Ernestine Auguste Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prinzessin Ernestine Auguste Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach (* 4. Januar 1740 in Weimar; † 10. Juni 1786 in Hildburghausen) war Herzogin von Sachsen-Hildburghausen.

Leben[Bearbeiten]

Ernestine Auguste Sophie war eine Tochter des Herzogs Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach und dessen zweiter Gemahlin Prinzessin Christiane Sophie Charlotte von Brandenburg-Kulmbach (1713–1747), Tochter des Markgrafen Georg Friedrich Carl von Brandenburg-Bayreuth.

Am 1. Juli 1758 heiratete sie in Bayreuth Herzog Ernst Friedrich III. Carl von Sachsen-Hildburghausen (1727–1780). Die Ehe war auf Betreiben ihrer Tante der Königin Sophie Magdalene von Dänemark zu Stande gekommen, die auch Schwiegermutter des Bräutigams gewesen war. Das mitgebrachte Heiratsgut Ernestines war für den bereits zweifachen Witwer und hoch verschuldeten Ernst Friedrich Carl bedeutend.

Carl Barth beschreibt die Herzogin folgendermaßen: „...ein feines Halbschielen des einen Auges abgerechnet, war sie eine schöne, wohlgebaute Dame, beschäftigte sich leidenschaftlich mit Musik (Waldhorn, Flöte, Klavier und Geige!) focht, ritt, jagte zu Pferde und zu Fuß wie ein Mann, meist in ganzer Amazonentracht und in enganschließenden Beinkleidern von Hirschleder schrittlings zu Pferde sitzend, wie sie denn die ritterlichen Übungen des Erbprinzen in eigener Person leitete.“[1]

Zu ihrem Oberhofmeister wurde Christian Friedrich von Stocmeier († 1807) bestellt, der durch seine Sparsamkeit vorteilhaft auf die angespannte Finanzlage des Landes einwirkte, den Staatsbankrott allerdings nicht aufhalten konnte. 1769 wurde das Land unter kaiserliche Zwangsverwaltung gestellt und eine Debitkommission versuchte die finanziellen Verhältnisse zu konsolidieren.

Nach dem Tod ihres Mannes 1780 zog sie sich vollkommen zurück. Sie bewohnte das so genannte Fischbergsche Haus am Markt von Hildburghausen und beschäftigte sich vor allem mit Musik. Die Vormundschaft über ihren noch minderjährigen Sohn führte Prinz Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburghausen.

Nachkommen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Ferdinand Schoeppl: Die Herzoge von Sachsen-Altenburg. Bozen 1917, Neudruck Altenburg 1992
  • Rudolf Armin Human: Chronik der Stadt Hildburghausen. Hildburghausen 1886

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Ferdinand Schoeppl: Die Herzoge von Sachsen-Altenburg. Bozen 1917, Neudruck Altenburg 1992 S. 73