mit Text-Unterlagen anmeldete. Die erklärenden Zeichnungen ergänzte er erst im März 1897, nachdem schon ein Jahr seit Popows 250-m-Versuch vergangen war. Zu Marconis Bekanntheit trug zudem die Telegraphietechnik-Firma Marconi seiner Familie bei, die neben Telegrafiesender- und Empfangstechnik auch Technik mit gleicher Funktion für den Hörfunk produzierte und vertrieb. Letztere jedoch überwiegend erst ab den 1920er Jahren.

Erschwerend kommt hinzu, dass es um das Jahr 1900 noch keine klare Definition des Begriffes Radio und Abgrenzung zur Telegrafie gab . Zu dieser Zeit wurde das Wort Radio noch für jede drahtlose Ausstrahlung verwendet (↑ siehe auch: Abschnitt dieses Artikels weiter unten Verwendung des Terminus Radio).

Wem vor Poulsens Verfahren der Lichtbogentechnik eine erste experimentelle Übertragung von Tönen gelang, ist bisher nicht bekannt bzw. nicht eindeutig nachweisbar. Einer Person die Erfindung des Radios zuzuschreiben ist außerdem kaum möglich, da niemand ohne Erfindungen anderer auskam, um selbst erfolgreich zu sein, was alle Pioniere betraf.

Das zeigte sich beispielsweise bei der Nutzung der verschiedenen Kohärer oder dem Phonograph Edisons oder bei einer direkten Zusammenarbeit, wie z. B. Marconi mit Ferdinand Braun, die den beiden für ihre Leistungen "in recognition of their contributions to the development of wireless telegraphy", 1909 den Nobelpreis für Physik einbrachte. Ergänzt sei das letzterer u. a. mit Adolf Slaby, einem weiteren deutschen Funkpionier, den induktiv gekoppelten Antennenkreis entwickelte.

1943 entschied für die USA das Oberste Patentgericht der USA, dass Tesla der Erfinder des Radios sei. Dies ignorierte nicht nur den Beitrag des russischen Wissenschaftler Alexander Popow, sondern auch vor allem weitere in Europa erbrachte Leistungen Poulsens, Hughes, Branlys, Bavieras, aber auch des US-Amerikaners Greenleaf Whittier Pickards, ohne dessen umfangreiche Tests und Erfindungen kein brauchbarer Detektorempfänger zur Verfügung gestanden hätte.

Ehrungen der IEEE[Bearbeiten]

Das internationale Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veröffentlichte ein Liste über historische Errungenschaften und bezeichnet diese als Meilensteine in der Elektrotechnik und Elektronik. Folgende Persönlichkeiten werden dort für ihre Leistungen speziell im Bereich der Entwicklung der drahtlosen Übertragungstechnik geehrt.[92]

  • Edouard Branly
  • Alexander Stepanowitsch Popow
  • Guglielmo Marconi
  • Valdemar Poulsen
  • Ernst F.W. Alexanderson
  • John Ambrose Fleming
  • Reginald Aubrey Fessenden
  • Frank Conrad

Der Begriff Radio[Bearbeiten]

(↑ siehe auch: Abschnitt dieses Artikels weiter oben Kritik)

Der Terminus Radio steht bzw. stand je nach zeitlicher und regionaler Verwendung für unterschiedliche Begriffe, was problematisch z. B. für die eindeutige Beantwortung Frage ist, wann bzw. durch wen die Erfindung stattfand.

Anfänglich, also im ausgehenden 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert stand der Terminus global sowohl für

  • einen ausstrahlenden Sender bzw. eine Station,
  • als Kurzwort für das Empfangsgerät oder
  • allgemein für das drahtlose Ausstrahlen, und das ebenso bei Telegraphie- wie bei Hörfunksignalen
  • Bezeichnung des Mediums.

Vor allem im englischen Sprachraum gilt dies bis in die Gegenwart. Nur der Teilbereich des Hörfunks wurde ab den 1920ern abgrenzend als broadcast(ing) bezeichnet.

