Erkheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Erkheim
Erkheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Erkheim hervorgehoben
48.03805555555610.335833333333598Koordinaten: 48° 2′ N, 10° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Erkheim
Höhe: 598 m ü. NHN
Fläche: 32,18 km²
Einwohner: 2951 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87746
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 136
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 1
87746 Erkheim
Webpräsenz: www.erkheim.de
Bürgermeister: Christian Seeberger (Christliche Wählervereinigung)
Lage des Marktes Erkheim im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Erkheim ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Geografie[Bearbeiten]

Erkheim liegt an der östlichen Günz

Erkheim liegt 15 km östlich von Memmingen in Oberschwaben. Im Süden wird Erkheim durch die Autobahn A96 begrenzt. Südlich dieser befindet sich ein kleines Gewerbegebiet, welches ebenfalls zur Marktgemeinde gehört. Im Westen begrenzten die Flurmarken Schindergarten und Rollenberg das Gemeindegebiet, im Osten der Äußere Riedbach. Mitten durch den Ort verläuft die östliche Günz. Östlich des äußeren Riedbaches liegt das Ried, eine kleine Moorlandschaft, in dem auch das für die Wasserversorgung des Marktes wichtige Wasserwerk liegt. Südwestlich befindet sich der Egelsberg, eine Erhöhung mit etwa 625 Meter über Normalnull.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Zum Markt Erkheim gehören die amtlich benannten Gemeindeteile Erkheim, Arlesried, Dankelsried, Daxberg, Erlenberg, Erkheim, Lerchenberg, Moosmühle, Schlegelsberg, Trinkenloh [2] und unter anderem die Orte Hauggenhöfe und Kreiwang.

Geschichte[Bearbeiten]

Erkheim wurde erstmals 764 urkundlich und 1176 ausführlich erwähnt. Bis 1803 war die Herrschaft Erkheim zersplittert. Ungefähr drei Viertel des Grundes gehörten zur Reichsabtei Ottobeuren, ein Viertel sowie der Ortsteil Dankelsried zur Stadt Memmingen, genauer der Unterhospitalstiftung. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Ortschaft zum Landkreis Memmingen. Bei der Neugliederung kam der Ort am 1. Juli 1972 zum Landkreis Mindelheim, der am 1. Mai 1973 amtlich in Landkreis Unterallgäu umbenannt wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Arlesried und Daxberg eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Schlegelsberg hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1939 1959 1961 1970 1987 2003 2012
Einwohner 1323 1508 1801 2634 2403 2526 2560 2.995 2.915

Politik[Bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[5]
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,3 %
10,4 %
5,2 %
7,1 %
2,6 %
4,5 %
2,5 %
8,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
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  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+11,4 %p
+2,0 %p
-12,6 %p
-2,6 %p
-2,2 %p
+4,5 %p
+2,5 %p
-3,1 %p

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 erhielt die Christliche Wählervereinigung sechs Sitze, die Unabhängige Liste fünf und der Bürgerblock drei Sitze.

In den vergangenen Jahrzehnten amtierten folgende Bürgermeister:

  • bis 1990: Karl Kusterer (Christliche Wählervereinigung)
  • 1990–2002: Ignaz Heinle (CSU, Christliche Wählervereinigung)
  • 2002–2008: Konrad Engel (parteilos, vorgeschlagen von: Unabhängige Liste)
  • 2008–2014: Peter Wassermann (Christliche Wählervereinigung)
  • Seit 2014: Christian Seeberger (CSU, Christliche Wählervereinigung)

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.946 T€, davon waren 1.283 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. September 1990 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „Ein hochgiebeliges Haus mit Erkertürmchen an den vier Ecken und auf dem First.“[6]

Der Markt Erkheim verfügt über eines der wenigen sogenannten Bildsiegel. Es gibt authentisch das ehemalige, in der Ortsmitte von Erkheim gelegene, Schlösschen der Abtei Ottobeuren wieder, wie es zeitgenössische Darstellungen schon 1690 zeigten.
Eine weitere Besonderheit ist, dass das mit dem am 27. April 1875 durch das Bayerische Staatsministerium des Äußern und des königlichen Hauses verliehenen Siegelbild ohne Blasonierung festgelegt wurde. Doch wohl schon einige Zeit nach der Siegelverleihung wurde vom Markt Erkheim ein vom Bildsiegel abgeleitetes farbiges Wappen geführt, das als geschichtliches Wappen gilt.

Die künstlerische Neugestaltung des Wappens übernahm der Passauer Max Reinhart.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist weiß-rot gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen. Sie wurde am 18. März 1991 mit Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Erkheim unterhält seit 1999 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Saint-Hilaire-Saint-Mesmin im Département Loiret in Frankreich. Schon länger besteht die Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Sins im Kanton Aargau in der Schweiz.

