Ernst Streng (Radsportler)

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Ernst Streng (* 25. Januar 1942 in Köln; † 27. März 1993 ebenda) war ein deutscher Radrennfahrer.

Ernst Streng errang seine größten Erfolge in der Mannschaftsverfolgung. 1963 wurde er mit der deutschen Mannschaft Vize-Weltmeister der Amateure in dieser Disziplin in Rocourt bei Lüttich, gemeinsam mit Klemens Großimlinghaus, Karl-Heinz Henrichs und Lothar Claesges. Im Jahr darauf wurde die deutsche Mannschaft (mit Karl Link anstelle von Grossimlinghaus) Weltmeister der Amateure in Paris sowie Olympiasieger in Tokio und wurde deshalb Gold-Vierer genannt.

1965 trat Streng zu den Profis über und belegte bei Deutschen Meisterschaften mehrfach Podiumsplätze im Sprint sowie bei den Stehern. 1969 wurde er auch Dritter bei den Deutschen Meisterschaften auf der Straße. 1968 startete er bei der Tour de France, wo er mit der Batavus-Mannschaft den Prolog gewann, sowie fünfmal bei der Tour de Suisse (1966 bis 1970).

Ernst Streng gelang es als Profi nie, richtig Fuß zu fassen. Desillusioniert trat er 1970 vom Radsport zurück und nahm eine Stelle bei der Kölner Polizei an. Später gründete er eine Polizei-Radsportgruppe. 1993 starb er überraschend während einer Rad-Spazierfahrt an Herzversagen, was zu Spekulationen über Spätfolgen von Doping Anlass gab.[1][2][3] Auch sein Mannschaftskollege Großimlinghaus war 1991 im Alter von 49 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Und außerdem...“, Sport-Bild vom 7. April 1993, S. 60: Die Quelle spricht von einem Herzinfarkt als Todesursache.
  2. Ksta.de: „Das dreckige Geschäft“ abgerufen am 22. April 2010
  3. Bakchich.info: "Une série de morts suspectes dans le sport" abgerufen am 22. April 2010 (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Ernst Streng in der Datenbank von Radsportseiten.net
  • Ernst Streng in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
  • Graunke/Lemke/Rupprecht: Giganten der Landstraße, München 1993