Im deutschen bzw. als jeweiliger Ausdruck in anderen westgermanischen Sprachen prägten sich dafür die Worte Rundfunk (später Hörfunk) oder speziell in der Deutsch-Schweiz, in Liechtenstein und teilweise in Österreich Rundspruch sowie im Flämischen bzw. niederländisch Omroep (roep = Ruf) heraus.

In romanischen ebenso wie in slawischen Sprachen wird dafür hauptsächlich der Wortstamm Radio(f-ph)on… bzw. Radiotelephon… zuzüglich der jeweilen Endung in der entsprechenden Sprache verwendet.

Nach dem Duden ist das Wort folgendermaßen definiert:

„Zitat:

  • 1. Rundfunkgerät, -empfänger, Radioapparat
  • sowie 2.
    • Rundfunk, Hörfunk (als die durch das Rundfunkgerät verkörperte Einrichtung zur Übertragung von Darbietungen in Wort und Ton)
    • Sender, Rundfunkanstalt“
Eintrag im „Duden - Deutsche Rechtschreibung”[93]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Faulstich: Einführung in die Medienwissenschaft. Wilhelm Fink Verlag. München, 2002. Seite 24 und 167-204. ISBN(-10) 3-770-53799-8
  2. Petra Löffler, Albert Kümmel: Medientheorie 1888-1933. Suhrkamp Verlag. Frankfurt a. M., 2002. Seite 156-311. ISBN(-10) 3-518-29204-8
  3. Jed Z. Buchwald: The creation of scientific effects. University of Chicago Press, Chicago 1994, ISBN 0-226-07888-4, S. 218ff.
  4. a b Degna Marconi: Kapitel Drei. In: My Father, Marconi. Frederick Muller, London 1962.
  5. Thomas Piper (Publisher): Prof. D. E. Hughes' Researches in Wireless Telegraphy. In: „The Electrician“. 5. Mai 1899. London 1899, S. 40–41.
  6. a b Fred Gardiol, Yves Fournier: In: Salvan, die Wiege der Telekommunikation. Marconi und seine ersten Versuche mit drahtloser Kommunikation in den Schweizer Alpen. (PDF; 486 kB), Bulletin SEV/VSE 21/2007, S. 24–28.
  7. Guigliemo Marconi: Wireless telegraphic communication – Nobel Lecture, 11. Dezember 1909: Veröffentlichungen der Nobel Foundation 1909, abgerufen auf nobelprize.org
  8. Ángel Faus Belau: Historia de la Radio. Taurus Ediciones, Madrid 2007.
  9. F. Fuchs: Grundriß der Funken-Telegraphie. R. Oldenbourg, München/ Berlin 1922, S. 58.
  10. F. Fuchs: Grundriß der Funken-Telegraphie. R. Oldenbourg, München/ Berlin 1922, S. 57.
  11. Bureau of Standards 1922, S. 400.
  12. Poulson wireless progressing. In: „Popular Mechanics”. Ausgabe Juni 1907. Herausgeber Hearst Magazines. Chicago, 1907, S. 675.
  13. Frank Sichla: Empfangsprinzipien und Empfängerschaltungen. VTH-Verlag, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-88180-842-2, S. 9–12.
  14. Maurice L. Sievers. Crystal-clear detection. In: Crystal-clear. Band I. Sonoran Publisher, Mesa (Arizona USA) 2008, ISBN 978-1-886606-01-2, S. 3ff.
  15. Gregory Malanowski: The cat-whisker. In: The race for wireless. Author House. Bloomington (Indiana USA) 2011, ISBN 978-1-4634-3750-3, S. 45ff.
  16. Vladimir Gurevitch: Electric relays: Principles Applications. Taylor & Francis Group/CRC Press, Boca Ratin (Florida USA) 2006, ISBN 0-8493-4188-4, S. 211ff.
  17. Thomas H. Lee: Planar Microwave Engineering: A practical guide to theory, measurements and circuits. Cambridge University Press, Edinburgh 2004, ISBN 0-521-83526-7, S. 297ff.
  18. G. W. A. Drummer: A concise history of audio and sound reproduction. In: Electronic inventors and discoveries. Taylor & Francis Group/Institute of Physics Publishing, Bristol 1997, ISBN 0-7503-0493-6, S. 18f.
