Ernst von Hoeppner

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Ernst von Hoeppner
General von Hoeppner und Feldflugchef Oberstleutnant Thomsen

Ernst Wilhelm Arnold von Hoeppner (* 14. Januar 1860 in Tonnin/Insel Wollin; † 26. September 1922 ebenda) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie sowie von 1916 bis 1918 als Kommandierender General Befehlshaber der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Hoeppner war Sohn eines preußischen Offiziers und wuchs in Pommern auf. Er heiratete am 14. Juli 1885 Sophie Eugenie Minette Elisabeth Adele Valentine von Pöppinghausen. Sie hatten drei gemeinsame Kinder: Busso (* 1887), Margot (* 1888) und Gerd (* 1894).[1]

Militärische Karriere[Bearbeiten]

Ernst von Hoeppner wurde ab 1872 in der Kadettenanstalt Potsdam sowie anschließend in der Hauptkadettenanstalt ausgebildet. Er trat dann 1879 als Sekondeleutnant in das Magdeburgische Dragoner-Regiment Nr. 6 in Stendal ein. Nach dem Besuch der Kriegsakademie wirkte er zunächst als Generalstabsoffizier bei der 39. Division in Colmar und führte dann von 1893 bis 1899 eine Eskadron des Kurmärkischen Dragoner-Regiments Nr. 14. 1902 wurde Hoeppner in den Großen Generalstab berufen. 1904 kam er als Erster Generalstabsoffizier zum IX. Armee-Korps nach Altona. 1906 übernahm er als Oberstleutnant den Befehl über das 1. Kurhessische Husaren-Regiment "König Humbert von Italien" Nr. 13 in Diedenhofen. 1908 wurde er als Stabschef zum VII. Armee-Korps versetzt. Im September 1912 übernahm Hoeppner nach seiner Beförderung zum Generalmajor die in Bromberg stationierte 4. Kavallerie-Brigade. Am 16. Juni 1913 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Stabschef und Divisionskommandeur[Bearbeiten]

Im August 1914 wurde er Generalstabschef der 3. Armee unter General Max von Hausen, später unter General Karl von Einem. Am 14. Februar 1915 wurde er zum Kommandeur der 17. Reserve-Division ernannt. Zum Generalleutnant befördert, wurde Hoeppner im Juli Chef des Generalstabs der 2. Armee. Im April 1916 wurde ihm die Führung der 75. Reserve-Division übertragen.

Kogenluft[Bearbeiten]

Am 15. November 1916 wurde er von Kaiser Wilhelm II. mit der Wahrnehmung der neugeschaffenen Stelle des „Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte“ (Kogenluft) betraut und kehrte ins Große Hauptquartier zurück.

Seine dortigen Verdienste um die Entwicklungen der Luftstreitkräfte wurden am 8. April 1917 mit der Verleihung des Ordens Pour le Mérite gewürdigt. Diesen erhielt er zusammen mit seinem Stabschef Oberstleutnant Hermann Thomsen.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach der Novemberrevolution war Hoeppner ab April 1919 Kommandierenden General des XVIII. Armee-Korps. Mit dessen Auflösung am 30. September 1919 reichte Hoeppner seinen Abschied ein und wurde unter Verleihung des Charakters eines Generals der Kavallerie, à la suite des 1. Kurhessischen Husaren-Regiments Nr. 13, zur Disposition gestellt.

Hoeppner kehrte auf sein Gut Groß-Mokratz auf der Insel Wollin zurück, wo er seine Memoiren verfasste[2] und drei Jahre später dort an der Spanischen Grippe verstarb.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg 1914-1918. Band I: A–L. Verlag Bernard & Graefe. Berlin 1935. S. 496-497.
  • Karlheinz Kens, Hans Müller: Die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs. München 1966. ISBN 3-453-00404-3.
  • Günter Kroschel, Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910-18. Wilhelmshaven 1977. ISBN 3-920602-18-8.
  • Heinz J. Nowarra: Eisernes Kreuz und Balkenkreuz. Mainz 1968.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hoeppner. in: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser. Jg. 9 (1915), Abschn. Elsn-Ribb.
  2. Ernst von Hoeppner: Deutschlands Krieg in der Luft. Leipzig 1921.
  3. Joachim Castan: Der Rote Baron. Die ganze Geschichte des Manfred von Richthofen. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-94461-7. S. 264.
  4. a b c d e f g h i Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.58