Ernest Burgess

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Ernest Watson Burgess (* 16. Mai 1886 in Tilbury, Ontario; † 27. Dezember 1966) war ein kanadischer Soziologe. Er vertrat die sozialökologisch orientierte Chicagoer Schule der Soziologie, die in den 1920er Jahren die „Urban Sociology“ in den USA entwickelte. Er war 24. Präsident der American Sociological Association.

Forschung[Bearbeiten]

Burgess und R. D. McKenzie entwickelten aus ihrer sozialökologischen Stadtforschung Vorstellungen, wie Strukturen der Tier- und Pflanzenökologie auf menschliche Gesellschaften übertragen werden können. Sie gehen dabei von einem absolutistischen Raumkonzept aus, in dem der Raum eine von menschlichem Handeln getrennte Größe darstelle. Grundgedanke war, dass der Mensch sich seiner natürlichen Umwelt anpassen müsse. Dies geschehe innerhalb spezifischer sozialer Gemeinschaften in begrenzten Territorien, wie zum Beispiel Stadtvierteln oder Stadtbezirken. Die Ausgestaltung der Gebiete bzw. Territorien basiert auf – durch Anpassungsdruck hervorgerufene – Bildung homogener Gemeinschaften, die geprägt sind durch u.a. Schichtzugehörigkeit und Ethnie. Louis Wirths Stadtbegriff gründet sich maßgeblich auf Burgess' Forschungen.

Auf Grundlage seiner Untersuchungen entwickelte Burgess zusammen mit seinem Kollegen Robert E. Park 1925 das Zonenmodell/Ringmodell. Dieses Stadtmodell soll die soziale Struktur einer Stadt am Beispiel von Chicago verdeutlichen.

Werke[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]