Erich Simmel

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Erich Simmel (* 29. Mai 1885 in Breslau; † 26. November 1974 in Kronach) war ein deutscher Jurist und Politiker (DVP, später GB/BHE).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Zwingergymnasium in Breslau nahm Simmel ein Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten in Freiburg im Breisgau und Breslau auf, das er mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. In Breslau wurde er im Sommer 1905 Mitglied des Corps Marcomannia. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offizier und Batterieführer. Er arbeitete nach dem Krieg als Rechtsanwalt und Notar in Löwen und wechselte 1923 in gleicher Funktion nach Breslau. Dort fungierte er unter anderem als ständiger Rechtsbeistand der Stadtgemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte Simmel 1945 als Heimatvertriebener nach Westdeutschland über und ließ sich in Kronach nieder. Hier war er fortan als Rechtsanwalt tätig. 1949 gründete er die Kronacher Wohnungsbau GmbH, deren Aufsichtsrat er lange Jahre vorstand.

Partei[Bearbeiten]

Simmel war während der Zeit der Weimarer Republik Mitglied der DVP. Er engagierte sich seit 1947 führend der Heimatvertriebenenbewegung in Bayern, trat in den GB/BHE ein und wurde im Juli 1950 ins Direktorium des bayerischen BHE-Landesverbandes gewählt.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Simmel war bis 1924 Kreistagsmitglied des Kreises Brieg. Er gehörte von 1950 bis 1958 dem Bayerischen Landtag an, war hier von 1950 bis 1953 zunächst stellvertretender Vorsitzender und 1953/54 dann Vorsitzender der GB/BHE-Fraktion.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Simmel war seit 1948 stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kronach. Vom 14. Dezember 1954 bis zum 11. Dezember 1962 amtierte er als Staatssekretär im Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten in den von den Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner, Hanns Seidel und Hans Ehard geführten Regierungen des Freistaates Bayern.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1956)
  • Bayerische Staatsmedaille in Gold (1962)
  • Stern um Großen Bundesverdienstkreuz (1966)

Siehe auch[Bearbeiten]