Erich S. Gruen

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Erich S. Gruen (* Mai 1935 in Wien) ist ein amerikanisch-österreichischer Althistoriker. Er lehrt seit 1966 an der University of California, Berkeley als “Gladys Rehard Wood Professor of History and Classics”. 1992 war er Präsident der American Philological Association.

Gruens anfänglicher Forschungsschwerpunkt lag auf der Geschichte der Römischen Republik. Sein vielleicht bekanntestes Werk, The Last Generation of the Roman Republic (Berkeley 1974), wird allgemein als Gegenentwurf zu Ronald Symes The Roman Revolution (Oxford 1939) angesehen. Überaus einflussreich war daneben auch die Studie The Hellenistic World and the Coming of Rome, in der Gruen die These vertritt, die römische Politik gegenüber der griechischen Welt im Hellenismus sei vor allem von Missverständnissen geprägt gewesen, die letztlich zur Annexion Griechenlands durch Rom geführt hätten - etwas, dass die Römer zumindest anfangs gar nicht gewollt hätten. Weitere Forschungsschwerpunkte Gruens sind Ethnizität und das Judentum in der antiken Welt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Wichtige Arbeiten[Bearbeiten]

  • Erich S. Gruen: The last generation of the Roman Republic, Berkeley 1974.
  • Erich S. Gruen: The Hellenistic World and the Coming of Rome, Berkeley 1984.
  • Erich S. Gruen: Diaspora. Jews amidst Greeks and Romans, Cambridge (MA.) 2002.
  • Erich S. Gruen: Cultural Borrowings and Ethnic Appropriations in Antiquity (Oriens et Occidens 9), Stuttgart 2005 (als Herausgeber).
  • Erich S. Gruen: Rethinking the Other in Antiquity. Princeton 2011.

Weblinks[Bearbeiten]