Erich Beer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erich Beer (1975)

Erich „Ete“ Beer (* 9. Dezember 1946 in Neustadt bei Coburg in Oberfranken) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Erich Beer begann seine Karriere in der Jugend der SpVgg Germania Ebing, bevor er mit seinen Eltern nach Neustadt bei Coburg zog und sich dort der Jugendabteilung des VfL Neustadt anschloss. Er spielte bis Ende 1967 für den VfL Neustadt und absolvierte im Frühjahr 1968 einige Spiele für die Amateurmannschaft der SpVgg Fürth, danach von 1968 bis 1979 für den 1. FC Nürnberg, Rot-Weiss Essen und Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga. Für diese Vereine war er als Stürmer und Mittelfeldspieler in 343 Spielen aktiv und erzielte 95 Treffer. Er war bis vor wenigen Jahren bei Hertha BSC mit 83 Toren in 254 Bundesligaspielen der vereinsinterne Rekordtorschütze bevor er von Michael Preetz kurz vor dessen Karriereende noch überholt wurde.

Nachdem er von 1979 bis 1981 bei Ittahad Dschidda in Saudi-Arabien gespielt hatte, wechselte Beer 1981 zum TSV 1860 München in die 2. Bundesliga. Hier spielte er bis 1984, ab 1982 in der Bayernliga. Zudem war er vom 1. Januar 1983 bis zum 20. September 1983 und vom 1. November 1984 bis zum 30. November 1984 Cheftrainer von 1860.

1969 kam Beer einmal in der U-23-Nationalmannschaft zum Einsatz. In der B-Auswahl spielte er zwei von insgesamt drei Mal im Frühjahr 1975 – gegen die A-Nationalmannschaften aus Irland und Finnland – ehe er am 17. Mai 1975 gegen die Niederlande sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft gab. Von 1975 bis 1978 absolvierte er insgesamt 24 Länderspiele und schoss sieben Tore. 1976 wurde er mit der Mannschaft in Belgrad Vize-Europameister. Beer gehörte dem Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien an; sein letztes Match für Deutschland war das als „Schmach von Cordoba“ bekannt gewordene WM-Spiel gegen Österreich.

Von Sportreportern wurde er gerne „der Berliner Beer“ genannt, was phonetisch wie das Wappentier Berlins, der Berliner Bär, klang. Bei den Fans dagegen war er eher als „Ete Beer“ bekannt.

Beer lebt heute in München.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]