Ergolding
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Landshut | |
| Höhe: | 392 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,16 km² | |
| Einwohner: |
11.905 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 320 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84030 | |
| Vorwahl: | 0871 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 74 126 | |
| Marktgliederung: | 22 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Lindenstraße 25 84030 Ergolding |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Heckner (Freie Wähler) | |
| Lage des Marktes Ergolding im Landkreis Landshut | ||
Ergolding ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Landshut.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Ergolding grenzt direkt nördlich an das Stadtgebiet von Landshut, mit dem es mittlerweile zusammengewachsen ist. Die Gemeinde liegt an der A 92 von Deggendorf (75 km) nach München (70 km) sowie an der B 11 und der B 15 von Regensburg (65 km) nach Rosenheim (90 km).
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Ergolding hat 22 amtlich benannte Ortsteile[2] in zwei Gemarkungen:
| Gemarkung Ergolding | Gemarkung Oberglaim |
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Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet um Ergolding war schon seit der Jungsteinzeit (ca. 2000 v. Chr.) besiedelt, wie Ausgrabungen in der Nachbargemeinde Altdorf belegen. Zur Zeit der Römer trafen sich hier zwei wichtige Handelsstraßen, an denen sich in kurzen Abständen Wachstationen und Rasthäuser befanden, aus denen sich später die heutigen Siedlungen entwickelten. Die eine Straße verlief am linken Isarufer vom heutigen Augsburg ins heutige Passau. Die zweite, eine so genannte Salzstraße verlief von Castra Regina (dem heutigen Regensburg) nach Süden. Die Isar wurde hierbei wahrscheinlich beim heutigen Altheim überquert. 1978 wurde nördlich von Ergolding ein römischer Friedhof entdeckt.
Um die erste Hälfte des 6. Jahrhunderts wurden viele Siedlungen im heutigen Bayern von landsuchenden germanischen Stämmen gegründet. Die Ortsnamen wurden vielfach aus dem Namen des Gründers durch Anhängen der Silbe -ing gebildet. So geht der Legende nach der Name Ergolding auf einen Thomas von Ergolda zurück.
Ab 788 ist Ergolding Königsgut, nachdem Karl der Große den letzten Agilolfinger Herzog Tassilo III. wegen Ungehorsams absetzt. Die Siedlung wird zum ersten Mal 822 und 824 direkt in Urkunden erwähnt, die zu den ältesten der bayerischen Geschichte gehören. Diesen Dokumenten zufolge fanden hier Gerichts- oder Landtage statt. 1007 geht Ergolding in den Besitz des Bamberger Hochstifts über. Ab dem 13. Jahrhundert befindet es sich wieder im Besitz der bayerischen Herzöge und besitzt einen Landgerichtshof (bis 17. Jahrhundert). Im 15. Jahrhundert besteht Ergolding aus ca. 100 Anwesen. 1504 wird es im Landshuter Erbfolgekrieg gänzlich niedergebrannt. Durch die enge Nachbarschaft zum 1204 von Ludwig dem Kelheimer gegründeten Landshut entwickelt sich das Dorf nicht zum Markt, sondern bleibt bis zum Zweiten Weltkrieg landwirtschaftlich ausgerichtet. 1808 wird Ergolding mit Piflas und Albing zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich vor allem viele Heimatvertriebene dort an, wodurch es zu einem großen Anstieg der Einwohnerzahl kommt. Am 17. Juli 1976 werden Ergolding die Marktrechte verliehen.[3]
Änderungen der Gemeindegrenzen [Bearbeiten]
Die Siedlung Hascherkeller wurde 1974 von Ergolding in die kreisfreie Stadt Landshut umgegliedert.
Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberglaim mit Ausnahme der Einöde Lehen (rund zwölf Einwohner, nach Hohenthann) eingegliedert.[4]
Politik [Bearbeiten]
Die letzte Kommunalwahl am 2. März 2008 führte zu folgender Sitzverteilung im Marktgemeinderat:
- CSU: 10 Sitze
- Freie Wähler: 8 Sitze
- SPD: 3 Sitze
- ÖDP: 2 Sitze
- FDP: 1 Sitz
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Seit 29. September 1989: Mattarello in Italien (ein Stadtteil von Trient). Es findet seitdem ein reger Austausch und Kontakt statt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Pfarrkirche Mariä Heimsuchung. Der spätromanische Bau mit dreigeschossigem Turm wurde im Inneren barockisiert. Der Hochaltar von 1760 bis 1770 besitzt Schnitzfiguren von Christian Jorhan dem Älteren und eine Madonnenfigur von 1510 bis 1520. An den Seitenaltären befinden sich Figuren von Jorhan aus dem Jahr 1781. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1680, die Fresken schuf Sebastian Vischer 1767.
- Kirche St. Peter. Die spätgotische einschiffige Hallenkirche des ausgehenden 15. Jahrhunderts besitzt einen älteren fünfgeschossigen Turm. Eine Wandbemalung von 1565 zeigt u. a. das Jüngste Gericht. Der größte Teil der Inneneinrichtung ist neugotisch mit zwei gotischen Schnitzfiguren: Christus erteilt den Segen (um 1500) und Maria mit Kind (um 1460).
- Liste der Baudenkmäler in Ergolding
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Gustav Waldau (1871–1958), Schauspieler
- Heinz Winbeck (* 1946 in Piflas), Komponist
- Gertraud Goderbauer (* 1955), Abgeordnete des Bayerischen Landtags (CSU)
- Judith Rosmair (* 1967), Schauspielerin
- Jürgen Luginger (* 1967), deutscher Fußballtrainer
- Wolfgang Stark (* 1969), deutscher FIFA-Schiedsrichter
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/224115&attr=OBJ&val=705
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 615.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 617.
- ↑ http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=274&suchbegriff=2
Weblinks [Bearbeiten]
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