Ernst Sabeditsch

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Ernst Sabeditsch (* 6. Mai 1920; † 30. Juni 1986) war ein österreichischer Fußball-Nationalspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Ernst Sabeditsch war Läufer und spielte zumeist als Centerhalf, wo er sich dank seiner Spielübersicht und seinem Kopfballspiel einen Namen machte. Er kam in der Saison 1938/39 in die Elf des Erstligisten Vienna, bereits zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Trotz der widrigen Umstände konnte er mit seiner Mannschaft von 1942 bis 1944 drei Mal in Folge österreichischer Meister, respektive „Ostmarkmeister“ werden und sich auch in den großdeutschen Bewerben behaupten: 1942 wurde er mit den Döblingern deutscher Vizemeister sowie 1943 deutscher Pokalsieger gegen den LSV Hamburg. Im Herbst 1943 wurde er als Soldat zum LSV Mölders Krakau abgeordnet, zu dem kurz nach ihm auch Ernst Willimowski stieß.[1]

Nach Kriegsende gehörte Ernst Sabesitsch zum Stammpersonal des wieder ins Leben gerufenen österreichischen Nationalteams, er wechselte sich dabei 1947 mit Siegfried Joksch auf seiner Position ab. Sein Debüt bei Österreichs erstem Heimspiel nach acht Jahren Pause endete 4:1 gegen Frankreich, Sabeditschs Klubkollege Karl Decker schoss drei Tore. Im ebenfalls reaktivierten österreichischen Cup scheiterte Sabeditsch 1946 erst im Finale knapp an Rapid. Ein vorzeitiges Ende nahm seine Spielkarriere nach einer Sperre wegen Handels von Rohopium im geteilten Nachkriegs-Wien 1949. Letztendlich wurde er, wie auch sein Klubkamerad Rudolf Strittich, 1952 begnadigt und verabschiedete sich noch mit zehn Partien für Wacker von der A-Liga. Als Trainer arbeitete er anschließend unter anderem von 1953 bis 1955 beim Linzer ASK sowie 1956/57 beim Schweizer Nationalliga-A-Verein FC Schaffhausen, wo er das Amt von Josef Smistik übernahm.

Erfolge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Warschauer Zeitung, 9. Dezember 1943, S.6.