Ernst Adam (Priester)

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Ernst Adam (* 13. November 1884 in München; † 1955 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Priester und Geistlicher Rat. Bekannt wurde er durch die Gründung des Privatgymnasiums Ernst Adam (heute: Nymphenburger Schulen).

Leben[Bearbeiten]

Der einer schwäbisch-bayerischen Künstlerfamilie entstammende Ernst Adam, war eines von zwölf Kindern des Pferdemalers Emil Adam und wurde am 13. November 1884 in München geboren. Zusammen mit seiner Familie wuchs er in einem großen Stadthaus in München auf (heute: Winthir-Apotheke). Im häuslichen Umfeld wurde er im Spielen des Violoncellos unterrichtet.

Ausbildung[Bearbeiten]

Schule[Bearbeiten]

Im Stadtteil Neuhausen besuchte Ernst Adam von 1890 bis 1895 die Werktagsschule. Danach besuchte das königliche Luitpold-Gymnasium in München bis ihm ein schwerer Herzfehler im Jahre 1898 einen weiteren Besuch unmöglich machte. Anschließend erfolgte eine Lehre als Bankkaufmann, die er zu einem Abschluss führte. Im Jahr 1907 legte er als Privatschüler am Luitpold-Gymnasium das Abitur ab.

Studium[Bearbeiten]

Er studierte Theologie in München, Freising und Innsbruck. Während seinem dreijährigen Aufenthalt am Innsbrucker Jesuitenkonvikt lernte er Mitstudenten wie Edward Flanagan (Gründer der Boy's Town in den USA) und Konrad Graf von Preysing (Bischof und Kardinal) kennen.

Priesterleben[Bearbeiten]

Die Priesterweihe empfing er am 29. Juni 1912. Danach wurde er Kaplan.

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Sowie ab 1915 Präses der katholischen Kaufmannsjugend "Hansa". Das stetige Wachstum der zu betreuenden Lehrlinge machte eine Teilung der nunmehr 400 Jugendlichen und jungen Männern nötig. Es entstand eine Jugendabteilung sowie der der erste katholische Jungmännerbund, des Jungmännerrings, dessen Betreuung ab 1919 Pater Rupert Mayer SJ übernehmen sollte. Mit dem Ernst Adam weitere drei Jahre zusammen gearbeitet hat. 1925 gründete Adam die "Höheren Handelsschule", eine Schule die nach dem Besuch einer achtjährigen Volksschule in drei Jahren zur Mittleren Reife führte. Ab 1930 betätigte sich Adam aus gesundheitlichen Gründen in Italien ehe er 1935 nach München zurückkehrte um mit Ordensschwestern das "Familienheim Leontine Adam für Schüler höherer Lehranstalten" in Gern gründete. Am 8. Mai 1945 wurde der Unterricht auf Drängen der Besatzungsmächte eingestellt, jedoch im Februar 1946 nach Erteilung einer städtischen Genehmigung unter dem Namen "Privatgymnasium Ernst Adam, München, Gern" wieder aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Michael Verhoeven: Paul, ich und wir. Die Zeit und die Verhoevens. Ullstein, Berlin 2005, ISBN 978-3-550-07860-6.

Quellen[Bearbeiten]