  19. Veröffentlichungen des radiomuseum.org RMorg
  20. Schweizer Radio DRS, Autorenkollektiv: Geschichte des Radios 1911–2008. Schweizer Radio DRS, Zürich 2008, S. 6.
  21. Kurt Seeberger: Der Rundfunk. In: Wolfgang Stammler: Deutsche Philologie im Aufriss. Band III. Berlin, 1957, Sp. 666.
  22. „Popular Mechanics”, Juni 1907, ebenda.
  23. Veröffentlichung vom Verein „Radio-Museum“ ebenda
  24. Die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Radiotelephonie. In: Morgenausgabe „Neue Freie Presse”, 21. März 1914, Herausgeber Moriz Benedikt. Wien, 1914, S. 9.
  25. Johann Richter: Die Vereisung der Beltsee und südlichen Ostsee im Winter 1928 - 29. Reprint von 1933. Salzwasser Verlag, Paderborn 2011, ISBN 978-3-86444-069-4, S. 7f.
  26. Veröffentlichung von oldtimeradio.de oldtimeradio
  27. Veröffentlichung vom Verein „Radio-Museum“ radio-museum.de
  28. Veröffentlichung von Jorge Guimarães Silva Lissabon
  29. Brian Hennessy: The Emergence of Broadcasting in Britain Southerleig, Devon 2005, ISBN 0-9551408-0-3, S. 11f.
  30. Veröffentlichungen vom Columbia Broadcasting System CBS
  31. Joseph E. Baudino und John M. Kittross: Milestones:Westinghouse Radio. In: Journal of Broadcasting. 1977. (online)
  32. Mike King: Canada’s first radio station goes off the air. In: „The Gazette“. 29. Januar 2010, Postmedia Network, Montreal 2010 „The Gazette“ @montrealgazette.com
  33. Veröffentlicht in: Festschrift 75 Jahre Lorenz AG – 1880 bis 1955. Verlagsdruckerei Conradi & Co., Stuttgart 1955.
  34. Joseph E. Baudino und John M. Kittross, ebenda (online)
  35. Veröffentlichungen von clarinX: La historia de la radio en la Argentina
  36. Jim Sullivan: Dashing heroes of a harbour crossing. In: „Orago Daily Times“. 6. Dezember 2008 „Orago Daily Times«
  37. Caroline Ulmann-Mauriat: Die Geburt des Rundfunks in Frankreich. In: Die Idee des Radios im Jahrbuch Medien und Geschichte 2004. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004, ISBN 3-89669-462-6, S. 112f.
  38. Barry Mishkind: Recherche-Liste von Stationen der USA Liste
  39. FIFA-Online: The roots of football coverage. Veröffentlichungen der FIFA FIFA
  40. Caroline Ulmann-Mauriat, ebenda.
  41. Peter Lord: The history of Hull's first radio station. Veröffentlichungen der BBC 2010 (online)
  42. Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunks in der Schweiz DRS2
  43. О нас. Veröffentlichungen der Stimme Russlands Stimme Russlands, abgerufen 22. Oktober 2013.
  44. Veröffentlichungen der Japan Broadcasting Corporation NHK
  45. Veröffentlichungen Colombo Radio Colombo Radio
  46. Dennis D. McCarthy, Kenneth P. Seidelmann: Time: From Eart Rotation to Atomic Physic. Wiley-VCH, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-40780-4, S. 287.
  47. Holger Lersch: Aspekte einer vergleichenden Rundfunkgeschichte. In: Die Idee des Radios. In: Jahrbuch Medien und Geschichte 2004. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004, S. 38.
  48. Helmut Schanze: Rundfunk, Medium und Massen. In: Die Idee des Radios. In: Jahrbuch Medien und Geschichte 2004. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004, S. 18–19.
