Erotische Literatur

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Ovids Liebeskunst (Ars amatoria) in einer deutschen Ausgabe von 1644

Erotische Literatur (Erotikon, pl. Erotika) ist ein Teilgebiet der erotischen Kunst und umfasst literarische Texte mit erotischem Hintergrund, insbesondere wenn sie durch entsprechende Bilder illustriert sind.

Eine Abgrenzung des Begriffs „Erotik“ - und damit auch der erotischen Literatur - zu Sexualität und Liebe ist schwierig. So muss bei einer bildlichen Darstellung unterschieden werden, ob sie tatsächlich auf eine erotische Wirkung abzielt wie etwa eine nackte Frau in eindeutiger Körperhaltung, oder ob es sich - im Gegensatz dazu - um ein Bild handelt, das einem belehrenden Text zur illustrierenden Erklärung beigefügt ist. Zum Beispiel steht in der bildlichen Darstellung der biblischen Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva vor dem Sündenfall deren Nacktheit für die paradiesische Unschuld und hat nichts mit Erotik zu tun. Bereits klassische Schriftsteller und Dichter haben - wie Ovid in seiner Liebeskunst - belehrende Texte zur Sexualität und Erotik geschrieben, sich aber durch sprachliche und stilistische Mittel von der eindeutig pornographischen Literatur abgegrenzt.

Die Zuordnung von Texten und Abbildungen zur erotischen Literatur hat sich im Lauf der Zeit verändert und wird in den einzelnen Kulturkreisen unterschiedlich bewertet. Im weiteren Sinn zählen zur erotischen Literatur Handbücher vom Kama Sutra bis zu Joy of Sex sowie belletristische Gedichte, Geschichten und Romane mit überwiegend erotischem Inhalt .

Erotische Literatur im Internet[Bearbeiten]

Mitte der 1990er Jahre, mit der Nutzung des Internets aufkommend, begann eine Welle der Veröffentlichungen von sogenannten sex stories, meist in englischer Sprache im sogenannten Usenet, die teilweise hohes literarisches Niveau erreichen. Zu prominenten englischsprachigen Autoren des Usenets gehören Mary Ann Mohanraj (die inzwischen ihre Werke in Buchform herausbringt), Dulcinea († 1997), Deirdre (156 Kurzgeschichten), Elf Sternberg („Journal Entries“, SF), Uther Pendragon (sein Hauptwerk sind die Geschichten über die Brennans), Al Steiner („Aftermath“), Selena Jardine (lesbische Erotik), Frank Downey („Dance of a Lifetime“, romantisch), Adrian Hunter (Bondage) und Nick Scipio (u.a. „Summer Camp“).

Siehe auch[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Nachschlagewerke[Bearbeiten]

  • Lexikon der erotischen Literatur. Autoren, Werke, Themen, Aspekte, hrsg. von Almut Oetjen, Loseblattausg. ab 1992, ISBN 3-89048-050-0
  • Encyclopedia of erotic literature, hrg. von Gaëtan Brulotte; John Phillips, New York, NY [u.a.]: Routledge, 2006
  • Hansjürgen Blinn (Hrsg.): Klassiker der erotischen Literatur, elektronische Ressource (CD-ROM), Kleine digitale Bibliothek Band 19, Directmedia Publishing Berlin 2007, ISBN 978-3-89853-319-5

Artikel in Nachschlagewerken[Bearbeiten]

  • Artikel Erotische Literatur in: Harenbergs Lexikon der Weltliteratur, Band 2, 1989, ISBN 3-611-00091-4
  • Artikel Erotische Literatur in: Metzler Literatur Lexikon, 2. Aufl. 1990, ISBN 3-476-00668-9
  • Artikel Erotische Literatur in: Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, 8. Aufl. 2001, ISBN 3-520-23108-5
  • Artikel Erotische Literatur in: Der Brockhaus: Literatur, 2. Aufl. 2004, ISBN 3-7653-0351-8

Geschichte[Bearbeiten]

allgemein[Bearbeiten]

  • John Atkins: Sex in literature, 4 Bände 1970-1982
  • Paul Englisch: Geschichte der erotischen Literatur, 1927, Reprint 1977, ISBN 3-921695-01-5
  • Carolin Fischer: Gärten der Lust. Eine Geschichte erregender Lektüren, Stuttgart ; Weimar : Metzler, 1997, ISBN 3-476-01563-7, als TB: München: Dt. Taschenbuch-Verlag, 2000
  • Hiltrud Gnüg, Der erotische Roman. Von der Renaissance bis zur Gegenwart, Ditzingen: Reclam, 2002, ISBN 3-15-017634-4
  • Eberhard und Phyllis Kronhausen: Bücher aus dem Giftschrank. Eine Analyse der verbotenen und verfemten erotischen Literatur, 1969
  • Hermann Schreiber: Erotische Texte. Sexualpathologische Erscheinungen in der Literatur, 1969

Antike und Mittelalter[Bearbeiten]

  • G. Leick: Sex and eroticism in Mesopotamian literature, 1994 (ISBN 0-415-06534-8)
  • S. Mulchandani: Erotic literature of ancient India. Kama Sutra, Koka Shastra, Gita Govindam, Ananga Ranga, 2006, ISBN 81-7436-384-X

Neuzeit bis 1900[Bearbeiten]

  • J. Goulemot: Gefährliche Bücher. Erotische Literatur, Pornographie, Leser und Zensur im 18. Jahrhundert, 1993, ISBN 3-499-55528-X
  • I. Moulton: Before pornography. Erotic writing in early modern ', 2000, ISBN 0-19-513709-4

Weblinks[Bearbeiten]