Erik Schmedes

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Erik Schmedes

Erik Anton Julius Schmedes (* 27. August 1868 in Gentofte, Dänemark; † 21. März[1] 1931 in Wien) war ein dänischer Opernsänger (Tenor). Er war vor allem für seine Rollen in Opern von Richard Wagner bekannt. Sein Bruder Hakon Schmedes war ein bekannter Violinist und Komponist.

Nach Studien in Paris, Berlin und Wien debütierte Erik Schmedes 1891 in Wiesbaden als Bariton. Nach weiteren Studien bei August Iffert debütierte er 1898 in Wien als Heldentenor. (Titelrolle in Siegfried an der Wiener Hofoper).

Schmedes sang von 1899 bis 1906 bei den Bayreuther Festspielen. Er trat auch in der Saison 1908/1909 an der New Yorker Metropolitan Opera auf. Obwohl er in erster Linie Rollen aus dem Wagner-Repertoire sang, war Schmedes auch ein bewunderter Interpret von Florestan in Beethovens Fidelio. Während seiner Laufbahn hat er in 1.130 Aufführungen und 42 Rollen gesungen.

27 Jahre lang prägte Schmedes das Wiener Opernleben entscheidend mit, bis er sich, aus Gründen der Gesundheit, am 30. Juni 1924 mit der Titelpartie in Wilhelm Kienzls Evangelimann von der Bühne verabschiedete.[2]

Danach wirkte er bis zu seinem Tod als Pädagoge am Neuen Wiener Konservatorium, wo er, an Stelle eines erkrankten Tenoristen, mit seiner hochbegabten Tochter, Dagmar,[3] im ersten Walkürenakt den Siegmund sang.[4] Zu seinen Schülerinnen zählten so prominente Sängerinnen wie Maria Müller und Anny Konetzni.

Erik Schmedes hatte bereits geraume Zeit an Lungenblähung sowie Herzmuskelentartung gelitten, als er am 21. Juni 1931 in die Herzstation eingeliefert wurde, wo er selben Abends verschied.[1]

1936 wurde der Schmedesweg in Wien-Ottakring nach ihm benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Der Tod Erik Schmedes’.. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 23. März 1931, S. 4 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  2. Abschiedsauftreten des Kammersängers Erik Schmedes.. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, 22. Juni 1924, S. 13, Spalte 3. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  3. verehelicht mit dem österreichischen Eiskunstläufer Alfred Berger (1894–1966). — Der Tod Erik Schmedes’.. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 23. März 1931, S. 4 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  4. Josef Reitler: Feuilleton. Erik Schmedes †.. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 23. März 1931, S. 1 f. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erik Schmedes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Cervenka, G., 2006, 'Ein legendärer Helden-Tenor', Österreichischer Rundfunk. Abgerufen am 15. Februar 2010.
  • Hefling, S., 2003, Liner Notes for Mahler’s Decade in Vienna: Singers of the Court Opera 1897-1907, Marston Records 53004-2. Englisch. Abgerufen am 15. Februar 2010
  • Erik Schmedes in der Internet Movie Database (englisch). Abgerufen am 15. Februar 2010
  • Schmedes Familiengrabmal. Gentofte Friedhof. Dänisch. Abgerufen am 15. Februar 2010.
  • Thompson, H., 'Wagner at Bayreuth and at Munich', The Musical Times, September 1902. Englisch. Abgerufen am 15. Februar 2010.