Erwin Fues

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Erwin Richard Fues (* 17. Januar 1893 in Stuttgart; † 17. Januar 1970 in Freudenstadt) war ein deutscher theoretischer Physiker.

1919 wurde er mit der Arbeit Vergleich zwischen den Funkenspektren der Erdalkalien und den Bogenspektren der Alkalien bei Arnold Sommerfeld an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert.

1922 wurde er Assistent, 1924 Privatdozenz für theoretische Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, wo er 1927 einen Lehrauftrag für Atomtheorie erhielt. 1928 wechselte er an die Technische Hochschule Karlsruhe.

Fues war von 1929 bis 1934 ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Hannover, von 1934 bis 1943 an der Universität Breslau und der Technischen Hochschule Breslau and anschließend bis 1947 an der Technischen Universität Wien. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Im Jahr 1943 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

1947 wurde er gemeinsam mit Ulrich Dehlinger (1901–1983) Direktor des Instituts für Theoretische und Angewandte Physik an der Universität Stuttgart. Das Institut hatte zwei Lehrstühle und entstand durch Umwandlung des Lehrstuhls für Technische Physik, den Paul Peter Ewald innehatte. Dehlinger wurde als Ewalds Nachfolger als Professor für Theoretische Physik. Auf den zweiten, neu gegründeten Lehrstuhl kam Fues. 1960 kam Hermann Haken als Nachfolger auf den Lehrstuhl von Fues.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Einführung in die Quantenmechanik. Akademische Verlagsgesellschaft, Leipzig 1935.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Trommsdorff: Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover, 1831–1931. Bibliothek der Technischen Hochschule, Hannover 1931, S. 30.

Weblinks[Bearbeiten]