Ernst Morgenthaler

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Ernst Morgenthaler (* 11. Dezember 1887 in Kleindietwil; † 7. September 1962 in Zürich) war ein Schweizer Maler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten]

Ernst Morgenthaler wurde 1887 in Kleindietwil geboren. 1897 zog die Familie nach Bern um, wo er das Gymnasium besuchte. Seine Tätigkeit als Kaufmann füllte ihn nicht aus, so dass er sich zum Ausgleich dem Musizieren und Zeichnen zuwandte. Er nahm bei verschiedenen Lehrern Zeichenunterricht und liess sich schliesslich auf der Oschwand in der Ölmalerei ausbilden. Dort lernte er auch seine Frau Sasha von Sinner kennen, die er 1916 heiratete.

In München, wo er sich weiterbildete, profitierte er sehr von der Bekanntschaft mit Paul Klee. Nach seiner Rückkehr wohnte er an verschiedenen Orten der Schweiz, ab 1923 schliesslich in Küsnacht. Seit 1920 führte seine zunehmende Bekanntheit zu einer Vielzahl von Ausstellungen. Weitere Anregungen erhielt der Maler durch den Umzug seiner Familie in die Nähe von Paris (1928) sowie durch mehrere Reisen, besonders nach Nordafrika. 1931 zog die Familie wieder in die Schweiz (nach Zürich-Höngg). Unter Morgenthalers freundschaftlichen Beziehungen zu Malerkollegen, Musikern und Schriftstellern ist besonders die zu Hermann Hesse hervorzuheben. Im März 1922 war der Schriftsteller Robert Walser acht Tage Gast der Familie Morgenthaler in Wollishofen.[1]

Von 1951 bis 1953 fungierte er als Präsident der Eidgenössischen Kunstkommission. 1957 setzte wieder eine rege Reisetätigkeit ein. In Sardinien erwarb er für seine Familie einen Wohnsitz. Ernst Morgenthaler starb 1962 in Zürich.

Neben Ölbildern, Aquarellen, Wandmalereien und Zeichnungen gehört zu seinem Werk auch eine Reihe eigener Schriften.

Eines seiner Kinder wurde als der Arzt, Maler, Jongleur, Psychoanalytiker und Autor Fritz Morgenthaler (1919–1984) international bekannt. Sein zweiter Sohn, Niklaus Morgenthaler, wurde Architekt. Dieser war Partner im international bekannten Architekturbüro Atelier 5, lehrte an verschiedenen Universitäten in den USA und war Direktor der Kunstgewerbeschule in Basel.

Werke[Bearbeiten]

Seine Bilder befinden sich in den wichtigsten schweizerischen Museen: Aargauer Kunsthaus Aarau; Kunstmuseum Bern; Chur, Bündner Kunstmuseum; Kunsthaus Glarus; Kunstmuseum Olten; Schaffhausen, Museum zu Allerheiligen; Kunstmuseum Solothurn; Kunstmuseum Thun; Kunstmuseum Winterthur; Winterthur, Museum Oskar Reinhart; Kunsthaus Zürich.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Walser-Biografie, nachzulesen u. a. in "Geschichten", Bd. 2 der Walser-Gesamtausgabe im Suhrkamp-Verlag
  2. Buchbeschrieb, abgerufen am 7. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]