Erkheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Erkheim
Erkheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Erkheim hervorgehoben
48.03805555555610.335833333333598Koordinaten: 48° 2′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Erkheim
Höhe: 598 m ü. NHN
Fläche: 32,18 km²
Einwohner: 2915 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87746
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 136
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 1
87746 Erkheim
Webpräsenz: www.erkheim.de
Bürgermeister: Peter Wassermann (Christliche Wählervereinigung)
Lage des Marktes Erkheim im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Erkheim ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Geografie[Bearbeiten]

Erkheim liegt 15 km östlich von Memmingen und markiert auf der Linie Memmingen – Erkheim – Bad Wörishofen die nördliche Grenze des Allgäu.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Zum Markt Erkheim gehören unter anderem die Orte Erkheim, Arlesried, Dankelsried, Daxberg, Erlenberg, Hauggenhöfe, Erkheim, Kreiswang, Lerchenberg, Moosmühle, Schlegelsberg und Trinkenloh.

Geschichte[Bearbeiten]

Erkheim liegt an der östlichen Günz

Erkheim wurde erstmals 764 urkundlich erwähnt. Die erste ausführliche Erwähnung fand der Ort 1176. Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 war die Herrschaft Erkheim zersplittert. Ungefähr drei Viertel des Grundes gehörten zur Reichsabtei Ottobeuren, ein Viertel sowie der Ortsteil Dankelsried zur Stadt Memmingen, genauer der Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Ortschaft zum Landkreis Memmingen. Bei der Neugliederung kam der Ort am 1. Juli 1972 zum Landkreis Mindelheim, der am 1. Mai 1973 amtlich in Landkreis Unterallgäu umbenannt wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Arlesried und Daxberg eingegliedert.[2] Am 1. Mai 1978 kam Schlegelsberg hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2403 Einwohner[3]
  • 1970: 2526 Einwohner[3]
  • 1987: 2560 Einwohner
  • 2000: 2906 Einwohner
  • 2005: 2987 Einwohner
  • 2011: 2891 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister:

  • bis 1990: Karl Kusterer (Christliche Wählervereinigung)
  • 1990–2002: Ignaz Heinle (CSU, Christliche Wählervereinigung)
  • 2002–2008: Konrad Engel (parteilos, vorgeschlagen von: Unabhängige Liste)
  • 2008–2014: Peter Wassermann (CSU, Christliche Wählervereinigung)
  • Seit 2014: Christian Seeberger (CSU, Christliche Wählervereinigung)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.970 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 866 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. September 1990 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Ein hochgiebeliges Haus mit Erkertürmchen an den vier Ecken und auf dem First.“[4]

Der Markt Erkheim verfügt über eines der wenigen sogenannten „Bildsiegel“, das zudem authentisch das ehemalige, in der Ortsmitte von Erkheim gelegene, Schlösschen der Abtei Ottobeuren wiedergibt, wie es zeitgenössische Darstellungen schon 1690 aufzeigen.
Als weitere Besonderheit ist anzusehen, dass mit dem am 27. April 1875 durch das Bayerische Staatsministerium des Äußern und des königlichen Hauses verliehenen Siegelbildes ohne Blasonierung festgelegt wurde. Doch wohl schon einige Zeit nach der Siegelverleihung wurde vom Markt Erkheim ein vom Bildsiegel abgeleitetes farbiges Wappen geführt, das als geschichtliches Wappen gilt.

Die künstlerische Neugestaltung des Wappens übernahm der Passauer Max Reinhart.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 18. März 1991 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Weiß - Rot gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Erkheim unterhält seit 1999 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Saint-Hilaire-Saint-Mesmin im Département Loiret in Frankreich. Schon um einiges länger besteht die Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Sins im Kanton Aargau in der Schweiz.

Partnerschaften unter Vereinen[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Daxberg im Unterallgäu unterhält eine inzwischen schon seit dem Jahre 1990 bestehende Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Daxberg aus Unterfranken. Die Musikkapelle Markt Erkheim pflegt freundschaftliche Beziehungen zu der Musikgesellschaft Sins/Aargau in der Schweiz und der Societé musicale aus St. Hilaire - St. Mesmin in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Evangelische Pfarrkirche Peter und Paul

1996 baute die Firma Baufritz aus dem Anlass ihres 100-jährigen Bestehens den größten Holzkopf Deutschlands direkt neben die A 96. Das vierstöckige Gebäude wird heute als Bürogebäude genutzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 43, im produzierenden Gewerbe 487 und im Bereich Handel und Verkehr 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 136 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.020. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 18, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 82 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.790 ha, davon waren 474 ha Ackerfläche und 1.316 ha Dauergrünfläche.

Ortsansässige Firmen[Bearbeiten]

Baufritz

Die Wirtschaft des Marktes Erkheim ist mittelständisch orientiert. Die Firma Baufritz ist größter Arbeitgeber. An der Autobahnanschlussstelle Erkheim im Süden der Marktgemeinde ist ein Gewerbegebiet mit dem Ausbau der A96 entstanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Erkheim liegt an der Autobahn A 96 MünchenMemmingenLindauSchweiz mit einem eigenen Autobahnanschluss. Durch den Ort führt in Nord-Süd-Richtung die Kreisstraße MN 13, am südlichen Ortsrand verläuft die B18.

Bildung[Bearbeiten]

In Erkheim existiert ein Kindergarten mit 150 Kindergartenplätze, eine betriebliche Kindertagesstätte der Firma Baufritz und eine Volksschule. Weiterführende Schulen existieren in den nahen Städten Memmingen, Ottobeuren und Mindelheim.

Presse[Bearbeiten]

Die historische Zugehörigkeit zum früheren Landkreis Memmingen verdeutlich sich noch heute durch das Verbreitungsgebiet der Memminger Zeitung welches in Erkheim endet, wohingegen 3 km weiter in Kammlach, gegenüber dem Kohlberg, die Mindelheimer Zeitung verbreitet ist.

Sport[Bearbeiten]

Im Westen Erkheims befindet sich das Sportzentrum des TV Erkheim mit Tennisplätzen, Eisplatz und mehreren Fussballplätzen. Der Hauptplatz verfügt über eine Tribüne mit einem Fassungsvermögen von 400 Personen. Die 1. Fußballmannschaft des TV Erkheim spielt seit der Saison 2011/12 in der Bezirksliga Schwaben Süd.

Geburtshaus Richard Burkhart

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Richard K. H. Burkart, geb. 1950 in Memmingen/Bayern wuchs in der Memminger Straße 7 in Erkheim auf und lebte dort bis zu seiner Übersiedelung nach Berlin. Er hat Werke in zahlreichen Bibliotheken und Museen veröffentlicht. Sein Atelier befindet sich in Berlin Kreuzberg.[5] [6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 521.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  4. Haus der Bayerischen Geschichte
  5. Biographie Richard Burkart vom Museum Junge Kunst
  6. Auszug der künstlerischen Arbeiten von Richard Burkhart