Erna Sack

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Erna Dorothea Luise Sack, geborene Weber (* 6. Februar 1898 in Spandau; † 2. März 1972 in Mainz) war eine deutsche Kammersängerin und hatte eine Sopranstimme, die für eine Sängerin extreme Höhen erreichte.

Leben[Bearbeiten]

Erna Sack gehört neben Erna Berger, Elisabeth Grümmer, Hilde Güden, Lotte Lehmann, Rita Streich, Erika Köth, Gundula Janowitz, Elisabeth Schwarzkopf und Maria Ivogün zu den bedeutenden deutschen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. Nach ihrer Gesangsausbildung in Prag und Berlin wurde Erna Sack 1928 als Elevin an die Staatsoper in Berlin verpflichtet, wo sie kleine Mezzosopran- und Soubrettenpartien übernahm. 1930 ging sie als Koloratursopranistin an das Stadttheater in Bielefeld, wo sie ihren künstlerischen Durchbruch erlebte.[1] Seit 1932 trat sie am Staatstheater in Wiesbaden, seit 1934 am Opernhaus in Breslau und seit 1935 an der Staatsoper in Dresden auf, an der sie bis 1941 engagiert war. Hier sang Erna Sack 1935 in der Uraufführung der Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss die Rolle der Isotta. 1933 gastierte sie äußerst erfolgreich an der Staatsoper in Berlin, brillierte in den folgenden Jahre unter anderem in Mailand, Wien, Paris, London, Hamburg und München sowie bei den Salzburger Festspielen und unternahm 1936 ihre erste glanzvolle Nordamerika-Tournee. Im Jahr 1938 übernahm Erna Sack die Hauptrolle in der Operettenverfilmung Nanon an der Seite von Johannes Heesters.

Während des Zweiten Weltkriegs wirkte Erna Sack vor allem in Schweden, in der Schweiz und der Türkei, begann 1947 in Brasilien eine fünfjährige Welttournee durch Südamerika, Australien, Südafrika und Kanada. Als Liedinterpretin trat sie gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Peschko hervor. Erna Sack war stimmlich in der Lage, die Tonhöhe des viergestrichenen „c“, eines extrem hohen Tones, zu erreichen, was nur sehr wenigen Sängerinnen möglich ist.

Sie starb 1972 während einer Krebs-Operation. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Südfriedhof in Wiesbaden.[2] In Dresden erinnert die Erna-Sack-Straße an die Sängerin. Auch in Staaken (Ortsteil von Berlin-Spandau) gibt es eine Erna-Sack-Straße, seit August 2011 gibt es auch eine Erna-Sack-Straße in Heuchelheim (Hessen), dem Ort, aus dem ihr Mann stammt.

Hörproben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kai-Uwe von Hollen und Hans-Jörg Dietsche: Eine "deutsche Nachtigall". Die Sängerin Erna Sack, in: Bärbel Sunderbrink (Hrsg.): Frauen in der Bielefelder Geschichte, Bielefeld 2010, S. 240–251.
  2. knerger.de: Das Grab von Erna Sack