  49. Silke Merten: Das Mediensystem der Niederlande. Veröffentlichungen der Uni Münster, 2005. Universität Münster
  50. Caroline Ulmann-Mauriat, ebenda.
  51. Dashing heroes of a harbour crossing „Otago Daily Times" 6. September 2008Otago Daily Times
  52. Veröffentlichung von Radio Cubana R C
  53. Слушайте! Говорит Москва! Veröffentlichungen der Stimme Russlands Stimme Russlands, abgerufen 22. Oktober 2013.
  54. Veröffentlichung von Zeezenders
  55. Lenka Cábelová: Anfänge des Rundfunks in der Tschechoslowakei. In: Die Idee des Radios im Jahrbuch Medien und Geschichte 2004. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004, ISBN 3-89669-462-6, S. 139ff.
  56. Toby Miller: Television: Critical Concepts. In: Media and Cultural Studies. Routledge Publishing, 2003.
  57. Jorge Guimarães Silva: Portugal Daten. Portugal
  58. Veröffentlichungen des Norge Radio NRK
  59. Veröffentlichungen des Radio Sverige RSv
  60. Veröffentlichungen des Danmarken Radio DR
  61. Veröffentlichungen des Suomi Radio SuR
  62. Veröffentlichungen des Vatikan Radio Vatican
  63. Veröffentlichungen von Latvijas Radio LTR
  64. Veröffentlichungen von RTE RTE-1920
  65. Veröffentlichungen von RTE RTE-history
  66. Alexander Ganse: Free City of Danzig, 1920–1939 2002, Veröffentlichungen der Korean Minjok Leadership Academy KMLA
  67. Veröffentlichungen von Lietuvos nacionalinis radijas ir televizija LRT
  68. Sigitas Žilionis: 4 Marca 1927r. w Wilnie nadana pierwsza Audycja Radiowa S. Zilionis
  69. Veröffentlichungen von Radio Romania RR-1927
  70. ebenda: RR-1928
  71. Toby Miller, ebenda
  72. Veröffentlichungen von Broadcasting Corporation of China BCC
  73. ebenda: Radio Vatican
  74. Veröffentlichungen von Radio Maroc RM
  75. О нас. Veröffentlichungen der Stimme Russlands. ebenda.
  76. Veröffentlichungen von Radio Iceland RÚV
  77. Veröffentlichungen des Vatikan Radio Vatian
  78. Keith Neilson, Greg Kennedy The British Way in Warfare: Power and the International System, 1856–1956. Farnham, England, 2010, ISBN 978-0-7546-6593-9, S. 65.
  79. Douglas A. Boyd. Broadcasting in the Arab World. Philadelphia, Temple University Press. 1982.
  80. Veröffentlichungen von Ethiopian Radio and Television Agency ERTA
  81. Veröffentlichung von Radio Israel Int. israelradio
  82. Yeheskel Kojaman: Jewish Role in Iraqi Music. Journal of Babylonian Jewry In: „The Scribe“, Ausgabe 78 2005/10 Publiziert von der Exilarch’s Foundation, 2005, S. 42.
  83. Kiesinger – Unwiderstehliche Kraft. In: Magazin „Der Spiegel", Ausgabe 49/1966, 28. November 1966, Spiegelverlag Hamburg 1966.
  84. Veröffentlichung von RTV Montenegro RTCG
  85. Veröffentlichungen des Stiftung Radiomuseum Luzern ch-radiomuseum
  86. ebenda: ch-radiomuseum
  87. Roger Jean Rebmann: Anfänge des Basler Rundfunks und das Studio Basel Radio-Studio Basel
  88. ebenda: ch-radiomuseum ch-radiomuseum
  89. Lenka Cábelová, ebenda, S. 160 f.
  90. Marie Gillespie, Alban Webb: Diasporas and Diplomacy: Cosmopolitan contact zones at the BBC Worldservice (1932–2012). Routledge, Abingdon-Oxon 2013, ISBN 978-0-415-50880-3, S. 57ff.
  91. Veröffentlichung vom Belgischen Rundfunk BRF
  92. List of IEEE Milestones. Veröffentlichungen der IEEE, abgerufen am 24. Oktober 2013.
  93. Duden - Deutsche Rechtschreibung Eintrag Radio)