Eroberung vom Planet der Affen
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Eroberung vom Planet der Affen |
| Originaltitel | Conquest of the Planet of the Apes |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1972 |
| Länge | Kino und Blu-ray Disc: 87 Minuten DVD: 83 Minuten Director´s Cut: 87 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | J. Lee Thompson |
| Drehbuch | Paul Dehn |
| Produktion | Arthur P. Jacobs |
| Musik | Tom Scott |
| Kamera | Bruce Surtees |
| Schnitt | Marjorie Fowler, Allan Jaggs |
| Besetzung | |
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Eroberung vom Planet der Affen (Originaltitel: Conquest of the Planet of the Apes) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1972 von Regisseur J. Lee Thompson. Der Film stellt die Fortsetzung von Planet der Affen aus dem Jahr 1968, Rückkehr zum Planet der Affen aus dem Jahr 1970 und Flucht vom Planet der Affen aus dem Jahr 1971 dar.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Nordamerika im Jahr 1991: Zwanzig Jahre nach dem Tod der Schimpansen Cornelius und Zira ist deren Sohn (der nun Cäsar genannt wird) in der Obhut des Zirkusdirektors Armando erwachsen geworden. Damit niemand von seiner Existenz erfährt und alle weiterhin glauben, er wäre damals mit seinen Eltern gestorben, erklärt ihm Armando, in der Öffentlichkeit nicht zu sprechen und sich wie die primitiveren Affen zu bewegen.
Vor acht Jahren starben innerhalb weniger Monate alle Hunde und Katzen aufgrund eines Virus. Als Ersatz für ihre Haustiere haben sich die Menschen daraufhin Menschenaffen gehalten, die sie aber immer mehr zu Dienstboten erzogen und schließlich als Sklaven halten.
Als Armando mit Cäsar durch die Stadt geht, um Plakate für seinen Zirkus zu verteilen, kann Cäsar die brutale Behandlung seiner Artgenossen nicht mehr ertragen und ruft „grausame menschliche Bestien“. Obwohl Armando beteuert, dass er und nicht der Affe gesprochen hat, wird er vom Staatssicherheitsdienst vorläufig in Haft genommen. Cäsar hatte er zuvor in Sicherheit gebracht und ihm aufgetragen, sich unter seine Artgenossen zu mischen, falls er am Abend nicht mehr zurückkommt. Am Hafen, wo gerade neue Affen aus Übersee angeliefert werden, mischt sich Cäsar unter eine Ladung Orang-Utans aus Borneo. Bei einer Auktion wird Cäsar von Gouverneur Breck ersteigert und dann der Kommandostelle zugeteilt.
Armando soll nun nach den Verhören abschließend seine Aussagen durch den „Authentikator“ (ein Gerät, das die Menschen dazu zwingt, die Wahrheit zu sagen) verifizieren lassen. Armando springt daraufhin aus dem Fenster in den Tod. Als Cäsar davon erfährt, wird er wütend und organisiert im Untergrund die Revolte der Affen gegen die Menschen. So lässt er von allen Affen Gegenstände einsammeln, die als Waffen verwendet werden können.
Gouverneur Breck lässt nun an alle Polizeistationen seine Schwarze Liste (im Original: Achilles list) verteilen, auf der alle Affen aufgeführt sind, die im letzten Jahr durch Ungehorsam aufgefallen waren, und diese ins Umschulungszentrum verbringen. Inzwischen hat ein Computer der Affenverwaltung eine Fehlermeldung für die Lieferung aus Borneo ausgegeben, da es auf dieser Insel keine Schimpansen gibt. Als Cäsar festgenommen werden soll, verhilft ihm der Regierungsbeamte McDonald zur Flucht, doch wird Cäsar kurz darauf gefangengenommen und gefoltert. Durch die Elektrofolter erreicht Gouverneur Breck schließlich, dass Cäsar spricht. Nach diesem Beweis wird die sofortige Tötung durch Elektrokution angeordnet, doch McDonald hat in der Zwischenzeit den Strom abgestellt, und Cäsar täuscht seinen Tod vor. Nach seiner Flucht führt er die Revolution der Affen an.
Nach gewalttätigen Kämpfen mit den Sicherheitskräften erringen die Affen den Sieg, doch McDonald und die Schimpansin Lisa können Cäsar davon überzeugen, dass das hemmungslose Ausleben ihrer Rachegelüste den Affen ihren Sieg und die Absicht ihres Aufstandes zunichtemachen würde. Cäsar lässt vorerst die Waffen niederlegen und das Töten stoppen, erklärt jedoch, dass die Menschen von nun an ihre Untergebenen wären und der heutige Tag die Geburt des Planeten der Affen sei.
