Ernest J. Sternglass

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Ernest J. Sternglass (* 24. September 1923 in Berlin) ist ein US-amerikanischer Physiker.

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Leben[Bearbeiten]

Die Eltern von Sternglass waren jüdische Ärzte. Die Familie verließ Deutschland im Jahr 1938, als er vierzehn Jahre alt war, und emigrierte in die USA. Er schloss die Highschool im Alter von sechzehn Jahren ab und nahm an der Cornell University an einem Ausbildungsprogramm für Ingenieure teil. Finanzielle Probleme zwangen ihn, das Studium für ein Jahr zu unterbrechen. Als er nach Cornell zurückkehrte, waren die USA in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Sternglass meldete sich freiwillig zur Marine. Sein Schiff lief aus, als die Atombombe über Hiroshima gezündet wurde.

Nach dem Ende des Krieges heiratete er. Im Jahre 1947 wurde sein erster Sohn geboren.

Beruf[Bearbeiten]

In Washington arbeitete er als ziviler Angestellter beim Marine-Artillerie Labor, das militärische Waffen erforschte. Sternglass begann das Studium der Nachtsichtgeräte, die ihn zu der Arbeit Strahlung führte, und er bekam die Chance, Albert Einstein zu treffen.

Ab 1952 arbeitete er am Westinghouse Forschungslabor, und war dort von 1960 bis 1967 Leiter des Apollo-Programms.

Er ist emeritierter Professor für Strahlenkunde an der Universität Pittsburgh und Inhaber von dreizehn Patenten.

Seit 1963 beschäftigt sich Sternglass mit der radioaktiven Niedrigstrahlung und wurde seitdem einer der Vorkämpfer, die auf ihre großen Gefahren aufmerksam machten. In Deutschland war er Gutachter bei den Prozessen um das Kernkraftwerk Wyhl am Kaiserstuhl und trat Anfang der 1990er-Jahre mit Jens Scheer bei Veranstaltungen zur radioaktiven Niedrigstrahlung auf.

Sternglass ist in der Elementarteilchenphysik der Ansicht, dass es sich bei dem J/Psi-Meson um einen energetisch hochangeregten Zustand eines Elektronen-Paares handele. In seiner Kosmologie vertritt er die These, dass unser Universum aus einer Folge von Urknalls hervorgegangen sei ("kosmisches Feuerwerk").

Werke[Bearbeiten]

  • Low Level Radiation (1972, deutsche Übersetzung: Radioaktive "Niedrig"-Strahlung, Berlin 1977)
  • Schäden durch Niedrigstrahlung (1975, in: Holger Strohm (Hrsg.): Warum auch geringe Radioaktivität lebensgefährlich ist, Frankfurt/Main 1986)
  • Secret Fallout. Low-Level Radiation from Hiroshima to Three Mile Island (1981)
  • Before the Big Bang. The Origins of the Universe (1997)

Weblinks[Bearbeiten]