Ergersheim (Bas-Rhin)

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Ergersheim
Wappen von Ergersheim
Ergersheim (Frankreich)
Ergersheim
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Molsheim
Koordinaten 48° 34′ N, 7° 32′ O48.5697222222227.5269444444444168Koordinaten: 48° 34′ N, 7° 32′ O
Höhe 157–261 m
Fläche 6,51 km²
Einwohner 1.210 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 186 Einw./km²
Postleitzahl 67120
INSEE-Code
Website mairie-ergersheim.fr

Ergersheim (elsässisch: Arische) ist eine Gemeinde mit 1210 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Dort kreuzen sich die Hauptstraßen D30 und D45. Nachbargemeinden sind Dahlenheim, Osthoffen, Ernolsheim-Bruche, Dachstein und Wolxheim. Nach Straßburg sind es ca. 22 km.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt den Stadtpatron, den Heiligen Nikolaus, zugleich Schutzpatron der St.-Nikolaus-Kirche. Das Salzfass mit den drei Kindern zu seinen Füßen weist auf die Auferweckung der getöteten Scholaren hin, deren Leichen in einem Salzfass eingepökelt waren und die der Hl. Nikolaus nach der Legende wieder zum Leben erweckt haben soll.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 655 626 585 726 843 937 1023

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die römisch-katholische St.-Nikolaus-Kirche wurde dem Stadtpatron geweiht. Die Hauptfassade stammt von 1873.
  • Die St.-Michaels-Kapelle ist der einzige Zeuge des seit 1444 verschwundenen Dorfes Rimlenheim bei Ergersheim. Diese Kapelle stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist in die Weinberge im Tal der Rüsselkäfer eingebettet. Das verschwundene Dorf Rimlenheim wurde erstmals 884 erwähnt. Der Weiler wurde von den Armagnacs, einem wilden Söldnerhaufen, im Jahre 1444 zerstört. Es blieben nur fünf Häuser im frühen 17. Jahrhundert. Die Kapelle wurde einst mit einem von Ostermeyer, Soultz-les-Bains, gemeißelten Altarbild von 1741 zu Ehren der Jungfrau Maria geschmückt. Eine Messe zum Gedenken an die verschwundenen Dorfbewohner wird in dieser Kapelle am 29. September mit einer Wallfahrt gefeiert, dem Tag des Erzengels Michael.
  • Trappistenkloster Abbaye Notre-Dame d’Altbronn. Die Zisterzienser-Schwestern belegen seit 1895 die alte, 1820 gebaute Villa der Simonis, einer aus Italien zugezogenen Familie. Mehrere Mitglieder dieser Familie zeichnen sich in den Reihen des Klerus aus und widmen sich sozialen und karitativen Werken. So z.B. war Jacob Ignatius Simonis (1831–1903) katholischer Geistlicher, Professor und Reichstagsabgeordneter und galt als einer der führenden Köpfe der katholisch-elsässischen Protestlergruppe. Paul Müller-Simonis war Mitgründer der Elsaß-Lothringischen Zentrumspartei (ELZ). Im Jahr 1895 wurde der Villa eine Kirche und ein Klostergebäude angefügt.
  • altes Waschhaus von Ergersheim am Bruche-Kanal/Nebengewässer der Ill
  • ehemalige Wäscherei, mehrstöckiger quadratischer Turm von 1835, heute Privatbesitz, in Ergersheim am Bruche-Kanal
  • der Bruche (Fluss)-Kanal/Nebengewässer der Ill in Ergersheim

Schwestergemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ergersheim, Bas-Rhin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien