Erich Bracht

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Erich Franz Bracht (1882–1969)

Erich Franz Eugen Bracht (* 1882 in Berlin; † 1969) war ein deutscher Pathologe und Gynäkologe.

Nach dem Erwerb seines Doktortitels, war er für mehrere Jahre ein Assistent des Pathologen Ludwig Aschoff (1866–1942) in Freiburg. Später schwenkte sein Interesse zur Geburtshilfe und Gynäkologie, und er arbeitete als Gynäkologe in Heidelberg, und später in Kiel unter Hermann Johannes Pfannenstiel (1862–1909), und schließlich auch in Berlin. In Berlin war er Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor der Frauenklinik der Charité. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er während der amerikanischen Besatzung als beratender Arzt in Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Berlin tätig.

Während seiner Zeit als Pathologe in Freiburg trug Bracht maßgeblich zur Erforschung der rheumatischen Myokarditis bei. Bei seinen Untersuchungen dieser Erkrankung beschrieb er die nach ihm benannten Bracht-Wachter Körperchen, bei denen es sich um perivaskuläre Microabszesse im Herzmuskel handelt die während einer akuten bakteriellen Endokarditis zu finden sind.

Bracht ist außerdem für den Bracht-Handgriff bekannt. Der Handgriff nach Bracht ist eine Geburtshilfe-Technik um Geburten aus der Beckenendlage zu erleichtern.

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