Erligheim (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Epitaph des Wipert von Erligheim († 1348), Abtei Neuburg bei Heidelberg

Die Herren von Erligheim sind ein erloschenes Geschlecht des niederen Adels, das hauptsächlich im heutigen pfälzischen bzw. kurpfälzischen Raum begütert war.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herren von Erligheim erscheinen bereits als Ministeriale im Umfeld der Staufer[1] und hingen verwandtschaftlich mit der bischöflich speyerischen Ministerialenfamilie derer von Kirrweiler zusammen.[2] Sie benannten sich offenbar nach dem Ort Erligheim im heutigen Landkreis Ludwigsburg.

Die Familie stellte am kurpfälzischen Hof in Heidelberg Beamte, denen wichtige Amtsfunktionen übertragen wurden. Um eine tiefere Bindung der Vasallen an den Pfalzgrafen zu erreichen, wurden an diese Ministerialen zusätzlich Lehen vergeben. Das Geschlecht stand in einer engen Beziehung zum Benediktinerinnenkloster Neuburg bei Heidelberg, dem es mehrere Äbtissinnen stellte und in dem verschiedene Familienangehörige bestattet sind.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Als Wappen führte das Adelsgeschlecht einen aufrechten, silbernen Löwen, auf grünem Grund.[4]

Mitglieder der Familie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Heinz Spiess: Lehnsrecht, Lehnspolitik und Lehnsverwaltung der Pfalzgrafen bei Rhein im Spätmittelalter, Wiesbaden 1978 (Geschichtliche Landeskunde, Bd. 18, ISBN 3-515-02744-0)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernhard Theil: Das älteste Lehnbuch der Markgrafen von Baden (1381): Edition und Untersuchungen, W. Kohlhammer Verlag, 1974, Seite 119, ISBN 3170020234; Ausschnit aus der Quelle
  2. Hans-Jürgen Breuer: Die politische Orientierung von Ministerialität und Niederadel des Wormser Raumes im Spätmittelalter, Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission, Darmstadt, 1997, Seite 341, ISBN 3884430637; Ausschnitt aus der Quelle
  3. Koester: Neues Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg und der rheinischen Pfalz, Band 5, Seite 195, 1903; Ausschnitt aus der Quelle
  4. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 141, Seite 400, 1993; Ausschnitt aus der Quelle
  5. Webseite des Heidelberger Geschichtsvereins zu Heinrich von Erligheim
  6. Webseite des Heidelberger Geschichtsvereins zu Äbtissin Sophie von Erligheim