Eriochromschwarz T

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Strukturformel
Strukturformel von Eriochromschwarz T
Allgemeines
Name Eriochromschwarz T
Andere Namen
  • Erio T
  • Chromogenschwarz
  • Chromschwarz
  • Mordant Black 11
  • 2-Hydroxy-1-(1-hydroxynaphthyl-2-azo)-6- nitronaphthalin-4-sulfonsäure Natriumsalz
Summenformel C20H12N3NaO7S
CAS-Nummer 1787-61-7
PubChem 5351620
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 461,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,9 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

Zersetzung[2]

Löslichkeit

50 g·l−1 in Wasser bei 20 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​411
P: 273​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend Umweltgefährlich
Reizend Umwelt-
gefährlich
(Xi) (N)
R- und S-Sätze R: 36​‐​51/53
S: 26​‐​61
Toxikologische Daten

17.590 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Eriochromschwarz T ist ein Azofarbstoff, der als Indikator in der Komplexometrie und bei der Wasserhärtebestimmung eingesetzt wird. Die intensive Farbe wird durch die Azogruppe bedingt und die Wasserlöslichkeit durch die Sulfonsäuregruppe.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Wässrige Lösungen von Eriochromschwarz sind bis zu einem pH-Wert von 6 weinrot. Die Sulfonsäure ist hier deprotoniert und die beiden Hydroxygruppen protoniert. Durch Zugabe von Basen werden die beiden Hydroxygruppen stufenweise deprotoniert und die Lösung färbt sich zunächst blau. Bei weiterer Erhöhung des pH-Werts findet ein Farbumschlag nach gelb statt.[5] Diese Indikatoranionen bilden nun mit zweiwertigen Metallionen einen schwachen purpurgefärbten Komplex, der durch Zugabe eines stärkeren Komplexbildners wie zum Beispiel EDTA wieder zerstört wird.[6] Um einen größeren Kontrast am Umschlagspunkt zu erzeugen, wird Eriochromschwarz T häufig als Mischindikator mit Methylorange verwendet.[5] Hiermit erfolgt der Farbumschlag von Rot über einen grauen Zwischenton nach Grün.

Struktur von Eriochromschwarz T, des entsprechenden Anions und des Komplexes

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Eriochromschwarz T (C.I. 14645) (PDF) bei Merck, abgerufen am 30. März 2011.
  2. a b Produktinformationen.
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Eintrag Eriochromschwarz T bei ChemIDplus.
  5. a b G.-O. Müller: Quantitativ-anorganisches Praktikum, 7. Auflage, Verlag Harri Deutsch, Frankfurt/Main 1992, ISBN 3-8171-1211-4, S. 124–125.
  6. Prof. Blumes Medienangebot: Wasserhärte