Eric Frenzel

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Eric Frenzel Nordische Kombination
Weltmeister 2013 im Val di Fiemme
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 21. November 1988
Geburtsort Annaberg-BuchholzDDR
Karriere
Verein WSC Erzgebirge Oberwiesenthal
Nationalkader seit 2003
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 2 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze 2010 Vancouver Team
Gold 2014 Sotschi Einzel Normalschanze
Silber 2014 Sotschi Team
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2009 Liberec Team
Gold 2011 Oslo Einzel Normalschanze
Silber 2011 Oslo Team Normalschanze
Silber 2011 Oslo Team Großschanze
Bronze 2011 Oslo Einzel Großschanze
Gold 2013 Val di Fiemme Einzel Großschanze
Bronze 2013 Val di Fiemme Team-Sprint
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Gold 2007 Tarvisio Sprint
Silber 2007 Tarvisio Team
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 2007
 Weltcupsiege 22 (davon 6 Team/Staffel)
 Gesamtweltcup 1. (2012/13, 2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 14 8 8
 Sprint 1 1 0
 Massenstart 1 0 0
 Team 5 3 1
 Teamsprint 1 1 1
letzte Änderung: 6. März 2014

Eric Frenzel (* 21. November 1988 in Annaberg-Buchholz) ist ein deutscher Nordischer Kombinierer. Er wurde 2014 Olympiasieger, 2011 und 2013 Einzel-Weltmeister und gewann 2013 und 2014 die Gesamtwertung des Weltcups.

Werdegang[Bearbeiten]

Eric Frenzel startet für den WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Er stammt aus Geyer und betreibt seit 1995 Skisport. Seit 2003 gehört er zum Nationalkader. Er ist Sportsoldat der Bundeswehr und wird von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Frankenberg/Sachsen betreut. Seit März 2003 trat er in Juniorenrennen und anderen unterklassigen Veranstaltungen wie FIS-Rennen und dem World Cup B an. Hier konnte er seine Leistungen kontinuierlich steigern und erreichte mehrfach sehr gute Ergebnisse.

Nach einem ersten Start im Weltcup im Januar 2007 in Lago di Tesero (44. im Massenstart) wurde Frenzel erstmals für die Nordische Skiweltmeisterschaft nominiert. In Sapporo wurde er 22. im Gundersen-Wettbewerb. Bei den anschließenden Junioren-Weltmeisterschaften in Tarvisio gewann Frenzel Gold im Sprint, die Silbermedaille mit der Staffel und er wurde Achter im Gundersen-Wettbewerb. Zu Beginn der Saison 2007/08 konnte der Oberwiesenthaler in seinem zweiten Weltcuprennen (Gundersen-Methode) in Kuusamo als Vierter erstmals eine Platzierung in den Top-Ten erreichen. Im Januar folgte in Klingenthal in einem Massenstart-Wettbewerb der erste Sieg. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Liberec erreichte er mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb. Gemeinsam mit Björn Kircheisen, Tino Edelmann und Johannes Rydzek gewann er die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver.

Weltmeister 2011 in Oslo

Beim Auftaktwettbewerb der Weltcup-Saison 2010/11 im finnischen Kuusamo belegte Frenzel Rang zwei, dabei stellte er im Sprunglauf auf der Rukatunturi-Schanze mit 148,5 Metern einen neuen Schanzenrekord auf. Am 26. Februar 2011 feierte er seinen bislang größten Erfolg, als er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo Weltmeister im Einzel des Gundersen-Wettkampfs (ein Sprung von der Normalschanze, 10 km Langlauf) wurde. Zwei Tage später wurde er mit der deutschen 4×5-Kilometer-Staffel Vizeweltmeister und gewann am 2. März 2011 die Bronzemedaille in der Entscheidung von der Großschanze mit anschließendem Langlauf.

Im Winter 2012/13 gewann er im Januar vier Wettkämpfe in Seefeld und Klingenthal in Folge und übernahm erstmals die Führung in der Weltcupwertung.[1] Zudem siegte er als erster deutscher Kombinierer nach fünf Jahren wieder bei einem Heimrennen.[2] Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2013 im Val di Fiemme verpasste er zunächst im ersten Einzelwettkampf eine Medaille nur knapp, als er im Schlusssprint gegen Mario Stecher und Björn Kircheisen den Kürzeren zog. Beim Springen von der Großschanze stellte er mit 138,5 m einen neuen Schanzenrekord auf, behielt die daraus resultierende Führung in der Loipe bis ins Ziel und wurde zum zweitenmal Weltmeister.[3] Im Teamsprint gewann er zusammen mit Tino Edelmann zudem noch die Bronzemedaille. Am 15. März 2013 sicherte er sich mit einem Sieg in Oslo den Gewinn des Weltcups in der Saison 2012/13.

