Erich Möchel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Erich Moechel)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Erich Möchel (* 28. August 1957 in Linz/Oberösterreich) ist ein ehemaliger Redakteur der Futurezone, der früheren IT-News Website des Österreichischen Rundfunks.

Erich Möchel in Wien (2014)

Leben[Bearbeiten]

Aufsehen erregten seine Recherchen zu den Enfopol-Papieren, die zu weiteren Berichten über die europäischen Normierungsanstrengungen in Sachen Telekommunikationsüberwachung[1] führten, die er in der c't, Telepolis und unter futureZone.ORF.at veröffentlichte.

Gemeinsam mit der Telepolis-Redaktion erhielt Möchel den Europäischen Preis für Online-Journalismus der Medien-Konferenz Net-Media 2000 in der Kategorie „Investigative Reporting“ (2000).

Er ist Mitglied im Board of Advisors von Privacy International und ist Mitbegründer der ersten österreichischen Big Brother Awards 1999 sowie der Quintessenz („Vereins zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter“).

Seit 2003 ist er Lektor für Online- und Multimedia-Journalismus an der FH Joanneum in Graz. Möchel ist Magister der Philosophie in den Fächern deutsche, englische und amerikanische Literatur und hat einen Abschluss in Pädagogik.

Davor war Möchel als Medienkritiker und Kolumnist für den Falter, Radio OE 1, den Standard sowie für andere Medien tätig.

Möchel hält regelmäßig Vorträge zum Themenkomplex Datenschutz und Datensicherheit, automatisierte Überwachung der Kommunikation und digitale Bürgerrechte. Er war mehrmals als Experte zum Thema „Überwachung der Telefonienetze“ im EU-Parlament eingeladen, referierte an der London School of Economics, den Universitäten Frankfurt und München, dem ZKM Karlsruhe, der FH Joanneum Graz und anderen österreichischen Fachhochschulen. Dazu kommen Auftritte auf der Computers Freedom and Privacy Washington 1999, dem Einstein Forum Potsdam, dem Ars Electronica Festival 2007, zahlreichen Kongressen des Chaos Computer Club, bei Veranstaltungen der österreichischen Wirtschaftskammer sowie verschiedenen Kongressen der Global Internet Liberty Campaign, von European Digital Rights und Privacy International.

Werke[Bearbeiten]

  • Schlachtpläne, Roman. ÖBV-Klett-Cotta Verlag, Wien 1988, ISBN 3-608-95630-1
  • Raubzüge, Roman, Deuticke, Wien 1992, ISBN 3-216-30009-9
  • Zs. mit Tex Rubinowitz: Verschollen in der Anstalt: Aufzeichnungen des Volontärs Schubal, Erzählung, Deuticke, Wien 1993, ISBN 3-216-30054-4
  • Flatus interruptus, Einakter uraufgeführt 1991, Regie: Kurt Palm.
  • Tausend Sonnen, eine Provinzposse mit Gesang, 1999. Musik: Sergei Dreznin. Regie Harald Posch.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berichte über die europäischen Normierungsanstrengungen in Sachen Telekommunikationsüberwachung