Ernst von Hoeppner

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Ernst von Hoeppner
General von Hoeppner und Feldflugchef Oberstleutnant Thomsen

Ernst Wilhelm von Hoeppner (* 14. Januar 1860 in Tonnin/Insel Wollin; † 26. September 1922 ebenda) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie sowie von 1916 bis 1918 als Kommandierender General Befehlshaber der Fliegertruppe im Ersten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorkriegszeit

Hoeppner wuchs in Pommern als Sohn eines Majors auf und wurde 1872 in der Kadettenanstalt Potsdam sowie anschließend in der Hauptkadettenanstalt ausgebildet. Er trat dann 1879 als Sekondeleutnant in das Magdeburgische Dragoner-Regiment Nr. 6 in Stendal ein. Nach dem Besuch der Preußischen Kriegsakademie wirkte er als Generalstabsoffizier bei der 39. Division in Colmar und führte dort von 1893 bis 1899 eine Eskadron des Kurmärkischen Dragoner-Regiments Nr. 14. 1902 wurde Hoeppner in den Großen Generalstab berufen. 1904 kam Hoeppner als Erster Generalstabsoffizier zum IX. Armee-Korps nach Altona und übernahm 1906 als Oberstleutnant das Kommando über das 1. Kurhessische Husaren-Regiment "König Humbert von Italien" Nr. 13 in Diedenhofen. 1908 erfolgte seine Verwendung als Stabschef des VII. Armee-Korps. Hoeppner übernahm im September 1912 nach seiner Beförderung zum Generalmajor die in Bromberg stehende 4. Kavallerie-Brigade. Am 16. Juni 1913 erhob man ihn in den erblichen Adelsstand.

[Bearbeiten] Erster Weltkrieg

[Bearbeiten] Stabschef und Divisionskommandeur

Im August 1914 trat er als Generalstabschef unter den Oberbefehl Max von Hausens (3. Armee) später Karl von Einems.

Am 14. Februar 1915 wurde er zum Kommandeur der 17. Reserve-Division ernannt. Zum Generalleutnant befördert, wurde Hoeppner im Juli zum Chef des Generalstabs der 2. Armee ernannt. Im April 1916 wurde ihm die Truppenführung der 75. Reserve-Division übertragen.

[Bearbeiten] Kogenluft

Am 15. November 1916 wurde er vom Kaiser mit der Wahrnehmung der neugeschaffenen Stelle des „Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte“ (Kogenluft) betraut und kehrte ins Große Hauptquartier zurück.

Seine dortigen Verdienste um die Entwicklungen der Luftstreitkräfte wurden am 8. April 1917 mit der Verleihung des Ordens Pour le Mérite gewürdigt. Diesen erhielt er zusammen mit seinem Stabschef Oberstleutnant Hermann Thomsen.

[Bearbeiten] Nachkriegszeit

Nach der Revolution war Hoeppner ab April 1919 Kommandierenden General des XVIII. Armee-Korps. Mit dessen Auflösung am 30. September 1919 reichte Hoeppner seinen Abschied ein und wurde unter Verleihung des Charakters eines Generals der Kavallerie, á la suite des 1. Kurhessischen Husaren-Regiments Nr. 13, zur Disposition gestellt.

Hoeppner kehrte auf sein Gut Groß-Mokratz auf der Insel Wollin zurück, wo er seine Memoiren verfasste[1] und drei Jahre später dort an der Spanischen Grippe verstarb.[2]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg 1914-1918 Band I; Deutsches Wehrkundearchiv 2007, DW-34001-00, S.496-497
  • Karlheinz Kens und Hans Müller: Die Flugzeuge des Ersten Weltkriegs. München 1966, ISBN 3-453-00404-3.
  • Günter Kroschel und Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910-18. Wilhelmshaven 1977, ISBN 3-920602-18-8.
  • Heinz J. Nowarra: Eisernes Kreuz und Balkenkreuz. Mainz 1968.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hoeppner, Ernst von: Deutschlands Krieg in der Luft. Leipzig 1921
  2. Joachim Castan: Der Rote Baron – Die ganze Geschichte des Manfred von Richthofen, Klett-Cotta, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-608-94461-7, S.264
  3. a b c d e f g h i Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.58
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