Erleuchtung garantiert

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Filmdaten
Deutscher Titel Erleuchtung garantiert
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK o.A.
Stab
Regie Doris Dörrie
Drehbuch Doris Dörrie
Ruth Stadler
Produktion Franz Xaver Gernstl
Kamera Hans Karl Hu
Schnitt Inez Regnier
Arne Sinnwell
Besetzung

Erleuchtung garantiert ist ein deutscher Film von der Regisseurin Doris Dörrie aus dem Jahr 2000.

Handlung[Bearbeiten]

Der Roadmovie erzählt eine Geschichte von zwei Männern, Uwe und Gustav, die mit Hilfe eines buddhistischen Klosters zu sich selbst finden.

Uwe wird von seiner Frau Petra verlassen, die keinen Sinn mehr in einem weiteren Zusammenleben sieht, da Uwe eher mit sich selbst und seinem Beruf beschäftigt ist und weniger mit seiner Frau und den Kindern. Da dies ein ziemlicher Schock für ihn ist, wendet er sich an seinen Bruder Gustav, der mit Ulrike verheiratet ist. Sein Bruder arbeitet als eine Art Feng-Shui-Innenarchitekt, er scheint mit seinem Leben auch nicht wirklich zufrieden zu sein und entschließt sich, mit Uwe nach Japan zu fliegen, um ein buddhistisches Zen-Kloster zu besuchen.

In Japan angekommen scheint die ganze Reise ein Desaster zu werden. Die beiden verlieren sich, finden sich aber später mit Hilfe einer deutschen Aussiedlerin wieder und beschließen dann gemeinsam nach anfänglichem Streit in das buddhistische Kloster zu fahren und dort zu lernen und die Erleuchtung zu finden.

Uwe, der anfangs von der ganzen Reise nicht begeistert war und nur durch den Verlust seiner Frau und zu viel Alkohol nach Japan gelangt ist, lässt sich schnell davon überzeugen, dass die Lehren ihm helfen können. Die beiden Brüder geraten dabei aneinander, schaffen es aber auch wieder zueinander zu finden.

Nach zehn Tagen, einigen Putz- und Wischeinheiten, Gebeten und Waschungen sind beide ihrem Selbst, ihrem inneren Ich etwas näher gekommen. Gustav gibt Uwe gegenüber auch noch zu, dass er schwul ist und scheint mit sich selbst im Einklang zu sein. Dass ihn seine Frau betrügt, ist ihm nicht bekannt.

Der Vorname aller Charaktere entspricht dem des jeweiligen Darstellers.

Der Film ist laut einem Interview auf der DVD mit der Regisseurin und den Darstellern, nur mit einem groben Handlungsrahmen als Drehbuch gedreht worden. Während des Aufenthalts im Kloster Monzen nehmen die Schauspieler tatsächlich am Tagesablauf der Mönche teil und werden von den Kameras lediglich beobachtet.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein digital aufgenommener, nachträglich auf 35mm aufgeblasener Film, der stilistisch wenig überzeugend zwischen Home-Video, Einführung in den Zen-Buddhismus und fernöstlichem Road Movie oszilliert. Trotz dieser formalen Schwächen berührt nachhaltig die Ernsthaftigkeit, mit der die spirituelle Kraft meditativer Aufmerksamkeit thematisiert wird und existenzielle Töne anklingen.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt im Jahr 2000 zweimal den Bayerischen Filmpreis. Den Darstellerpreis erhielt Uwe Ochsenknecht. Außerdem erhielt der Film den Produzentenpreis.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erleuchtung garantiert im Lexikon des Internationalen Films