Erlengrund

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52.58684413.213597Koordinaten: 52° 35′ 12,6″ N, 13° 12′ 48,9″ O

Karte: Berlin
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Erlengrund
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Berlin
Berlin-Hakenfelde Exklave Erlengrund 1974.JPG

Als Erlengrund bezeichnet man eine direkt an der Havel gelegene Ortslage im äußersten Norden des Berliner Ortsteils Hakenfelde des Bezirks Spandau. Als Exklave von Berlin auf brandenburgischem Gebiet war es von 1961 bis 1988 vom damaligen West-Berlin getrennt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Bau der Berliner Mauer war den West-Berliner Nutzern der „Wochenendgemeinschaft Erlengrund e. V.“ ebenso wie der benachbarten „Sport- und Wochenendgemeinschaft 1921 e. V. Zur Fichtewiese“ der direkte Zugang verwehrt. Über einen eigenen Weg konnten sie, wenn sie im Besitz eines Passierscheins waren, nach Anmeldung bei den Grenztruppen der DDR allerdings das Gebiet zu festgelegten Zeiten unter Überwachung zu Fuß erreichen. Ansonsten war es gegenüber dem umliegenden DDR-Territorium durch eine Mauer abgesperrt. Die Mauer besaß an der Stelle des Weges ein Fußgängertor mit Klingel. Durch einen Gebietsaustausch zwischen West-Berlin und der DDR wurde zum 1. Juli 1988 die Exklave aufgelöst und mit dem Bezirk Spandau verbunden. Erlengrund und Fichtewiese werden noch heute als Wochenendgrundstücke genutzt.

Erinnerung[Bearbeiten]

Zwei Straßen in dem ab 1994 entstandenen Wohnquartier Aalemannufer in Hakenfelde, Am Erlengrund und Zu den Fichtewiesen, erinnern an die Exklaven. Im Berliner Ortsteil Schmöckwitz trägt eine Straße diesen Namen, ohne mit dem Gebiet in Verbindung zu stehen.

Im Bereich der ehemaligen Exklaven stehen Erinnerungstafeln des Berliner Mauerweges.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mandy Oys: Erlengrund und Fichtewiese – Berlins Kleingärtner einst mitten in der DDR, heute direkt am Mauerradweg. In: Märkische Oderzeitung, 28. Juli 2010.