Eric Saade

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Eric Saade (2011)
Saade bei einem Auftritt im Jahr 2010

Eric Khaled Saade (* 29. Oktober 1990 in Kattarp, Helsingborg) ist ein schwedischer Sänger und Fernsehmoderator. 2011 vertrat er sein Heimatland beim Eurovision Song Contest mit dem englischsprachigen Song Popular.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Eric Saade wurde 1990 in Kattarp außerhalb von Helsingborg als Sohn einer Schwedin und eines Libanesen palästinischer Herkunft geboren. Seine Eltern ließen sich scheiden, als er vier Jahre alt war. Er ist der zweitälteste unter acht Geschwistern und Halbgeschwistern. Mit dreizehn Jahren begann er Songs zu schreiben. Erste Aufmerksamkeit erreichte er als Gewinner der schwedischen Musikshow Joker. Fußball war seine größte Leidenschaft, bevor er mit fünfzehn Jahren seinen ersten Musikvertrag unterschrieb.[1]

Privatleben [Bearbeiten]

Saade hatte eine Beziehung mit der schwedischen Sängerin Molly Sandén. Sie lebten seit Anfang 2011 zusammen,[2] bis ihre Beziehung am 9. Januar 2012 offiziell endete.[3]

Karriere [Bearbeiten]

Musikkarriere [Bearbeiten]

2009-2010: Beginn und erste Erfolge [Bearbeiten]

2009 erschien mit dem Song Sleepless die erste Single von Eric Saade und erreichte lediglich den 44. Platz der schwedischen Single-Charts.

2010 versuchte sich Saade erstmals beim Melodifestivalen, dem schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, und wurde mit dem Titel Manboy Dritter.[4] Der von Frederik Kempe geschriebene Song erreichte trotzdem die Spitze der schwedischen Hitparaden und wurde mit Platin ausgezeichnet. Nach dem Wettbewerb wurde er zu einem von fünf Mitgliedern der schwedischen Jury für den Eurovision Song Contest 2010 ernannt und durfte im Finale die Ergebnisse der schwedischen Zuschauer und Juroren verkünden.

Im Mai erschien das Debütalbum des Künstlers. Masquerade konnte bis auf den zweiten Platz der schwedischen Albumcharts klettern und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Im Sommer folgte eine erste Konzerttour durch Schweden. Saade gab 23 Konzerte.

2011: Teilnahme am Eurovision Song Contest [Bearbeiten]

Im folgenden Jahr trat er erneut beim populären Melodifestivalen an, dieses Mal mit dem ebenfalls von Frederik Kempe geschriebenen Song Popular. Nachdem er die erste Runde souverän für sich entscheiden konnte, gewann er auch das Finale des Wettbewerbs mit 54 Punkten Vorsprung zum Zweitplatzierten Danny Saucedo und löste somit das Ticket zum Eurovision Song Contest 2011, der nach dem Sieg der deutschen Sängerin Lena im Jahr 2010 in Düsseldorf stattfand. Im Vorfeld als Mitfavorit auf den Sieg gehandelt, konnte er zunächst das zweite Semifinale mit 155 Punkten für sich entscheiden und landete im Finale der Veranstaltung hinter dem aserbaidschanischen Duo Ell und Nikki und dem Italiener Raphael Gualazzi mit 185 Punkten auf dem dritten Platz. Es war die beste schwedische Platzierung im Wettbewerb seit dem Sieg von Charlotte Nilsson im Jahr 1999.

Saade errang mit Popular daraufhin Chartplatzierungen in einigen Ländern Europas, unter anderem in Deutschland, Österreich und Großbritannien.

seit 2011: Tour und 3. Album Saade Vol. 2 [Bearbeiten]

Im Juni 2011 veröffentlichte Saade in Schweden den Song Hearts in the Air, an dem auch der Rapper J-Son beteiligt ist. Der Titel konnte den zweiten Rang der schwedischen Charts erklimmen. Im Sommer tourte er zum zweiten Mal durch Schweden. Insgesamt gab er 22 Konzerte.

Im November 2011 erschien das bereits dritte Album des Sängers. Die erste Single des Albums Hotter than Fire ist eine Zusammenarbeit mit Dev und erschien am 2. November 2011 in Schweden.

