Erskine Hamilton Childers

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Büste von Erskine Hamilton Childers

Erskine Hamilton Childers (* 11. Dezember 1905 in London; † 17. November 1974 in Dublin), Sohn des im Irischen Bürgerkrieg hingerichteten Schriftstellers Robert Erskine Childers, war der vierte Präsident von Irland (irisch: Uachtarán na hÉireann) von 1973 bis zu seinem Tod 1974.

Der in Großbritannien aufgewachsene Childers arbeitete nach Abschluss seines Studiums an der Universität Cambridge für ein Tourismusbüro in Paris, um anschließend in Dublin als Pressemitarbeiter tätig zu sein. 1938 erhielt er die irische Staatsbürgerschaft und wurde Parlamentsabgeordneter der Fianna Fáil. 1952 heiratete der anglikanische Childers seine Frau Rita.

Childers leitete später verschiedene Ministerien: Minister for Posts & Telegraphs 1951–1954, 1959–1961 und 1966–1969, Minister for Lands 1957–1959, Minister for Transport & Power 1959–1969 und Minister for Health 1969–1973. 1969 wurde er zum Tánaiste (stellvertretender Premierminister) ernannt. 1973 gewann er die Wahl zum Präsidenten von Irland gegen seinen Konkurrenten Tom O'Higgins, den Kandidaten von Fine Gael. Childers starb an einem Herzinfarkt im Amt.

Ursprünglich vereinbarten alle Parteien heimlich, als seine Nachfolgerin seine Witwe Rita Childers zu nominieren; doch bevor dies verkündet und sogar bevor es ihr mitgeteilt worden war, führte ein Missverständnis zum Zusammenbruch der Vereinbarung. Der halb taube Fine Gael-Minister Tom O'Donnell verstand die Frage eines Journalisten zur angeblichen Nominierung von Mrs. Childers falsch. Er dachte, dass der Journalist bereits über die Nominierung Bescheid wisse und bestätigte, dass Rita Childers die neue Präsidentin von Irland werden solle. Die Opposition, in der Meinung, dass das ganze Durcheinander von der Regierung inszeniert wurde und diese daraus politische Vorteile schlagen wolle, zog sich daraufhin von der Vereinbarung zurück.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]