Ernst Adolf Coccius

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Ernst Adolf Coccius

Ernst Adolf Coccius (* 19. September 1825 in Knauthain; † 24. November 1890 in Leipzig) war ein deutscher Augenarzt.

Leben[Bearbeiten]

Ernst Adolf Coccius studierte in Leipzig, Prag und Paris Medizin. 1848 wurde er mit der Arbeit De morbis typhum sequentibus promovierte und war dann an der Leipziger Augenheilanstalt als Assistent Friedrich Philipp Ritterichs tätig. Coccius’ Habilitation erfolgte 1851, die Berufungen zum außerordentlichen Professor folgte 1857, die zum ordentlichen Professor 1867. Ab diesem Jahr war Coccius Direktor der Augenheilanstalt in Leipzig, eine Position, die er bis zu seinem Tod innehatte. Sein Nachfolger wurde Hubert Sattler.

Ehrung[Bearbeiten]

Coccius wurde 1867 in die Leopoldina gewählt. Seit 1938 ist in Coccius’ Geburtsort Knauthain eine Straße nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • De morbis typhum sequentibus. Polz, Leipzig 1848. (Dissertation)
  • Über die Ernährungsweise der Hornhaut und die Serum führenden Gefässe im menschlichen Körper. Müller, Leipzig 1852.
  • Ueber die Anwendung des Augenspiegels nebst Angabe eines neuen Instruments. Müller, Leipzig 1853.
  • Über die Neubildung von Glashäuten im Auge. Müller, Leipzig 1858.
  • Ueber Glaucom, Entzündung und die Autopsie mit dem Augenspiegel. Müller, Leipzig 1859.
  • Ueber das Gewebe und die Entzündung des menschlichen Glaskörpers. Müller, Leipzig 1860.
  • Der Mechanismus der Accommodation des menschlichen Auges: nach Beobachtungen im Leben dargestellt. Teuber, Leipzig 1868.
  • Die Heilanstalt für arme Augenkranke zu Leipzig zur Zeit ihres fünfzigjährigen Bestehens. Vogel, Leipzig 1870. (mit Theodor Wilhelmi)
  • Ophthalmometia und Spannungsmessungen am kranken Auge. Leipzig 1872.
  • Die Diagnose des Sehpurpurs im Leben. Leipzig 1877.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]