Im April 2012 veröffentlichte er zusammen mit Tone Damli den Song Imagine, der auf Platz neun der norwegischen Charts einstieg.

Moderator [Bearbeiten]

Saade war 2009 Moderator der Sendung My Camp Rock auf dem schwedischen Disney Channel und moderierte die Talentshow Julias Stjärnskott. Eric Saade interviewte mit 16 beim schwedischen Disney Channel den Hollywoodschauspieler Zac Efron.

2013 hat Eric als Moderator vom Green Room aus die Hauptmoderatorin Petra Mede beim Eurovision Song Contest 2013 unterstützt.

Diskografie [Bearbeiten]

Alben [Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[5] Anmerkungen
DE AT SE
2010 Masquerade 2
(58 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2010
2011 Saade Vol.1 1
(43 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2011
Saade Vol.2 1
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. November 2011

Singles [Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[5] Anmerkungen
DE AT SE
2009 Sleepless
Masquerade
44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Dezember 2009
2010 Manboy
Masquerade
1
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2010
Break of Dawn
Masquerade
45
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juni 2010
2011 Popular
Saade Vol.1
48
(3 Wo.)
29
(3 Wo.)
1
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2011;
12. Mai 2011 (Weltweit)
Hearts in the Air
Saade Vol.1
2
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2011
(feat. J-Son)
Hotter Than Fire
Saade Vol.2
5
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 2011
(feat. Dev)
2012 Imagine 49
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. April 2012
(feat. Tone Damli)

Auszeichnungen und Nominierungen [Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie Arbeit Ergebnis
2010 Scandipop Awards[6] „Brightest New Hope for 2010“ Eric Saade Gewonnen
Marcel Bezençon Awards (Melodifestivalen) „Artistic Award“ Manboy Gewonnen
Rockbjörnen Awards[7] „Best Swedish Song of the Year“ Nominiert
„Best Swedish Male Live Act“ Eric Saade Nominiert
„Best Breakthrough Act“ Nominiert
2011 Scandipop Awards[8] „Best Male“ Gewonnen
„Best New Artist“ Nominiert
„Best Male Album“ Masquerade Nominiert
„Best Album from a New Artist“ Gewonnen
„Best Male Single“ Manboy Nominiert
It’s Gonna Rain Nominiert
„Best Single from a New Artist“ Nominiert
Manboy Nominiert
Grammis[9] „Song of the Year“ Nominiert
QX Gay Awards[10] „Artist of the Year“ Eric Saade Nominiert
Marcel Bezençon Awards (Melodifestivalen) „Press Award“ Popular Gewonnen
Nickelodeon Kids’ Choice Awards (Schweden)[11] „Sweden’s Favorite Star“ Eric Saade Nominiert
ESC Radio Awards[12] „Best Male Artist“ Gewonnen
„Best Song“ Popular Gewonnen

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. vgl. Offizielle Biografie bei ericsaade.com (schwedisch; aufgerufen am 23. März 2011)
  2. http://www.expressen.se/noje/melodifestivalen2011/1.2337325/eric-saade-firade-med-flickvannen-molly-sanden
  3. http://www.aftonbladet.se/nojesbladet/klick/article14183927.ab
  4. Anna Bergendahl gewinnt Melodifestivalen 2010!', eurofire.blog.de, 13. März 2010, abgerufen am 20. September 2011
  5. a b Chartquellen: DE AT SE
  6. Scandipop Awards 2010. In: Scandipop Awards. scandipop.co.uk. Abgerufen am 27. Juni 2011.
  7. Rockbjörnen Awards 2010
  8. Scandipop Awards 2011. In: Scandipop Awards. scandipop.co.uk. Abgerufen am 27. Juni 2011.
  9. Grammis 2011. In: Grammis. Abgerufen am 27. Juni 2011.
  10. QX Gay Awards 2011. In: QX Awards. gx.se. Abgerufen am 27. Juni 2011.
  11. Nickelodeon
  12. ESC Radio Awards 2011. In: ESC Radio Awards. escradio.com. Abgerufen am 6. Juni 2011.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Eric Saade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien