Ernst Pringsheim senior

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ernst Pringsheim sen. (* 11. Juli 1859 in Breslau, Niederschlesien; † 28. Juni 1917 ebenda) war deutscher Physiker in Berlin und Breslau.

Ernst Pringsheim entstammte einer äußerst wohlhabenden schlesischen Kaufmannsfamilie jüdischer Abstammung. Er studierte an verschiedenen deutschen Universitäten, promovierte 1882 mit einer Arbeit über das Radiometer zum Dr.phil. und habilitierte zum Professor. Von 1896 bis 1905 war er Professor an den Universitäten in Berlin wo auch seine Zusammenarbeit mit Otto Lummer begann, und ab 1905 in Breslau. Sein Spezialgebiet war die Optik.

1881 entwickelte er einen Spektrometer, mit dem erstmals Wellenlängen im Infrarotbereich korrekt gemessen werden konnten. 1899 führte er mit Otto Lummer sorgfältige Messungen mit schwarzen Körpern durch und veröffentlichte die Ergebnisse. Die Resultate bildeten ein Jahr später die Grundlage für eine revolutionäre Theorie des jungen deutschen Forschers Max Planck. Planck entschloss sich, die Energie eines schwarzen Körpers nicht als eine kontinuierliche Größe zu betrachten. Er entwickelte daraus seine Quantenhypothese.

Schriften[Bearbeiten]

  • Ueber das Radiometer. Berlin: Lange, 1882. Berlin, Universität, Dissertation, 1882.
  • Eine Wellenlängenmessung im ultrarothen Sonnenspectrum. In: Annalen der Physik und Chemie. Neue Folge, Band XVIII, 1883.
  • mit Otto Lummer: A Determination of the ratio(x) of the specific for air, ocxgen, carbon-dioxide and hydrogen. (= Smithsonian Contributions to Knowledge; 29,6 = 1126 Hodgkins Fund) Washington: Smithsonian Inst., 1898.
  • Vorlesungen über die Physik der Sonne. Leipzig: Teubner, 1910.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]