Erzbistum Boston

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erzbistum Boston
Karte Erzbistum Boston
Basisdaten
Staat USA
Diözesanbischof Seán Patrick Kardinal O’Malley OFMCap
Weihbischof John Anthony Dooher
Robert Francis Hennessey
Arthur Kennedy
Peter Uglietto
Emeritierter Weihbischof Emilio Simeon Allué SDB
Francis Xavier Irwin
Walter Edyvean
Generalvikar Richard Michael Erikson
Fläche 6.386 km²
Pfarreien 289 (31.12.2011 / AP2013)
Einwohner 4.209.000 (31.12.2011 / AP2013)
Katholiken 1.921.000 (31.12.2011 / AP2013)
Anteil 45,6 %
Diözesanpriester 721 (31.12.2011 / AP2013)
Ordenspriester 505 (31.12.2011 / AP2013)
Ständige Diakone 265 (31.12.2011 / AP2013)
Katholiken je Priester 1.567
Ordensbrüder 693 (31.12.2011 / AP2013)
Ordensschwestern 1.760 (31.12.2011 / AP2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Englisch
Kathedrale Cathedral of the Holy Cross
Website www.rcab.org
Suffraganbistümer Bistum Burlington
Bistum Fall River
Bistum Manchester
Bistum Portland
Bistum Springfield
Bistum Worcester
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz
Die Heiligkreuzkathedrale in Boston

Das Erzbistum Boston (lat.: Archidioecesis Bostoniensis) ist eine in den USA gelegene römisch-katholische Erzdiözese. Der Erzbischof von Boston zählt zu den bedeutendsten Bischöfen der USA. So ist der Erzbischof für gewöhnlich ein Kardinal, dem in seiner Amtsführung vier Weihbischöfe zur Seite stehen.

Die Mutterkirche des Erzbistums ist die von 1866 bis 1875 im neogotischen Stil erbaute Cathedral of the Holy Cross. Sie befindet sich im Bostoner Stadtteil South End.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Bistum wurde am 8. April 1808 als Bistum mit den Gebieten Massachusetts, Maine, New Hampshire, Rhode Island, Connecticut und Vermont aus dem Erzbistum Baltimore herausgelöst, in dessen Kirchenprovinz es zugleich eingegliedert wurde. Nachdem am 28. November 1843 das Bistum Hartford aus seinem Gebiet herausgenommen wurde, kam es auf dem Diözesangebiet am 29. Juli 1853 zur Gründung der Bistümer Burlington und Portland. Am 14. Juni 1870 folgte die Gründung des Bistums Springfield und am 16. Februar 1872 ein weiterer Gebietsverlust für das neue Bistum Providence. Am 12. Februar wurde das Bistum Boston zum Erzbistum erhoben, zu dessen Kirchenprovinz heute die Bistümer Burlington, Fall River, Manchester, Portland, Springfield und Worcester gehören.

Zahlreiche Missbrauchsprozesse gegen Priester der Diözese führten nicht nur 2002 zum Amtsverzicht des Erzbischofs Bernard Francis Law, sondern auch zu einem Quasibankrott der Diözese, deren neuer Erzbischof Seán Patrick O’Malley 2004 sogar das Bischofshaus an das Boston College verkaufen musste.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Diözesanterritorium gliedert sich in fünf Pastoralregionen, die jeweils von einem Generalvikar geleitet werden:

  • Central Region
  • Merrimack Region
  • North Region
  • South Region
  • West Region

Damit umfasst die Diözese heute die Gebiete Essex County, Middlesex County, Suffolk County, Norfolk County, Plymouth County und die Städte Mattapoisett, Marion und Wareham.

Bischöfe von Boston[Bearbeiten]

  1. Jean-Louis Anne Madelain Lefebvre de Cheverus (1808–1823) (danach Bischof von Montauban)
  2. Benedict Joseph Fenwick SJ (1825–1846)
  3. John Bernard Fitzpatrick (1846–1866)

Erzbischöfe von Boston[Bearbeiten]

  1. John Joseph Williams (1866–1907)
  2. William Henry O’Connell (1907–1944)
  3. Richard Cushing (1944–1970)
  4. Humberto Sousa Medeiros (1970–1983)
  5. Bernard Francis Law (1984–2002)
  6. Seán Patrick O’Malley OFMCap (seit 2003)

Einrichtungen des Erzbistums[Bearbeiten]

Zu den Einrichtungen des Erzbistum gehören zwei Priesterseminare:

  • Blessed John XXIII National Seminary in Weston, Massachusetts und
  • Saint John's Seminary im Bostoner Vorort Brighton.

Diese Seminare dienen auch den anderen Bistümern im Einzugsbereich der Erzdiözese.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]