Partnerschaften unter Vereinen[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Daxberg im Unterallgäu unterhält eine inzwischen schon seit dem Jahre 1990 bestehende Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Daxberg aus Unterfranken. Die Musikkapelle Markt Erkheim pflegt freundschaftliche Beziehungen zu der Musikgesellschaft Sins/Aargau in der Schweiz und der Societé musicale aus St. Hilaire - St. Mesmin in Frankreich.

Evangelische Pfarrkirche Peter und Paul

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bürogebäude „Holzkopf“ der Firma Baufritz von Diether Kunerth

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 727 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 171 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 135 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.211. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden 56 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1.953 ha, davon waren 770 ha Ackerfläche und 1.183 ha Dauergrünfläche.

Ortsansässige Firmen[Bearbeiten]

Baufritz

Die Wirtschaft des Marktes Erkheim ist mittelständisch orientiert. Die Firma Baufritz ist größter Arbeitgeber. An der Autobahnanschlussstelle Erkheim im Süden der Marktgemeinde ist ein Gewerbegebiet mit dem Ausbau der A96 entstanden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Erkheim ist mit einer eigenen Autobahnauffahrt der Autobahn A 96 an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die A 7 ist über das etwa 15 Kilometer westlich liegende Autobahnkreuz Memmingen erreichbar. Durch den Ort führt in Nord-Süd-Richtung die Kreisstraße MN 13, am südlichen Ortsrand verläuft die B 18.

Der nächstgelegene Bahnhof liegt im drei Kilometer entfernten Sontheim, wodurch stündliche Verbindungen durch die Bahnstrecke Buchloe–Memmingen nach Memmingen und München bestehen. Der nächstgelegene Flughafen Memmingen befindet sich mit dem nur 15 Kilometer westlich des Ortes und ist ebenfalls über die A 96 zu erreichen. Der Flughafen München liegt etwa 100 Kilometer östlich, der Flughafen Stuttgart etwa 100 Kilometer westlich von Erkheim; beide sind über die Autobahn zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten]

In Erkheim gibt es einen Kindergarten mit 125 Kindergartenplätzen und einer Kinderkrippe. Der Kindergarten und die Krippe wurden aufgrund ihres nachhaltig vermittelten pädagogischen Konzepts, des Zustandes der Flächen und Außenanlagen sowie der Ausbildung des Personals mehrfach ausgezeichnet. Zusätzlich gibt es eine betriebliche Kindertagesstätte der Firma Baufritz, die Erkheimer Einwohnern ebenfalls zur Verfügung steht.

Im Zuge der bayerischen Schulreform wurde die Volksschule Erkheim zum 1. August 2010 in eine Grundschule und in eine Mittelschule aufgeteilt. Weiterführende Schulen in den nahen Städten Memmingen, Ottobeuren und Mindelheim werden mit Schulbussen erreicht.

Presse[Bearbeiten]

Die historische Zugehörigkeit zum früheren Landkreis Memmingen verdeutlich sich noch durch das Verbreitungsgebiet der Memminger Zeitung, das in Erkheim endet. Drei Kilometer weiter, in Kammlach, gegenüber dem Kohlberg, ist die Mindelheimer Zeitung verbreitet.

Sport[Bearbeiten]

Im Westen Erkheims befindet sich das Sportzentrum des TV Erkheim mit Tennisplätzen, Eisplatz und mehreren Fußballplätzen. Der Fußball-Hauptplatz verfügt über eine Tribüne mit einem Fassungsvermögen von 400 Personen. Die Erste Fußballmannschaft des TV Erkheim spielt seit der Saison 2011/12 in der Bezirksliga Schwaben Süd. Im Winter werden für Kinder und Jugendliche regelmäßig Skikurse mit dem Skibus durch den TV Erkheim, Abteilung Ski, organisiert.

Elternhaus von Richard Burkhart

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Richard K. H. Burkart, bildender Künstler, * 1950 in Memmingen wuchs in der Memminger Straße Nr. 7 in Erkheim auf und lebte dort bis zu seiner Übersiedelung nach Berlin. Er hat Werke in zahlreichen Bibliotheken und Museen veröffentlicht. Sein Atelier befindet sich in Berlin Kreuzberg.[7] [8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeindeteildatei Bayern, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 521.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014
  6. Haus der Bayerischen Geschichte
  7. Biographie Richard Burkart vom Museum Junge Kunst
  8. Auszug der künstlerischen Arbeiten von Richard Burkhart