Erzbistum Gniezno

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Erzbistum Gniezno
Basisdaten
Staat Polen
Diözesanbischof Wojciech Polak
Weihbischof Krzysztof Jakub Wętkowski
Emeritierter Diözesanbischof Henryk Muszyński
Józef Kowalczyk
Emeritierter Weihbischof Szczepan Wesoły
Bogdan Wojtuś
Fläche 8.122 km²
Dekanate 30 (23.12.2008)
Pfarreien 266 (31.12.2011 / AP 2013)
Einwohner 668.601 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken 662.642 (31.12.2011 / AP 2013)
Anteil 99,1 %
Diözesanpriester 488 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordenspriester 40 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 1.255
Ordensbrüder 91 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 232 (31.12.2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch
Kathedrale Erzkathedrale zu Gniezno
Website www.archidiecezja.pl
Suffraganbistümer Bistum Bydgoszcz
Bistum Włocławek

Das Erzbistum Gniezno (lat.: Archidioecesis Gnesnensis, poln.: Archidiecezja Gnieźnieńska) ist die älteste römisch-katholische Erzdiözese in Polen. Der Erzbischof von Gniezno (Gnesen) ist gleichzeitig Metropolit der gleichnamigen Kirchenprovinz, der die Bistümer Bydgoszcz (Bromberg) und Włocławek (Leslau) als Suffragandiözesen angehören.

Erzkathedrale zu Gniezno
Erzkathedrale zu Gniezno

Geschichte[Bearbeiten]

Das Erzbistum Gniezno wurde auf Betreiben des polnischen Herzogs und späteren Königs Bolesław I. Chobry im Jahr 1000 von Kaiser Otto III. durch den Akt von Gnesen als unabhängiges, dem Papst direkt unterstelltes polnisches Metropolitanbistum gegründet. Otto III. befand sich auf einer Wallfahrt am Grab seines Freundes, des Märtyrers Bischof Wojciech, in Gniezno und handelte in Rücksprache mit Papst Silvester II. Erster Erzbischof (Metropolit) wurde der Bruder von Wojciech, Gaudentius. Dem Erzbischof von Gniezno wurden im Jahr 1000 als Suffragane die Bischöfe der zeitgleich errichteten Bistümer von Kołobrzeg in Pommern, Krakau und Breslau zugeordnet. Das mit Bischof Reinbern besetzte Bistum Kołobrzeg ging indes einige Jahre später wieder ein. Ab etwa 1075 gehörte auch der Bischof von Posen zur Kirchenprovinz Gniezno. Mit der Zirkumskriptionsbulle, auch als Bulle von Gniezno (1136) bekannt, bestätigte Papst Innozenz II. die Stellung des Erzbischofs von Gniezno und festigte die Zugehörigkeit der Suffraganbistümer.

Der Metropolit von Gniezno krönte die polnischen Könige und war ab 1412 Primas von Polen und Litauen. 1466 wurde das Bistum Kulm Suffragan von Gniezno. Ab 1572 war der Erzbischof als Primas von Polen bei Thronvakanz zugleich Interrex (Reichsverweser) des polnisch-litauischen Reiches.

1821 wurde mit der Bulle De salute animarum das Bistum Breslau von Papst Pius VII. aus der Kirchenprovinz Gnesen herausgelöst und direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. Gleichzeitig wurde Gnesen in Personalunion mit dem Erzbistum Posen und 1946 mit dem Erzbistum Warschau verbunden. Mit der Umstrukturierung der polnischen Bistümer durch die Apostolische Konstitution Totus Tuus Poloniae Populus vom 25. März 1992 trennte Papst Johannes Paul II. die Personalunion für die Leitung der Bistümer Gniezno und Warschau wieder. [1]

Ordinarien[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Totus Tuus Poloniae populus, AAS 84 (1992), n. 3, S. 1099–1112.