In der Saison 2013/14 gewann Frenzel das erstmals ausgetragene „Nordic Combined Triple“ in Seefeld mit drei Wettkämpfen, in denen Langlaufstrecken über 5, 10 und 15 km absolviert wurden, und jeweils mit den Abständen des Vortages gestartet wurde. Hierfür gab es 200 Weltcuppunkte und 30.000 Euro Preisgeld. Zuvor war er schon bei drei weiteren Weltcuprennen siegreich. Am 12. Februar 2014 gewann er bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Gold auf der Normalschanze. Nach einer Virusinfektion blieb er im Wettbewerb von der Großschanze trotz Führung nach dem Springen ohne Medaille. Mit dem Team gewann er als Startläufer zusammen mit Björn Kircheisen, Johannes Rydzek und Fabian Rießle die Silbermedaille. Im ersten Wettkampf nach den Spielen sicherte er sich mit dem dritten Platz in Lahti zum zweiten Mal den Gewinn des Gesamtweltcups.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele

Vancouver 2010: 3. Team, 10. Gundersen NH, 40. Gundersen LH
Sotschi 2014: 1. Gundersen NH, 2. Team, 10. Gundersen LH

Weltmeisterschaften

Sapporo 2007: 22. Gundersen
Liberec 2009: 2. Team, 8. Massenstart, 29. Gundersen LH, 34. Gundersen NH
Oslo 2011: 1. Gundersen NH, 2. Team NH, 3. Gundersen LH
Val di Fiemme 2013: 1. Gundersen LH, 3. Teamsprint LH, 4. Gundersen NH, 6. Team NH

Weltcup
  • 33 Podestplatzierungen, davon 16 Siege:
Nr. Datum Ort Land Disziplin
1
20. Januar 2008 Klingenthal DeutschlandDeutschland Deutschland Massenstart
2
30. Januar 2010 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
3
4. Dezember 2011 Lillehammer NorwegenNorwegen Norwegen Penalty Race
4
19. Januar 2013 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
5
20. Januar 2013 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
6
26. Januar 2013 Klingenthal DeutschlandDeutschland Deutschland Gundersen
7
27. Januar 2013 Klingenthal DeutschlandDeutschland Deutschland Penalty Race
8
8. März 2013 Lahti FinnlandFinnland Finnland Gundersen
9
15. März 2013 Oslo NorwegenNorwegen Norwegen Gundersen
10
30. November 2013 Kuusamo FinnlandFinnland Finnland Gundersen
11
8. Dezember 2013 Lillehammer NorwegenNorwegen Norwegen Gundersen
12
15. Dezember 2013 Ramsau am Dachstein OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
13
17. Januar 2014 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Sprint
14
18. Januar 2014 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
15
19. Januar 2014 Seefeld OsterreichÖsterreich Österreich Gundersen
16
26. Januar 2014 Oberstdorf DeutschlandDeutschland Deutschland Gundersen
  • 6 Weltcupsiege im Team:
Nr. Datum Ort Land Disziplin
1
3. Januar 2009 Schonach DeutschlandDeutschland Deutschland Staffel
2
24. Januar 2010 Schonach DeutschlandDeutschland Deutschland Staffel
3
13. Januar 2013 Chaux-Neuve FrankreichFrankreich Frankreich Team-Sprint
4
3. Februar 2013 Sotschi RusslandRussland Russland Staffel
5
9. März 2013 Lahti FinnlandFinnland Finnland Team-Sprint
6
25. Januar 2014 Oberstdorf DeutschlandDeutschland Deutschland Staffel
  • Platzierungen im Gesamtweltcup:
2007/08: 7.
2008/09: 11.
2009/10: 4.
2010/11: 4.
2011/12: 6.
2012/13: 1.
2013/14: 1.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Privates[Bearbeiten]

Eric Frenzel machte am Sportinternat Oberwiesenthal Abitur. Mit 18 Jahren wurde er Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Familie im oberpfälzischen Flossenbürg.[4] Im September 2013 begann er ein Studium für Wirtschaftsingenieurwesen in einem Pilotprojekt für Spitzensportler an der Hochschule Mittweida.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eric Frenzel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kombinierer Frenzel holt vier Siege in Serie Stuttgarter Zeitung online, 27. Januar 2013, abgerufen am 27. Januar 2013
  2. Kombinierer Frenzel holt Heimerfolg und Gelbes Trikot Die Welt online, 26. Januar 2013, abgerufen am 27. Januar 2013
  3. Frenzel holt Gold in der Kombination: „Ich bin überwältigt“ Focus online, 28. Februar 2013
  4. Eric Frenzel: Sportlicher Familienmensch Badische Zeitung, 2. März 2013, abgerufen am 31. Januar 2014.
  5. Freundin und Söhnchen größte Fans von Weltmeister Eric Frenzel tagblatt.de, 29. November 2013, abgerufen am 31.Januar 2014.