Ernst von Siemens

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Ernst Albrecht von Siemens (* 9. April 1903 in Kingston upon Hull, Großbritannien; † 31. Dezember 1990 in Starnberg) war ein deutscher Industrieller, einziger Sohn von Carl Friedrich von Siemens und jüngster Enkel des Erfinders und Unternehmensgründers Werner von Siemens. Er entstammte dem alten Goslarer Stadtgeschlecht Siemens.

Leben[Bearbeiten]

Er studierte an der Technischen Universität München Physik, bevor er 1929 eine Tätigkeit im Wernerwerk für Fernmeldetechnik in Berlin-Siemensstadt antrat. Nachdem er zuvor bereits fünf Jahre stellvertretendes Vorstandsmitglied von Siemens & Halske war, wurde er 1948 reguläres Mitglied des Vorstandes. Diese Position hatte er bis 1956 inne. Von 1956 bis 1971 war Ernst von Siemens Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG sowie anschließend bis 1978 einfaches Mitglied des Aufsichtsrats. Er war federführend beim Zusammenschluss der Unternehmen Siemens & Halske AG, Siemens-Schuckertwerke AG und Siemens-Reiniger-Werke AG zur heutigen Siemens AG im Jahr 1966.

Ernst von Siemens war unverheiratet und hatte keine Kinder.

Förderung der Kultur[Bearbeiten]

Ernst von Siemens förderte sowohl die Wissenschaft als auch die Künste. 1958 gründete er die nach seinem Vater benannte Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung zu Förderung der Wissenschaften. Es folgte 1972 die Gründung der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Diese vergibt seit 1974 den Ernst-von-Siemens-Musikpreis, der zurzeit mit 250.000 Euro dotiert ist. 1983 gründete Ernst von Siemens die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung. Ziel dieser Stiftung ist die finanzielle Unterstützung beim Ankauf von Kunstwerken für Museen. Darüber hinaus fördert die Stiftung auch Kunstausstellungen. Neben einem beträchtlichen Stiftungskapital und späteren Zustiftungen hinterließ Ernst von Siemens der Kunststiftung auch seine private Kunstsammlung.

Ernst von Siemens war Mitglied des Akademischen Alpenvereins München.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1959 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]