Ernst-Günther Baade

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Ernst-Günther Baade (links) 1944 in Italien

Ernst-Günther Baade (* 20. August 1897 in Falkenhagen; † 8. Mai 1945 in Bad Segeberg) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Baade trat nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Kriegsfreiwilliger am 18. August 1914 in das 2. Pommersche Ulanen-Regiment Nr. 9 ein. Am 4. Juni 1915 wurde er zur Ersatz-Eskadron seines Stammregiments versetzt. Baade absolvierte vom 11. Juli bis 28. August 1915 einen Fahnenjunker-Lehrgang in Döberitz und wurde nach bestandenem Lehrgang in das Dragoner-Regiment „König Karl I. von Rumänien“ (1. Hannoversches) Nr. 9 versetzt. Dort erfolgte am 22. August 1916 seine Beförderung zum Leutnant und als solcher kam er dann in das Kavallerie-Schützen-Regiment Nr. 2. Vom 12. März 1917 bis 5. Februar 1918 fungierte er als Führer des Signalzuges der Fernsprech-Abteilung 231, wurde dann wieder zum Dragoner-Regiment Nr. 9 versetzt und als Ordonnanzoffizier beim Stab der 231. Infanterie-Brigade eingesetzt. Bei den Kämpfen an der Westfront wurde Baade am 1. Juni 1918 verwundet und war nach Lazarettaufenthalt und Gesundung am 16. Juni 1918 wieder dienstfähig. Kurzzeitig erfolgte seine Verwendung in seiner alten Funktion, ehe er dann am 22. Juni 1918 zum Infanterie-Regiment Nr. 444 kam. Durch eine Gasvergiftung war er ab 30. August 1918 dienstunfähig und wurde im bayerischen Kriegslazarett 62 behandelt. Zwei Monate später erfolgte seine Überweisung in die Ersatz-Eskadron des Dragoner-Regiments Nr. 9, wo er auch das Kriegsende erlebte.

Nachkriegszeit/Reichswehr[Bearbeiten]

Baade wurde zunächst in die Reichswehr übernommen und dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 5 zugeteilt. Er absolvierte vom 1. Mai bis 1. Oktober einen Lehrgang an der Reitschule Paderborn. Aufgrund der weiteren Heeresreduzierung schied Baade am 15. Mai 1920 aus dem aktiven Dienst aus. Es gelang ihm jedoch knapp vier Jahre später seine Reaktivierung und Anstellung ab 1. April 1924 im 14. Reiter-Regiment. Dort erfolgte am 1. Dezember 1925 sein Beförderung zum Oberleutnant. Vom 1. Oktober 1926 bis 20. Februar 1927 absolvierte Baade einen Offiziers-Waffenschullehrgang in Dresden und war vom 1. Oktober 1927 für zwei Jahre als Bereiter an der Kavallerie-Reitschule Hannover. Dann folgte seine Versetzung in das 10. (Preußisches) Reiter-Regiment, wo man ihn als Ausbildungsoffizier verwendete. Nach drei Jahre kam Baade abermals an die Kavallerie-Reitschule Hannover. Dieses Mal als Spezialist des Springstalls. Nachdem er am 1. August 1933 Rittmeister geworden war, erhielt Baade am 1. Oktober 1934 die Ernennung zum Chef der 1. Eskadron des Reiter-Regiments Nr. 3 in Stendal. Diese Stellung sollte er auch nach der Umbenennung der Einheit in Reiter-Regiment 3 bzw. Kavallerie-Regiment 3 weiter innehaben.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg leistete er Dienst u.a. in der Sowjetunion und in Nordafrika als Kommandeur des Schützen-Regiments 115. Im Oktober und November 1943 führte er vertretungsweise die 15. Panzer-Grenadier-Division in Italien. 1944 befehligte er auf dem gleichen Kriegsschauplatz die 90. Panzer-Grenadier-Division und war 1945 u. a. noch kurzzeitig Kampfkommandant von Köln.

Ernst-Günther Baade starb am Tag der Gesamtkapitulation der Wehrmacht in einem Lazarett in Bad Segeberg, nachdem er zwei Wochen zuvor durch Tiefflieger schwer verwundet worden war.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich-Karl von Plehwe: Das eigenständige Leben des Generals Ernst-Günther Baade. Schäuble, Rheinfelden 1998, ISBN 3-87718-249-6.
  • Dermot Bradley: Die Generale des Heeres 1921–1945 Band 1 Abberger-Bitthorn, Biblio Verlag, Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2423-9, S. 128–130

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ernst-Günther Baade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1930, S.164
  2. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 196