Erlach BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Erlachf zu vermeiden.
Erlach
Wappen von Erlach
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0492i1f3f4
Postleitzahl: 3235
Koordinaten: 574038 / 21043147.04447.097437Koordinaten: 47° 2′ 40″ N, 7° 5′ 49″ O; CH1903: 574038 / 210431
Höhe: 437 m ü. M.
Fläche: 3,50 km²
Einwohner: 1340 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 323 Einw. pro km²
Website: www.erlach.ch
Blick auf Erlach

Blick auf Erlach

Karte
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Über dieses Bild
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Erlach (frz. Cerlier) ist eine Kleinstadt, eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz und war bis Ende 2009 Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Das Städtchen Erlach liegt am Ufer des Bielersees auf 433 m ü.M. Auf Gemeindegebiet liegt der Jolimont, ein 603 m hoher Hügel, von dem aus man Aussicht auf den Bielersee hat.

Die St. Petersinsel (eigentlich eine Halbinsel) ist von Erlach aus zu Fuss und mit dem Fahrrad erreichbar.

Der Schweizer Verteidigungsminister von 1920–1929, Bundesrat Karl Scheurer, war Bürger von Erlach. Auf die Ortschaft Erlach geht der Name der Berner Patrizierfamilie von Erlach zurück.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedelung der Gegend kann bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgt werden, denn am nordseitigen Ufer des Bielersees, in der Nähe der Galsstrasse, wurde eine Pfahlbausiedlung entdeckt. Aus der Zeit der Römer wurden nur wenige Scherben gefunden. Dennoch muss angenommen werden, dass auch Erlach schon besiedelt war, wie Mullen und Tschugg, wo reichlich Überreste römischer Bebauung gefunden wurden. In den Jahren 1932/33 wurde im Hasenlauf Richtung Mullen ein frühmittelalterliches Gräberfeld aus dem 7. Jahrhundert entdeckt. Die Ulrich-Kirche entstand um die vorletzte Jahrtausendwende. Um 1100 wurde die Burg erbaut. 1274 erhielt Erlach das Stadtrecht durch den Grafen Rudolph von Neuenburg.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Über die Entstehung der Ulrich-Kirche herrscht Unklarheit, ob sie auf den heiligen Ulrich von Augsburg (890–973) zurückgeht, oder durch die Feniser (Ulriche) gegründet wurde. Dem Patrozinium des Ulrich von Augsburg wird der Vorzug gegeben. Jedenfalls wurde sie um die Jahrtausendwende errichtet. Sie gehörte zur Gründungsausstattung der Abtei St. Johannsen, welche 1185 gegründet wurde, im 12. Jahrhundert wurde sie meist als Kapelle bezeichnet. Der heutige Turm entstand um 1460. Aus dieser Zeit stammen auch die Wandmalerei im Chor und der Neubau des Kirchenschiffes. Um 1568 wurde das Turmdach gehoben. Zwischen 1678 und 1680 wurde die Kirche westseitig verlängert und ein Predigtsaal angebaut. Diese Arbeiten wurden unter Abraham Dünz I erbracht. Anlässlich des Orgeleinbaus 1779 wurde das Schiff erhöht. Dieser Umbau wurde aber anlässlich des Renovation 1954 rückgängig gemacht.

Bilder[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1900 1930 1950 1960 1990 2000 2010
Einwohner 427 619 848 704 791 858 1'052 1'123 1'245

Politik[Bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 22,5 %, SP 19,2 %, BDP 15,9 %, GPS 12,9 %, FDP 12,2 %, glp 6,9 %, CVP 2,1 %, parteifrei.ch 1,9 %, EVP 1,4 %, AL 1,3 %, SD 1,0 %, EDU 0,4 %.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andres Moser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern, Land Band II, der Amtsbezirk Erlach Der Amtsbezirk Nidau 1. Teil. Wiese Verlag, Basel 1998, ISBN 3-909164-63-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erlach BE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ernst Theodor Gaupp. Deutsche Stadtrechte im Mittelalter, mit rechtsgeschichtlichen Erläuterungen. Zweiter Band, Breslau 1852, S. 114-115, online
  3. http://www.nawa.apps.be.ch/nawa/action/NAWAInternetAction.do?method=read&sprache=d&typ=21&gem=492 abgerufen am 3. Februar 2012