Synchronisation [Bearbeiten]
Die deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron GmbH erstellt. Dialogbuch führte Ruth Leschin, Dialogregie Dietmar Behnke.[1]
| Rolle | Darsteller | Deutsche Stimme |
|---|---|---|
| Cäsar | Roddy McDowall | Andreas Mannkopff |
| Gouverneur Breck | Don Murray | Michael Chevalier |
| MacDonald | Hari Rhodes | Christian Brückner |
| Chefinspektor Kolp | Severn Darden | Wolfgang Völz |
| Armando | Ricardo Montalban | Gerd Martienzen |
| Kommissionsvorsitzender | John Randolph | Dietrich Frauboes |
| Inspektor Hoskins | H.M. Wynant | Claus Jurichs |
Hintergrund [Bearbeiten]
- Ursprünglich war ein düsteres Ende für den Film vorgesehen, in der Cäsars Siegesrede ein militanter Aufruf zur Revolution war, an dessen Anschluss Gouverneur Breck getötet werden sollte. Nachdem die Version in Testvorführungen nicht gut ankam, entschlossen sich Produzent Arthur P. Jacobs und 20th Century Fox dazu, den Schnitt des Films mit vorhandenem Bildmaterial nachträglich zu verändern und die Rede um eine erweiterte (versöhnliche) Ansprache mit der Stimme von Cäsar zu ergänzen. Regisseur Thompson berichtete auch davon, dass in einer ersten Testvorführung in Phoenix Mütter mit ihren Kindern aus der Vorführung liefen, da sie die blutigen Gewaltszenen nicht erwarteten. Auch schaffte es der Film in der ersten Version nicht, die gewünschte Einstufung der MPAA zu erhalten. Das Studio wollte aber, dass er wie die vorherigen Filme als Familienfilm eine unbeschränkte Freigabe erhielt, sodass man darauf drängte, gewalttätige Szenen zu entfernen. Das erst angestrebte G-Rating (general audiences) erhielt der Film allerdings nicht, sondern am Ende ein PG-Rating (parental guidance suggested), womit er der einzige Film in der fünfteiligen Planet der Affen-Reihe ist, der kein G-Rating erhielt. Bei den gewalttätigen Szenen der Affenrevolte orientierten sich Drehbuch-Autor Dehn und Regisseur Thompson an den Watts-Unruhen von 1965.[2]
- Die Dreharbeiten begannen am 31. Januar 1972. Innenaufnahmen wurden in den Fox-Studios gedreht, Außenaufnahmen in der damals gerade neu errichteten Wohn- und Geschäftsanlage Century City (Los Angeles), sowie an der University of California.
- Der einzige Film in der Planet-der-Affen-Reihe, der im Filmformat Todd-AO 35 produziert wurde.
- Kinostart in den USA war am 30. Juni 1972, in Deutschland am 10. August 1972.
- Die Produktionskosten wurden auf 1,7 Millionen US-Dollar geschätzt. In den Kinos der USA spielte der Film rund 9 Millionen US-Dollar ein.
Kritiken [Bearbeiten]
„Im vierten Teil des erfolgreichen Schimpansen-Serials proben die Affen den Aufstand gegen den faschistischen Gouverneur von Kalifornien. Was als originelle Variation der Zukunft begann, mündet in eine ärgerliche Anthologie perfider Onkel-Tom-Sprüche. Bevor der mit Abstand langweiligste Film der Serie in allgemeiner Rührseligkeit untergeht, demonstriert Routinier Thompson ein weiteres Mal, daß er noch immer keine Action-Szenen inszenieren kann.“
„Ein Durcheinander von sozialen, philosophischen, religiösen und klassenkämpferischen Motiven, in dürftiger Science-fiction-Manier mit völlig austauschbaren Bildern verkittet. (Vierter Teil der „Planet-der-Affen“-Reihe)“
Weblinks [Bearbeiten]
- Eroberung vom Planet der Affen in der Internet Movie Database (englisch)
- Vergleich der Schnittfassungen Kinofassung – Unrated Director's Cut von Eroberung vom Planet der Affen bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Eroberung vom Planet der Affen in der Deutschen Synchronkartei
- ↑ Offizielle Dokumentation: Hinter den Kulissen von Planet der Affen
- ↑ Filmkritik in Die Zeit vom 1. September 1972
- ↑ Eroberung vom Planet der Affen im Lexikon des Internationalen Films
Filme: Planet der Affen (1968) | Rückkehr zum Planet der Affen (1970) | Flucht vom Planet der Affen (1971) | Eroberung vom Planet der Affen (1972) | Die Schlacht um den Planet der Affen (1973) | Planet der Affen (2001) | Planet der Affen: Prevolution (2011)
Fernsehserien: Planet der Affen (1974) | Return to the Planet of the Apes (1975)
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