Erich Obst

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Karl August Erich Obst (* 13. September 1886 in Berlin; † 9. Juni 1981 in Göttingen) war ein deutscher Geograph, Geopolitiker und Hochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Obst studiert Geographie, Geologie und Mineralogie in Jena und Breslau. Ab 1908 arbeitete er am neu gegründeten Kolonialinstitut in Hamburg. 1909 promovierte er in Breslau. 1910 bis 1912 war er Führer der Ostafrika-Expedition der Geographischen Gesellschaft in Hamburg. 1912 wurde er Privatdozent an der Universität Marburg, 1915 Professor für Geographie an der Darülfünun. Dort war er zugleich Direktor der Kaiserlichen Osmanischen Zentralanstalt für Witterungskunde. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm Obst 1919 zuerst einen Lehrstuhl in Breslau an, bis er 1921 als Professor fur Verkehrs- und Wirtschaftsgeographie nach Hannover berufen und mit dem Aufbau des Geographischen Instituts betraut wurde (bis 1938). Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Ab 1938 war er Ordentlicher Professor an der Universität Breslau, hier entstanden 13 Bände des auf 19 Bände konzipierten Kolonialhandbuchs (1941–43). Nach 1945 wurde die Weiterführung des Werkes gestoppt. Ab 1945 hatte Obst einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Hannover inne.

In der Geographischen Gesellschaft zu Hannover war einer seiner Mitarbeiter Emil Conrad, der spätere Direktor des Wilhelm-Busch-Museums.[1]

Seit 1923 gab er zusammen mit Karl Haushofer die Zeitschrift für Geopolitik heraus.

Schriften[Bearbeiten]

  • Allgemeine Wirtschafts- und Verkehrsgeographie. Walter de Gruyter & Co, Berlin 1959, als Band VII in:
  • Erich Obst (Hrsg.): Lehrbuch der Allgemeinen Geographie. Walter de Gruyter, Berlin 1959ff.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Waldemar R. Röhrbein: Conrad, Emil, in: Stadtlexikon Hannover, S. 116