Erika Richter (Tischtennisspielerin)

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Erika Richter geb. Schirok (* 14. Mai 1913 in Berlin; † 30. November 2000 in Berlin) war in den 1930er- und 1940er-Jahren eine starke deutsche Tischtennisspielerin. Sie gewann mehrmals die Deutsche Meisterschaft im Doppel.

Erika Richter ist nicht verwandt mit der Hamburger Tischtennisspielerin Richter-Schwerdfeger, welche 1925 die Internationalen Deutschen Meisterschaften gewann.[1]

Nationale Karriere[Bearbeiten]

Zunächst spielte Erika Richter Tennis im Arbeitersportverein. 1931 gewann sie die Meisterschaft von Leipzig. Anfang der 1940er Jahre gehörte sie zu den 10 besten Tennisspielerinnen in Berlin. 1984 beendete sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Tennisaktivitäten.

1930 begann sie parallel mit dem Tischtennissport in Berlin-Treptow beim Verein Tischtennis-Union. In der Folge machte sie durch lokale Erfolge auf sich aufmerksam. Dreimal wurde sie Berliner Meisterin im Einzel (1943,1946,1948), siebenmal im Doppel und viermal im Mixed.[2] Bei den deutschen Meisterschaften siegte sie viermal im Doppel, zweimal war sie Vizemeisterin im Einzel.

Als die Firma Osram ihrem Ehemann eine Anstellung versprach, wenn sie für den Verein BSG Osram Berlin spiele, wechselte sie zu diesem Firmenverein. Mit Osram wurde sie von 1936 bis 1938 dreimal Deutscher Mannschaftsmeister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte Erika Richter zunächst zum Verein Kommunalgruppe Schöneberg, später zum BTTC Grün-Weiß Berlin und TTC Blau-Gold Berlin. Mit Blau-Gold erreichte sie bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften einmal Platz zwei und einmal Platz drei.

Von 1948 bis 1950 belegte sie den dritten Platz in der deutschen Rangliste.

Privat[Bearbeiten]

1932 heiratete Erika Schirok den Tennisspieler Willi Richter. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie die beiden Söhne ihrer verstorbenen Schwester zu sich.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutsche Mannschaftsmeisterschaften mit BSG Osram Berlin
    • 1936 in Erfurt: 1.Platz
    • 1937 in Frankfurt am Main: 1.Platz
    • 1938 in Berlin: 1.Platz
  • Gaumeisterschaften mit Brandenburg
    • 1935 in Stettin: 1.Platz
    • 1936 in Gelsenkirchen: 1.Platz
  • Seniorenturniere
    • 1984 Bad Schwartau: Deutsche Meisterschaft Ü60: 2.Platz Doppel (mit Anne Butzke)
  • Als Mitglied des Polizei SV Berlin mehrfache Berliner Seniorenmeisterin.

Quellen[Bearbeiten]

  • Manfred Schäfer, Deutscher Tischtennis-Bund (Hrsg.): Ein Spiel fürs Leben. 75 Jahre DTTB [1925 - 2000]. DTTB, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-00-005890-7
  • Anita Brauns: Jahrgang 1913, Zeitschrift DTS, 1995/1 Seite 21

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung auf tischtennis.de vom 14. November 2008 (abgerufen am 17. Juli 2014)
  2. 75 Jahre Berliner Tischtennisverband e.V. - Chronik 1927 - 2002, 2002, Herausgeber: Berliner Tischtennisverband e.V., Berlin, Seite 67