Ernst Hinsken

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Ernst Hinsken (2012)

Ernst Hinsken (* 5. Februar 1943 in Plattling) ist ein deutscher Politiker der CSU. Er war von 2005 bis 2009 Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus und von Januar bis Oktober 1998 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Hinsken eine Lehre zum Bäcker, die er mit der Gesellen- und 1964 mit der Meisterprüfung beendete. Nach der anschließenden Konditorlehre war er zunächst in mehreren Betrieben tätig und übernahm dann den elterlichen Bäckereibetrieb.

Ernst Hinsken ist katholisch,[1] verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Partei[Bearbeiten]

Seit 1967 ist er Mitglied der CSU. Ernst Hinsken war Kreisvorsitzender der Jungen Union Straubing-Bogen. In der CSU ist er seit 1972 Mitglied im Bezirksvorstand Niederbayern, seit 1997 als stellvertretender Bezirksvorsitzender. Seit 1985 ist er CSU-Kreisvorsitzender Straubing-Bogen und seit 1995 gehört er dem CSU-Landesvorstand an. Von 1992 bis 2000 war er Landesvorsitzender der Mittelstands-Union in der CSU und von 1993 bis 2001 Stellvertretender Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Seit 1980 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1990 bis 1997 wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von November 1998 bis Dezember 2005 war er Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus und gehörte von 2002 bis 2005 auch dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Seit 2003 ist er Vorsitzender der Deutsch-Ägyptischen Parlamentariergruppe.

Ernst Hinsken ist seit 1983 stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Straubing in den Bundestag eingezogen. Bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 erhielt er mit 74,6 %[2] bzw. 68,0 %[3] der Erststimmen jeweils den höchsten Stimmanteil aller Wahlkreisbewerber in Deutschland. Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt Ernst Hinsken 55,4 % der Erststimmen. Er kündigte an, bei der kommenden Bundestagswahl 2013 nicht mehr anzutreten.[4]

Für mediale Berichterstattung sorgte sein Versuch im Jahr 2002, dem Bundeskanzler Gerhard Schröder eine rote Laterne im Bundestag zu überreichen. Er wollte damit die wirtschaftliche Lage Deutschlands als Schlusslicht Europas verdeutlichen. Der Ältestenrat sprach ihm hierfür eine Missbilligung aus.[5][6]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2005 war er Vorsitzender des Ausschuss für Tourismus, sowie von April 2011 bis 2013 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestag.

Vom 15. Januar bis zum 26. Oktober 1998 gehörte er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der von Bundeskanzler Helmut Kohl geführten Bundesregierung an.

Kabinette[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ernst Hinsken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ernst-hinsken.de/zurperson.html
  2. Informationen der Landeswahlleiterin: Wahl zum 16. Deutschen Bundestag in Bayern am 18. September 2005
  3. ernst-hinsken.de: [1]
  4. http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_regen/regen/439809_Ernst-Hinsken-2013-ist-fuer-ihn-Schluss-im-Bundestag.html
  5. Der Spiegel, 09/2002: Was haben Sie da gedacht, Herr Hinsken?
  6. Shortnews.de: Eklat im Bundestag: Symbolische rote Laterne sorgt für Empörung